Nach Hohenfreyberg und Eisenberg

Mehrere Anstiege, so vor Hertingen und hinter Rehbichel zu den Ruinen; leicht hügelig. Die Tour verläuft meist auf Asphaltstraßen, insgesamt 4 km Kiesweg. (Autor: Michael Graf)
30 km
440 m
2.00 h
Wir starten in Seeg am Bahnhof, fahren die Bahnhofstraße aufwärts und biegen gleich anschließend links ab in die Wiesleutener Straße, der Radbeschilderung Nesselwang nach. Am Ortsende treffen wir auf eine Querstraße und radeln links hinab. Wir überqueren die eingleisige Bahnlinie, fahren am Sportplatz rechts vorbei, der Wegweisung Nesselwang nach. Wir radeln eben an Wiesen entlang, queren nochmals die Bahngleise und stoßen auf die viel befahrene Straße von Seeg nach Füssen oder Pfronten.

Wir radeln gegenüber weiter (Radbeschilderung Nesselwang), überqueren bei Anwanden nochmals eine Straße und halten uns weiter geradeaus. Vor uns sehen wir schon die Ruine von Hohenfreyberg. Beim Kieswerk geht es links ab Richtung Nesselwang. Wir fahren unter der neuen Autobahnbrücke der A7 hindurch, die kleine Straße führt aufwärts. Wir erreichen Schwarzenbach mit schön gelegener kleiner Kapelle. Von hier aus kann man zu den Ruinen von Hohenfreyberg und Eisenberg wandern (2 km).

Wir fahren an der Kapelle rechts weiter. Auf der kleinen Straße radeln wir durch Schweinegg und durch Wiesen auf einem Höhenzug entlang, an mehreren Einzelgehöften vorbei. Nach rechts sehen wir das kleine Tal unter uns liegen. Am Waldrand treffen wir auf den idyllisch gelegenen, mit Schilfrand bestandenen Kögelweiher. Wir fahren nun in den Wald und geradeaus hindurch. Bei der Abzweigung treffen wir auf die Beschilderung des Bodensee-Königssee-Radwegs und fahren geradeaus weiter. Es geht abwärts aus dem Wald heraus.

Durch Nesselwang im Allgäu

Wer nicht nach Nesselwang hineinfahren will, kann gleich in der Rechtskurve links in den Kiesweg Richtung Pfronten-Rehbichel fahren. Wir radeln jedoch aufwärts in den Ort Hertingen, in dem noch mehrere alte Bauernhäuser stehen. Hinter Hertingen halten wir uns links nach Nesselwang, rollen abwärts und erreichen den Ort beim Gewerbegebiet. Noch vor der Bahnlinie, die Radbeschilderung ist schlecht zu sehen, fahren wir rechts und überqueren nach etwa 200 Metern die Gleise beim nächsten Bahnübergang (Radbeschilderung). Es folgt erst ein Kiesweg, dann führt eine Brücke über den Bach und wir erreichen die Häuser von Nesselwang.

Im Wohngebiet geht es rechts in die Fichtenstraße. Nach dem Linksknick sind wir in der Poststraße. Wer den Ortskern von Nesselwang, in dem mehrere imposante alte Häuser zu finden sind, besichtigen will, lässt am besten sein Fahrrad beim Bahnhof stehen und läuft die wenigen Meter nach links. Denn bis zur Fertigstellung der A7 führt noch der gesamte Fernverkehr auf der engen Ortsstraße durch Nesselwang hindurch, die für Radfahrer gesperrt ist.

Auf dem gleichen Weg radeln wir wieder zurück bis nach Hertingen. Wir rollen durch Hertingen hinab und halten uns nach dem Ort, bevor die Straße nach links zum Wald verläuft, geradeaus weiter in den Kiesweg (Wegweiser Pfronten-Rehbichel). Auf diesem kleinen Weg fährt es sich angenehm auf das unterhalb liegende Pfronten zu. Wir stoßen auf eine asphaltierte Straße, halten uns links und erreichen Rehbichel. Dieser kleine Ort gehört bereits zu Pfronten, das aus weit verstreuten Gemeinden besteht und sich von hier aus nach Süden erstreckt. In Rehbichel folgen wir der Beschilderung nach Schweinegg.

