Murnauer-Moos-Tour

Flache, ruhige Rundstrecke vorwiegend auf Forst- und Wanderwegen. Im Sommer sehr heiß, es gibt wenig Schatten. Blütezeit der geschützten blauen Iris ist Ende Mai/Anfang Juni. (Autor: Lisa und Wilfried Bahnmüller)
28 km
290 m
1.00 h
Besonders im Frühsommer schimmern die Moorwiesen blau und lila, Iris, Knabenkrautgewächse und das schöne Läusekraut zaubern diese Farbenpracht. Das Ganze wird akzentuiert durch dicke gelbe Tupfer, die sonnengelben Sumpfdotterblumen.Bereits seit 1980 steht das Murnauer Moor unter Naturschutz, es ist Heimat zahlreicher vom Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Mehr als 800 Pflanzenarten wurden gezählt, über 150 davon stehen auf der Roten Liste. Laute Froschkonzerte begleiten an vielen Stellen unseren Weg, geschützt vor den Menschen brüten im Moor Wiesenbrüter. Seltene Vögel wie der Wachtelkönig, der Karmingimpel und der Große Brachvogel haben auf den Moorwiesen einen Überlebensraum gefunden. Die Radtour - Vom Parkplatz radeln wir zuerst auf dem Moosrundweg Nr.??5 über die kleine Brücke nach rechts. Bei 3,8??km geht es geradeaus und wir folgen dem Radschild »Bad Kohlgrub«. Nach 8,0??km halten wir uns links auf dem Rad- und Fußweg parallel zur Autostraße, die geradewegs auf Grafenaschau zuführt. Es geht mitten durch den kleinen Weiler und am Ortsende links Richtung Eschenlohe. Zuerst rollen wir mit Blick auf das Moor bergab, nach 13,0??km biegen wir links ab, passieren eine Schranke, bleiben aber weiter auf dem großen Weg Richtung Flugplatz. Auf der kleinen geteerten Straße kommen wir am Langen Köchel mit dem aufgelassenen Hartsteinwerk und seinen Abraumhalden vorbei. Diese steinernen Köchel, die aus dem Moor herausragen, sind eine Besonderheit. Sie entstanden in der Kreidezeit und bestehen aus dem extrem harten Stein Glaukoquarzit. Abgebaut wurden die Köchel im Werdenfelser Hartsteinwerk, bis im Jahr 2000 der Abbau eingestellt wurde. Nach 17,5??km erreichen wir den Segelflugplatz und überqueren anschließend die Autobahn. Beim Gutshof Weghaus teilt sich die Straße, wir halten uns rechts und stoßen gleich danach auf die stark befahrene Bundesstraße. Nur wenn das Wiesengras nicht zu hoch steht, überqueren wir einfach geradeaus die Wiese auf dem Radweg. Im Hochsommer wird das den Bauern aber nicht erfreuen und deshalb müssen wir 200??m rechts auf der Bundesstraße weiter. Gleich am Gewerbegebiet Eschenlohe biegen wir links ein und erneut links auf den Loisachradweg. Nun radeln wir parallel zur Autostraße das Stück Richtung Wegkreuz zurück und dann weiter entlang der Loisach nach Ohlstadt. Nach 21,8??km in Ohlstadt folgen wir in einem Links-rechts-Knick den Radwegschildern Richtung Murnau unter der Autobahn hindurch. Bei 25,5??km (Radschild »alle Richtungen«) sind wir kurz vor Hechendorf, wo wir uns dann links den Schildern nach Murnau folgend auf den Radweg begeben. Am Ortsanfang biegen wir links in die Ramsachstraße ein, fahren am Hotel Alpenhof vorbei und sind dann wieder an unserem Ausgangspunkt, dem Ramsachkirchlein.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour28 km
Höhenunterschied290 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBei Murnau, Wanderparkplatz am Ramsachkirchlein im Süden der Stadt.
EndpunktBei Murnau, Wanderparkplatz am Ramsachkirchlein im Süden der Stadt.
TourencharakterDas Murnauer Moos ist das größte zusammenhängende Moorgebiet Mitteleuropas. Ein hervorragend ausgebautes Netz an Rad- und Wanderwegen erschließt uns die Schönheiten, ohne der Natur Schaden zuzufügen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr.??7, Murnau – Kochel – Staffelsee, 1 - 50??000
VerkehrsanbindungAuto - A??95, Ausfahrt Murnau, in Murnau Richtung Ohlstadt, am Ortsausgang von Murnau rechts, Wanderparkplatz und Kirchlein sind ausgeschildert. Bahn: Stündlich von München Richtung Garmisch, bis Haltestelle Murnau, den Ort mit dem Rad durchqueren. Das Ramsachkirchlein liegt südlich des Ortes in der Nähe des großen Hotels Alpenhof.
GastronomieDirekt am Parkplatz - Ausflugsgaststätte »Zum Ähndl« mit Spielplatz. Grafenaschau: Café Habersetzter. Im Ortszentrum von Murnau viel Auswahl.
Tipps
Das Münterhaus (Kottmüllerallee 6), auch »Russenhaus« genannt, erinnert an eine der herausragenden Kunstepochen des letzten Jahrhunderts und gibt gleichzeitig ein persönliches Zeugnis über das Leben des Künstlerpaares Wassily Kandinsky und Gabriele Münter. Münter selbst lebte hier bis zu ihrem Tod 1962 (geöffnet täglich außer Montag).

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