Luckau – Höllberghof – Waltersdorf – Gehren – Crinitz – Fü

Abwechslungsreiche Rundtour auf asphaltierten Straßen mit wenig Verkehr und festen Sandwegen; vier kurze und geringe Steigungen. (Autor: Tassilo Wengel)
58 km
420 m
5.00 h
Von Luckau nach Gehren: In der sumpfigen Niederung der Berste gelegen, die bei Lübben in die Spree mündet, ist Luckau eine sehenswerte Stadt. Die Kirche St. Nikolai (zwischen 1375 und 1437 errichtet) erhielt im 15. Jh. An- und Umbauten. Nach einem Brand wurde das Innere im reichen Barockstil wieder hergestellt; die sehenswerte Orgel stammt aus den Jahren 1672–74. Von der Stadtmauer aus dem 13. und 14. Jh. sind noch große Teile erhalten, zudem ein Wiekhaus im Garten der Superindentur und der Rote Turm am ehemaligen Calauer Tor. Den Marktplatz schmücken zahlreiche barocke Wohnhäuser aus dem 17. Jh. mit prächtigen Stuckfassaden. In der Nähe des Marktplatzes steht das ehemalige Dominikanerkloster, das später als Gefängnis genutzt wurde. In der früheren Klosterkirche befindet sich heu-te das Niederlausitz-Museum (Mi–Fr 10–12 und 14–17 Uhr, Sa/So 13–16 Uhr) mit Ausstellungen zur Regionalgeschichte sowie zu Flora und Fauna.Vom Bahnhof in Luckau zur B96: Rechts über die Straße An der Schanze zur B102. Von Zöllmersdorf zum Höllberghof. ‘Über Waltersdorf nach Gehren. Am Bahnhof in Luckau halten wir uns rechts und kommen zur Berliner Straße (B96). Dort biegen wir nach links und schwenken kurz danach rechts in die Straße An der Schanze. Über Hoher Weg und Am Grünen Berg treffen wir auf die B102, schwenken nach rechts und radeln auf dieser recht stark befahrenen Straße bis Zöllmersdorf. Es geht am Bach entlang durch die Mitte des Ortes und dann nach links in die Zöllmersdorfer Dorfstraße. Wir überqueren den Bach, kommen am kleinen Freibad vorbei und radeln nun geradewegs auf einer festen Straße zwischen Feldern nach Langengrassau. Dort überqueren wir die Vorfahrtsstraße und radeln geradeaus weiter zwischen Feldern. Nach der Bahnlinie halten wir uns an der Gabelung rechts, unterqueren eine weitere Bahnlinie und biegen bei der T-Kreuzung nach links. Nach einem halben Kilometer treffen wir wieder auf eine T-Kreuzung, schwenken abermals nach links in die feste Sandstraße und kommen zum Höllberghof. Der Höllberghof (tägl. 10–18 Uhr) ist ein reizvolles Ensemble, das aus einem bäuerlichen Dreiseitenhof, einem Bauerngarten und einer Gaststätte besteht. Eine Dauerausstellung unter dem Motto »Naturschutz durch historische Landnutzung« informiert über die Siedlungsgeschichte, die Veränderungen in Natur und Landschaft durch die Landnutzung und greift spezielle Themen wie Flachsanbau, Bauerngarten, Ernährung und mehr auf. Breiten Raum nimmt das Projekt »Höllberghof« selbst ein, wo in einem Video der Aufbau des Geländes verfolgt werden kann. Besondere Höhepunkte sind Veranstaltungen wie das Höllbergfest im Frühjahr und das Erntefest im Herbst, bei denen alte Handwerke wie Spinnen, Filzen und Dreschen vorgestellt sowie Trachten gezeigt werden. Im Backhaus duftet es nach frischem Brot und für das leibliche Wohl sorgt die Höllbergschänke. Ein Teil der hier verarbeiteten Gemüse und die frischen Kräuter stammen aus dem Bauerngarten im Hof, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alte Kulturpflanzen zu erhalten und neu zu entdecken. Unser Weg führt auf der Straße am Höllberghof vorbei weiter zur B87. Dort schwenken wir nach links und biegen nach wenigen Metern nach rechts in einen Feldweg, radeln zwischen Feldern und überqueren Bahngleise. Dann fahren wir nach links, folgen dem Verlauf des Weges nach rechts und biegen beim nächsten Abzweig nach rechts. Auf dieser Strecke fahren wir unter den Bahngleisen durch und kommen nach Waltersdorf. Dort treffen wir auf die Vorfahrtsstraße, schwenken nach rechts und folgen der Vorfahrtsstraße nach Gehren. Von Gehren nach Fürstlich Drehna: Auf der