Besuch im Burgenmuseum

Nach dem Ort müssen wir steil aufwärts fahren, dann geht es wieder etwas hinab. Bei den ersten Häusern von Stockach biegen wir rechts ab. Auf dieser breiten Straße radeln wir nun hoch zum Waldrand, wo es einen weiteren Aufstieg nach links zu den beiden Burgruinen gibt. Wir radeln durch den Wald (nochmals eine Aufstiegsmöglichkeit) und nach dem Wald steil hinab nach Zell. Vor der Kirche befindet sich das Burgenmuseum, das über die Entstehung und die Geschichte der beiden Burgruinen Hohenfreyberg (1041 m) und Eisenberg informiert. Vor dem Museum biegen wir links in den Burgweg ein, auf dem es zu den Burgruinen und zur Schlossbergalm geht.

Wir radeln leicht nach oben und nehmen den ersten Weg rechts hinab nach Eisenberg. Gegenüber dem Landgasthof Gockelwirt radeln wir eine kleine Straße hinab zu dem inmitten von saftigen Wiesen gelegenen Speiden mit seiner den Ort beherrschenden Kirche. An der Kirche vorbei geht es in einem Linksbogen wieder auf die oben gelegene Straße, die wir überqueren, geradeaus weiterfahren und an der nächsten Kreuzung rechts nach Weizern abbiegen. In Weizern treffen wir leider auf die viel befahrene Straße. Auf dieser halten wir uns nach links, durch den Ort. Etwa 500 Meter hinter Weizern geht es links ab, der Beschilderung Lieben nach. Wir kommen an der kleinen Käserei von Lieben vorbei und durchqueren anschließend die Weiler Lieben und Baumgarten.

Danach folgt ein schöner Kiesweg bis nach Bach. Auf einer Asphaltstraße radeln wir geradeaus nach Enzenstetten, wo wir wieder die größere Straße erreichen. Hier fahren wir nach links die Kurve entlang und biegen nach der Kurve im Ort links ab in eine kleinere Straße nach Anwanden. An der folgenden, schon bekannten Kreuzung in Anwanden wenden wir uns bei den Gehöften nach rechts. Nun geht es auf dem gleichen Weg wie zu Anfang der Tour wieder zurück in das höher gelegene Seeg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour30 km
Höhenunterschied440 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSeeg Bhf.
EndpunktSeeg Bhf.
TourencharakterDiese Tour führt von Seeg aus am idyllischen Kögelweiher vorbei zu den malerischen, weithin sichtbaren Ruinen von Hohenfreyberg und Eisenberg, zu denen man von verschiedenen Seiten aufsteigen kann.
Hinweise
Aufgrund des Baus der A 7 zwischen Nesselwang und Füssen, die südlich von Seeg entlangführt, kann es zu Änderungen der Wegführung durch Über- und Unterquerungen der Autobahn, Auf- und Abfahrten kommen.
KartentippADFC-Regionalkarte Allgäu, 1:75000; Topografische Karte L10 Füssen und Umgebung, 1:50000.
MarkierungenRadbeschilderung lokal bis Kögelweiher, von dort bis Nesselwang Bodensee-Köngissee-Radweg; auf der Rückfahrt von Hertingen bis Stockach lokale Radbeschilderung, anschließend bis Eisenberg Bodensee-Königssee-Radweg, dann bis Seeg lokale Radbeschilderung.
VerkehrsanbindungSeeg liegt an der Bahnlinie Marktoberdorf–Füssen; mit dem Auto ist Seeg von Kempten bis Nesselwang über die A7, dann über die Verbindungsstraße zu erreichen.
GastronomieZahlreiche Gasthäuser in Nesselwang (Gasthof Bären); Rehbichel: Café Escheböck (mit Biergarten und Aussichtsterrasse); Eisenberg: Landgasthof Gockelwirt.
Informationen
Die Burgen Hohenfreyberg und Eisenberg: Die beiden Burgen des Rittergeschlechts von Freyberg, Hohenfreyberg und Eisenberg, liegen – nur durch eine Senke voneinander getrennt – romantisch auf einem Bergrücken. Hohenfreyberg zählt zu den am besten erhaltenen Burgruinen im Allgäu. Die ältere der beiden, Eisenberg aus dem 12. Jh., bildete das Zentrum der Herrschaft Eisenberg, eines Lehens des Klosters in Kempten. Hohenfreyberg entstand wesentlich später, nämlich 1418–32. Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Burgen auf Befehl der Tiroler Landesregierung niedergebrannt, da man befürchtete, dass sich die Schweden darin festsetzen könnten.
Tourismusbüro
Tourist-Information, Hauptstraße 33, 87637 Seeg, Tel. 08364/983033; Tourist Information, Hauptstraße 20, 87484 Nesselwang, Tel. 08361/923040; Touristikbüro, Pröbstenerstr. 9, 87637 Eisenberg, Tel. 08364/1237.

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