Lübben – Lübbenau – Leipe – Raddusch – Burg – Straupitz

Reizvolle Rundtour auf gut befahrbaren Radwegen, die vorwiegend asphaltiert sind, teilweise auch mit festem kiesigem Untergrund, in Lübbenau 1 km auf Pflasterstraße. (Autor: Tassilo Wengel)
75 km
260 m
7.00 h
Von Lübben nach Lübbenau: Vom Bahnhof in Lübben über Friedensstraße und Breite Straße zur Schlossinsel. Auf dem Spreedamm nach Süden bis Lübbenau. Am Bahnhof in Lübben überqueren wir die Bahnhofstraße und fahren auf der Friedensstraße entlang. Sie mündet in einen kiesigen Radweg, dem wir folgen und im Bogen bis zur Straße Am Haintor fahren. Hier biegen wir nach rechts und fahren bis zur Breiten Straße. In diese schwenken wir nach links ein und fahren bis zur Ampelkreuzung der Straße Am Spreeufer. Dort geht es nach rechts und auf dem Radweg bis zum Ernst-von-Houwald-Damm (B87), wo wir nach links schwenken und die Hauptspree überqueren. Dann halten wir uns rechts, fahren über die Schlossinsel und tragen unser Fahrrad rechts auf einer Holzbrücke über die Spree. Wir setzen unsere Fahrt nach links auf dem Radweg fort, fahren an der folgenden Gabelung links auf dem Damm weiter und kommen zum Abzweig zur Jugendherberge. Hier biegen wir nach rechts, schwenken kurz danach links in den Feldweg und radeln immer geradeaus zwischen Feldern dahin. Wir überqueren zweimal ein Fließ und biegen bei der T-Kreuzung links und fahren am Kanal der Ragower Kahnfahrt entlang. Nach 1 km überqueren wir den Kanal nach rechts und fahren auf einem asphaltierten Radweg auf dem Spreedamm entlang. Wir überqueren den Kanal der Zerkwitzer Kahnfahrt auf einer Holzbrücke und schwenken dann nach links. Auf einer asphaltierten Straße kommen wir zu einer T-Kreuzung, hier biegen wir nach links und schwenken nach etwa 2 m in die Wiesenstraße. Sie führt uns nach Lübbenau über die Gartenstraße zur Karl-Marx-Straße. Hier biegen wir nach links und fahren in die Altstadt von Lübbenau (Bhf.). Das Lübbenauer Schloss mit Orangerie und weitläufigem Schlosspark wird heute als Hotel genutzt und in der Orangerie kann man gemütlich sitzen und speisen. Sehenswert ist auch die Altstadt mit zweigeschossigen Putz- und Fachwerkhäusern und der barocken Stadtkirche St. Nikolai, einem der wenigen Beispiele des Dresdner Barocks in der Niederlausitz. Davor steht eine üppig verzierte Postmeilensäule von 1740. Das Spreewaldmuseum Lübbenau (Am Topfmarkt 12) bietet Ausstellungen zur Regionalgeschichte des Spreewaldes, Informationen über die Wohn- und Lebensweise der Spreewälder sowie im Freilandmuseum drei wendische Hofanlagen. Von Lübbenau nach Burg: Lübbenau auf der Dammstraße verlassen und am Kahnhafen vorbei entlang der Hauptspree nach Leipe. Über Dubkower Mühle nach Raddusch. Vor dem Kanal links über Wiesenweg und Dorfstraße zu den Stradower Teichen. Über Suschow und Naundorf nach Burg. Wir verlassen Lübbenau über die Dammstraße, kommen am Kahnhafen vorbei und schwenken nach links in den Radweg der Leiper Straße. Nachdem wir eine Holzbrücke überquert haben, halten wir uns rechts, überqueren noch einmal einen Kanal und radeln nun auf einer schönen Strecke bis nach Leipe . Der Ende des 14. Jh. von Sorben gegründete Ort ist auf Schwemmsandinseln (Kaupen) errichtet. Bis 1936 nur auf dem Wasserweg erreichbar, stehen die Häuser mit ihrer Vorderfront zur Spree und dem Leiper Graben. Ursprünglich war die Landwirtschaft einzige Einnahmequelle, heute lebt der Ort vom Gemüseanbau und dem Tourismus. Am Ortsanfang von Leipe biegen wir nach rechts und schwenken am Ende des Ortes wieder rechts. Nun radeln wir 1500 m, bis nach rechts ein Wiesenweg zur Dubkower Mühle abzweigt. Auf dem Wiesenweg treffen wir auf einen festen Feldweg, schwenken hier nach links und radeln auf dem Feldweg, der bald zu einer asphaltierten Straße wird, bis zum Ortseingang von Raddusch . Hier lohnt