Nach Illerbeuren und zur Kartause Buxheim

Landschaftlich reizvolle, weitgehend ebene Tour im Illergebiet mit vielen Sehenswürdigkeiten; entlang der Iller ab Ferthofen sehr abgeschieden durch den Auwald. Bei Kronburg und zwischen Illerbeuren und Ferthofen einige Steigungen; von Ferthofen bis Buxheim entlang der Iller führt die Route über einen Kiesweg. (Autor: Michael Graf)
36 km
220 m
2.00 h
Vom Marktplatz in Memmingen fahren wir zur Kirche St. Martin mit ihrem mächtigen Turm und am Städtischen Museum geradeaus in die Zangmeisterstraße. Diese setzt sich außerhalb der Stadtmauer in der Buxacher Straße fort. Nachdem wir die Bahngleise und die A96 überquert haben, treffen wir in Buxachermühle auf die Talstraße. Dieser folgen wir nach links und fahren im kleinen Tal der Buxach bis zur viel befahrenen Bodenseestraße. Gegenüber setzen wir unsere Tour auf dem Haldenweg fort. Am Ende des Haldenwegs geht es rechts und nach etwa 100 Metern links ab Richtung Dickenreishausen. Wir fahren aufwärts durch Wiesen nach Dickenreishausen. Dort folgen wir geradeaus der Beschilderung »Woringer Wälder«. Nachdem wir durch den Wald geradelt sind, wenden wir uns an der Querstraße nach rechts auf Schloss Kronburg zu.Bei den Bauernhöfen von Enzers biegen wir nach dem letzten Haus rechts in einen Kiesweg und treffen gleich danach auf eine Teerstraße. Wir fahren nach rechts, auf das Schloss zu, es geht aufwärts. An der Querstraße halten wir uns rechts in den Ort und fahren damit um den Schlossberg herum. Es lohnt sich, im Ort die wenigen Meter zum Schloss Kronburg hochzuschieben, denn dabei hat man einen wunderbaren Panoramablick auf das Illertal. Das mächtige Schloss, das sich noch in Privatbesitz befindet, ist eine vierflügelige Anlage mit runden Ecktürmen und einem malerischen Schlosshof. In Kronburg biegen wir bei der Kirche links in die Illerbeurer Straße und sausen mit 10% Gefälle hinab durch den Wald bis zur Querstraße vor der Iller, auf der wir nach rechts Illerbeuren erreichen.Dort befindet sich das Schwäbische Bauernhofmuseum. Das älteste Freilichtmuseum in Bayern zeigt ländliche Nutz- und Wohngebäude aus Illerbeuren und Umgebung. Die Museumsanlage präsentiert sich als »Dorf im Dorf«, fügt sich jedoch gut in das Ortsbild von Illerbeuren ein, das selbst noch viele alte Bauernhäuser besitzt. Die sorgfältig eingerichteten Innenräume dokumentieren ausführlich bäuerliche Lebensweise bis in unser Jahrhundert. Sehenswert sind auch die Kapelle mit 50 schmiedeeisernen Grabkreuzen und das Schwäbische Schützenmuseum mit über 6000 Exponaten. Im Museumsgasthaus Gromerhof, der eine schöne alte Wirtsstube besitzt, bekommt man typisch schwäbische Gerichte.Am Bauernhausmuseum radeln wir vorbei bis zur Querstraße, wenige Meter nach rechts und biegen gleich wieder links ab. Vor dem Illerstau Lautrach geht es aufwärts, am kleinen Stausee vorbei nach Kardorf. Dort halten wir uns vor der schön gelegenen Kirche links hinab. Der kleine Weg verläuft sehr abgeschieden, es geht aufwärts in den Wald und dann steiler hinab nach Ferthofen. Wir biegen an der Querstraße nach links auf den Radweg ab und überqueren wenige Meter danach die Straße und fahren vor der Iller eine kleine Straße weiter, der Beschilderung Illerradweg nach. Von der Straße zweigt dann nach links ein Kiesweg ab zur Iller, dem wir folgen. Auf diesem ruhigen Kiesweg radeln wir entlang dem idyllischen Illerufer.Bis kurz vor Buxheim geht es durch den Auwald, dann wird es wieder freier und wir sehen den Ort schon vor uns liegen. Vor der Bahnlinie fahren wir nach rechts, an der Bahnlinie entlang, bis es links in den Ort geht zur sehenswerten Kartause. Nach der Besichtigung radeln wir den gleichen Weg zurück, folgen nun der Beschilderung Memmingen und biegen rechts ab, der Beschilderung Lindau/Buxach nach. Wir unterqueren die A96 und radeln danach links hoch (Wegweiser Memmingen). Über die Buxacher Straße gelangen wir wieder bis zu den Stadtmauern von Memmingen. Nun sind es nur noch wenige Meter bis zum malerischen Marktplatz.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour36 km
Höhenunterschied220 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMemmingen, Marktplatz.
EndpunktMemmingen, Marktplatz.
TourencharakterDie Umgebung von Memmingen mit ihren weiten Wiesenflächen, sanft geschwungenen Hügeln und dem Illertal ist ein ideales Radlergebiet. Diese Tour führt uns zu einer Fülle von Sehenswürdigkeiten, von denen jede für sich schon einen Besuch wert ist.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Allgäu, 1:75000.
MarkierungenLokale Radbeschilderung bis Illerbeuren; ab Illerbeuren bis Buxheim Illerradweg, lokale Beschilderung zurück nach Memmingen.
VerkehrsanbindungMemmingen liegt an der Bahnlinie Buchloe–Lindau; mit dem Auto ist Memmingen über die A96 von München zu erreichen.
GastronomieKronburg: Brauerei und Gasthof Zur Krone (selbst gebrautes Bier, gutes Essen, schöne Gaststube); Illerbeuren: Gromerhof (historische Gaststube, schöner Biergarten, schwäbische Spezialitäten); Buxheim: Gasthaus Zum Löwen.
Tipps
Bauernhofmuseum Illerbeuren. Das Leben auf dem bayerisch- schwäbischen Lande in verschiedenen Epochen kann im Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren nachempfunden werden. Das Freilichtmuseum zeigt Bauernhöfe und andere ländliche Gebäude mit deren typischer Ausstattung. Seit einiger Zeit befindet sich dort auch das Schwäbische Schützenmuseum. Eine Rast wert sind auf jeden Fall die beiden stimmungsvollen Gasthäuser sowie der Biergarten des Museums.
Informationen
Die Kartause Buxheim wurde 1402 von Kartäusermönchen aus Christgarten bei Nördlingen gegründet und erlebte um 1500 und im Barock jeweils eine Blütezeit. Nach den extrem strengen Regeln des Kartäuserordens verbringen die Mönche ihr Leben abgeschieden in Meditation und Gebet, und so besitzt jeder Mönch ein eigenes, kleines Häuschen – die Eremitenzelle – mit einem Garten. Mit 22 Eremitenzellen, die jeweils an den großen Kreuzgang oder Kartausengarten angebaut sind, und dem 300 Meter langen Kreuzgang ist Buxheim die größte Kartause Deutschlands.Neben dem Refektorium und dem prachtvoll stuckierten Bibliothekssaal lohnen vor allem die Kartäuserkirche und das darin befindliche frühbarocke Chorgestühl, eine meisterliche Schnitzarbeit von Ignaz Waibl (1684–90), die Besichtigung. Erst 1980 konnte das Chorgestühl von England zurückerworben werden, wohin es nach der Säkularisierung verkauft worden war.InfoMemmingenDie Stadt Memmingen verdankt ihre Entstehung der Lage am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Fern- und Handelsstraßen: zum einen der Salzstraße, die von Bayern in die Schweiz führte, und zum anderen der Fernstraße von Ulm über den Fernpass nach Italien. Ihre Bedeutung zeigt sich auch in dem Status als Freie Reichsstadt seit 1286 und der Zunftverfassung von 1347.Am prächtigen Marktplatz stehen das Steuerhaus mit dem Laubengang, daneben das Rathaus (aus dem Jahr 1589) und an der Ostseite die Großzunft. Weitere bemerkenswerte Profanbauten sind der Hermansbau, in dem sich heute das Städtische Museum befindet, und das berühmte Siebendächerhaus, ein altes Gerberhaus, das nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. In den Kirchen St. Martin, Unser Frauen und der Kinderlehrkirche sind umfangreiche spätmittelalterliche Freskenzyklen erhalten geblieben.Im Westen der Altstadt ist noch die alte Stadtmauer mit einigen erhaltenen Toren zu sehen. Der reizvolle Stadtbach ist jedes Jahr Schauplatz eines bunten Volksfestes. Am »Fischertag« Mitte Juli wird der Stadtbach gereinigt und die dort lebenden Forellen zum Fang freigegeben. Fischerkönig wird, wer den größten Fisch gefangen hat.
Tourismusbüro
Stadtinformation, Marktplatz 3, 87700 Memmingen, Tel. 08331/850172.

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