die Slawenburg, eine ringförmige Wallanlage aus geschichtetem Holz, einen Besuch. Sie dokumentiert die Geschichte des Ortes vor rund 1000 Jahren. Vor einigen Jahren komplett restauriert, gibt es hier heute einen Ausstellungsbereich, Veranstaltungsräume, einen Burgladen und eine Gaststätte. In Raddusch biegen wir vor dem Kanal links in die feste Sandstraße und nach der Brücke rechts in den Wiesenweg. Wir treffen auf die Dorfstraße, biegen nach links und folgen der Dorfstraße etwa 2 km bis zur T-Kreuzung. Dort schwenken wir nach rechts und fahren in der Rechtskurve geradeaus weiter. Auf einer schmalen Asphaltstraße erreichen wir einen Betonplattenweg, der an den Stradower Teichen entlang nach Stradow führt. Im Ort treffen wir auf eine Vorfahrtsstraße und am Ortsende auf einen die Straße begleitenden Radweg. Dann biegen wir dem Gurkenradweg-Logo folgend nach links und radeln zwischen Feldern nach Suschow. Dort halten wir uns bei der Vorfahrtsstraße links und fahren auf der L541 am Ortsausgang geradeaus und kommen über Fleißdorf nach Naundorf. Durch den Ort fahren wir bis zur Brücke über den Südumfluter, biegen hier nach rechts und überqueren den Südumfluter nach etwa 2 km nach links. Wir fahren geradeaus in eine feste Sandstraße und radeln am Ufer des Kleinen Leineweberfließes entlang. An einem kleinen Kanal müssen wir die Fußgängerbrücke überqueren, biegen nach rechts und schwenken nach etwa 250 m rechts in eine Asphaltstraße. Wir treffen auf die Bahnhofstraße, schwenken nach rechts und halten uns bei der T-Kreuzung links, um in die Hauptstraße (L51) von Burg einzubiegen. Mit mehreren Ortsteilen hat Burg Streusiedlungscharakter und ist die flächenmäßig größte Gemeinde Deutschlands. Von Burg nach Lübben: In Burg auf der Hauptstraße zum Spreehafen. Über Ringchaussee und Nordumfluter nach Straupitz. Auf dem Weinbergweg nach Neu Zauche. Neu Zauche über die Spreestraße verlassen und nach Alt Zauche. Ort auf Hauptstraße verlassen und am Nordumfluter entlang bis zur B87. Über Straße Am Spreeufer und Breite Straße zum Bahnhof. Die Hauptstraße führt uns zum Spreehafen Burg/Dorf . Hier lohnt sich der Besuch der Heimatstube (Am Hafen 1). Sie ist in einem reetgedeckten spreewaldtypischen Blockhaus untergebracht und vermittelt Informationen über die Geschichte von Burg. Auf dem sagenumwobenen Schlossberg steht der 29 m hohe Bismarckturm (an der Straße Burg–Straupitz; April–Juni/Sept./Okt. Fr–Mi 10–18 Uhr, Juli/Aug. tägl. 10–19 Uhr). Er wurde zwischen 1914 und 1917 erbaut und ist ein Werk Bruno Möhrings, der sich am Stil David Gillys orientierte. Im Infozentrum Schlossberghof des Biosphärenreservates Spreewald (Byhlegurer Str. 17) kann man sich über Landschaft, Flora und Fauna des Spreewaldes informieren. Dazu gehört eine Natur-Erlebnis-Uhr inmitten einer Streuobstwiese, wo man die Sinne Hören, Riechen, Tasten und Schmecken testen kann. Im Arznei- und Gewürzkräutergarten locken schön gestaltete Beete mit einer Vielzahl von Wild- und Nutzpflanzen. Führungen, Vorträge sowie Informationen zum Anbau spreewaldtypischer Nutzpflanzen gehören zum Angebot, außerdem gibt es Pflanzen und Samen von Wild- und alten Bauernpflanzen kaufen. Sehenswert ist auch der Weidendom »Arena Salix« (Byhlegurer Str.), ein ökologisches Kunstwerk aus Weidenruten, das als Veranstaltungsstätte mit abwechslungsreichem Kultur- und Umweltbildungsprogramm genutzt wird. Nach der Spreebrücke in Burg/Dorf treffen wir auf einen Radweg, auf dem wir bis zum Willischzaweg fahren. Hier biegen wir links ein und folgen dieser Straße bis zur Ringchaussee. Wir schwenken nach rechts und folgen der Gurkenweg-Markierung über das Große Fließ und den Nordumfluter bis nach Straupitz. In dieser großen Landgemeinde des Spreewaldes bestimmen alte Bauernhäuser aus Klinkersteinen und Häuser der Gründerzeit das Bild. Weithin sichtbar ist die Schinkelkirche, ein Meisterwerk des Klassizismus mit quadratischen Zwillingstürmen, zwischen 1828 und 1832 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaut. Am Weg zwischen der Schinkelkirche und dem Schloss steht der 1798 gebaute Kornspeicher, der bis 1992 noch in dieser Funktion genutzt wurde. Seit 2005 als Museum (April–Okt. Di–So 10–18 Uhr, Führungen auch außerhalb dieser Zeiten nach Voranmeldung unter Tel. 035475/804709) genutzt, bietet er auf mehreren Etagen Ausstellungsräume mit einer Fülle von antiquarischen Zeitzeugen der jahrhundertealten Dorfgeschichte sowie einer als Schauwerkstatt eingerichteten Töpferei. Gleich im Erdgeschoss kann man im gemütlichen Café bei einer Tasse Kaffee frisch gebackenen Kuchen und Brot genießen. Das Schloss wurde im Stil des Klassizismus erbaut und dient heute als Schule. In der Laasower Straße 11a lohnt sich ein Besuch der Holländermühle, Deutschlands einziger funktionierender Dreifachschaumühle. Sie wurde 1810 anstelle einer Bockwindmühle von 1640 erbaut und 1995 nach umfassender Restaurierung als Öl-, Säge- und Kornmühle wieder eröffnet. Seit 1998 wir sie vom gemeinnützigen Mühlenverein Holländermühle e.V. betrieben. Auf einem Rundgang können die einzelnen Bereiche besichtigt werden (Anmeldung unter Tel. 035475/16997). Frisch und warm gepresstes Leinöl gibt es Di–Do von 16–18 Uhr im Café Müllerhaus (Mitte März–Mitte Okt. Di–So). Hier oder im Kaffeegarten kann man auch die Spreewälder Spezialität Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl genießen. Am Ortseingang von Straupitz überqueren wir einen kleinen Kanal und schwenken nach links. Wir treffen auf eine T-Kreuzung, halten uns rechts und gelangen auf einer von Bäumen bestandenen Straße zu einer weiteren T-Kreuzung. Hier biegen wir nach links und radeln auf dem Weinbergsweg bis Neu Zauche . Dort fällt die Dorfkirche auf, ein neugotischer Backsteinbau von 1859. Gleich am Ortseingang zweigt nach links die Spreestraße ab, auf der wir etwa 100 m radeln, bevor wir nach links, dann nach rechts und nach 2 km wieder rechts schwenken. Wir fahren am A-Graben entlang, fahren bei der T-Kreuzung nach links und biegen nach einem knappen Kilometer rechts ab. Am B-Graben entlang treffen wir auf eine weitere T-Kreuzung und radeln bis Alt Zauche . Wir erreichen den Ort auf dem Mühlweg, der uns zur Hauptstraße führt. Dort schwenken wir nach links und fahren bis in die Mitte des Ortes. Dort halten wir uns noch einmal links und verlassen den Ort auf der Dorfstraße. Bald leitet uns das Logo des Gurkenradweges nach links auf einen Wirtschaftsweg, dann über den Nordumfluter und rechts auf eine schmale Asphaltstraße. Dieser bleiben wir etwa für 2 km treu, bis wir den Nordumfluter nach rechts wieder überqueren. Wir treffen in Lübben auf die Dammstraße, biegen nach links und kommen über Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße und Dreilindenweg zum Radweg der B87 (Gubener Straße). Dort schwenken wir nach links und erreichen über die Straße An der Kupka und Ernst-von-Houwald-Damm die Lindenstraße. Hier zweigt nach rechts die Straße Am Spreeufer ab, auf der wir zur Breiten Straße und schließlich zur Friedensstraße sowie zum Bahnhof von Lübben kommen.

km 0 Bahnhof Lübben, Richtung Süden nach Lübbenau - km 14,5 Lübbenau, über Leipe und Dubkower Mühle nach Raddusch - km 26 Raddusch, über Stradow und Naundorf sowie am Leineweberfließ entlang nach Burg - km 42,5 Burg, über Ringchaussee und Nordumfluter nach Straupitz - km 52,5 Straupitz, auf dem Weinbergsweg nach Neu Zauche - km 56 Neu Zauche, über A- und B-Graben bis Alt Zauche - km 63 Alt Zauche, über den Nordumfluter nach Lübben - km 73 Bahnhof Lübben, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour75 km
Höhenunterschied260 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Lübben.
EndpunktBahnhof Lübben.
TourencharakterGurken gehören zu den wichtigsten Erzeugnissen im Spreewald. Ihnen zu Ehren wurde der Gurkenradweg konzipiert, eine abwechslungsreiche Radtour durch die schönsten Spreewald-Gebiete. Ein Abschnitt dieser Tour führt durch einen besonders reizvollen Teil im westlichen Oberspreewald.
Beste Jahreszeit
KartentippFahrradkarte Spreewald, Verlag grünes Herz, 1:75000; oder KOMPASS Wander- und Radtourenkarte Nr. 748 Spreewald, 1:50000.
MarkierungenGute Beschilderung mit dem Logo des Gurkenradweges, einer Fahrrad fahrenden Gurke.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A13 bis Ausfahrt Freiwalde/Lübben und weiter auf der B115 bis Lübben. Mit dem Regionalexpress RE2 Berlin–Cottbus bis Lübben.
GastronomieZahlreiche Einkehrmöglichkeiten in Lübben, Lübbenau, Burg und Straupitz.
Tipps
Bademöglichkeiten im Kristallbad Lübbenau (heißt seit Dezember 2008 Spreewelten Sauna & Badeparadies), Alte Huttung 13, Tel. 03542/ 894160; Spreewaldtherme Burg, Ringchaussee 152, Tel. 035603/1885-0. Wanderung nach Lehde: Von Lübbenau (Marktplatz) bietet sich eine 7 km lange Rundwanderung (Markierung grüner Querstrich) nach Lehde an, eines der reizvollsten – und wohl auch schönsten – Spreewalddörfer, das erst seit 1929 auf dem Landweg erreichbar ist. Dort findet man zahlreiche uferverbindende Holzbrücken, dicht an die schmalen Fließe gebaute Blockhäuser und die typischen Spreewaldkähne, auf denen die »Gondolieri« lautlos zahllose Touristen durch die reizvolle Auenlandschaft staken. Dazwischen dehnen sich künstlich erhöhte Horstäcker, auf denen schon seit Jahrhunderten Gurken und Meerrettich angebaut werden. Einkehr im Radlerparadies: In der Radlerscheune im Ortskern von Burg (Ringchaussee 155/Ecke Zweite Kolonie, Tel. 035603/13360; April–Okt. tägl. 9–18 Uhr sowie nach Vereinbarung) findet der Radler eine perfekte Unterkunft und Gaststätte. Hier kann er sich inmitten von Fahrrädern wohl fühlen, die selbst in der Gaststätte nicht fehlen. Jede Art von Service rund um das Fahrrad, von Vermietung über Reparatur bis zum Pannenhilfsdienst, steht zur Verfügung. Kahnfahren in Alt Zauche: Alt Zauche ist ein günstiger Ausgangspunkt zu Touren abseits des Massentourismus. Neben einem Fahrradverleih gibt es auch einen Kahnhafen mit Bootsverleih und organisierten Touren. Besonders beliebt sind Kahnfahrten wie die Hochwaldtour ohne Aufenthalt (3 Std.) oder mit Aufenthalt in Gaststätten wie Wotschofska, Polenzschänke oder dem Waldhotel (4–5 Std.). Kerzen aus Neu Zauche: In Neu Zauche kann man in der Kerzenmanufaktur von Steffen Langer (An der Siedlung 19) beim Kerzendrehen zuschauen. Dabei entstehen so vielfältige Formen wie Pyramiden, Tropfenkerzen, Wachsbäume und bunt bemalte Spreewälderinnen.
Unterkunft
Lübben: Spreewaldhotel Stephanshof+++, Tel. 03546/2721-0, www.spreewaldreisen.de; Hotel-Restaurant Spreeblick, Tel. 03546/2320, www.hotel-restaurant-spreeblick.de. Lübbenau: Hotel Schloss Lübbenau, Tel. 03542/8730, www.schloss-luebbenau.de; Frühstückspension Am Holzgraben, Tel. 03542/2221, www.holzgraben.de
Tourismusbüro
Spreewald-Tourismuszentrale, Lindenstr. 1, 03226/Vetschau/Spreewald, OT Raddusch, Tel. 035433/722 99, tourismus@spreewald.de, www.spreewald.de
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