Grünswalder Straße über Grünswalde nach Bornsdorf. Rechts nach Süden bis Weißack. Über die Dorfstraße nach links auf der Straße Pechhütte bis Crinitz. Über Grenzweg nach Fürstlich Drehna. In Gehren biegen wir in der Ortsmitte nach links und folgen der Grünswalder Straße nach rechts. Zwischen Waldstücken und Feldern bewegen wir uns in Richtung Bornsdorf. Wir durchfahren Grünswalde und treffen nach dem Überqueren der B96 auf die Alte Straße in Bornsdorf. Sie führt uns zur Dorfstraße. Dort biegen wir nach links, schwenken gleich nach rechts (ebenfalls Dorfstraße). In Bornsdorf fällt als Erstes ein mittelalterlicher Rundturm als Rest einer früheren Burganlage auf. Sie wurde 1734 von Sigismund von Langen zu einer barocken Schlossanlage umgebaut. Das Schloss wurde 1970 abgebrochen, erhalten blieb der Burgturm, neben der Feldsteinkirche ein Mittelpunkt des Dorfes. Wir setzen unsere Fahrt auf der Dorfstraße fort und radeln nun zwischen Feldern und Wäldern bis nach Weißack, das wir auf der Waldstraße (L561) erreichen. Hier biegen wir nach links und fahren auf dieser Straße durch den Ort. Am Ende des Ortes biegen wir beim letzten Haus nach links und radeln auf der Straße Pechhütte durch den Ort Gahroer Pechhütte und geradeaus weiter. Wir treffen in Crinitz auf die Bergener Straße, unterqueren die Bahnlinie und radeln in den Ort. Am Stoppschild schwenken wir nach links in die Hauptstraße (L56) und biegen am Ende des Ortes links in den Grenzweg. Über alte Gleise fahren wir nun durch Wald. Wir biegen an der T-Kreuzung nach rechts, halten uns bei der folgenden T-Kreuzung wieder rechts und gelangen zum Schlosspark von Fürstlich Drehna. Hier halten wir uns rechts, schwenken dann nach links und stehen vor dem Haupteingang des Schlosses. Das Wasserschloss wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jh. errichtet und ist eine Vierflügelanlage mit zwei Rundtürmen und einem quadratischen Turm. Der dazugehörige Park wurde von Peter Joseph Lenné als Landschaftspark gestaltet und ist mit seinen wertvollen Gehölzen, Brücken und Wasserflächen ein besonderes Juwel. Das Schloss wird heute als 4-Sterne-Hotel genutzt. Gegenüber vom Schlosseingang befindet sich das Gelände der Schlossbrauerei, die seit 1764 regionaltypische Biere herstellt. Zu den Spezialitäten gehört der Odin-Trunk, ein Honigbier mit naturreinem Bienenhonig. Von Fürstlich Drehna nach Luckau: Fürstlich Drehna über Luckauer Straße verlassen. Links am NSG Stiebsdorfer See vorbei über Bergen nach Beesdau. Nach Norden über Görlsdorf nach Luckau. Beim Fürstlich Drehnaer Schloss radeln wir in die Pflasterstraße am Lindenplatz und biegen bei der Alten Luckauer Straße nach links. Auf dieser Straße fahren wir bis zur T-Kreuzung, die wir nach etwa 1 km erreichen. Hier biegen wir nach links und radeln auf einem gut befahrbaren Radweg am Rande des Naturschutzgebietes Stiebsdorfer See, einem rekultivierten Tagebaurevier, vorbei Richtung Beesdau. Abstecher zum Naturparkzentrum Wanninchen Zwei km nach Beesdau bietet sich die Gelegenheit, einen Abstecher zum Heinz-Sielmann-Naturparkzentrum Wanninchen (Tel. 03544/557755, April–Okt. tägl. 10–17 Uhr, Nov.–März werktags 10–15 Uhr) zu unternehmen. Rechts führt eine gekieste Straße dorthin. Das Zentrum informiert über die ökologische Vielfalt, die sich im Zuge der Rekultivierung der Braunkohletagebaue hier gebildet hat. Die Grasfluren bieten Brut-, Nist- und Rastplätze für viele Vögel, die durch Flutung entstandenen Seen sind Rast- und Sammelplätze für Kraniche und nordische Gänse und an den Gewässern leben Ufer- und Flussseeschwalben. Auch Flussregenpfeifer und Wiedehopf fühlen sich hier wohl. Noch viele andere Tiere und seltene Pflanzen haben in diesem Gebiet einen Lebensraum gefunden. Für Kinder und Jugendliche wird das Natur- und Erlebnisprogramm »Tage voller Wunder« angeboten. Außerdem gibt es eine Ausstellung über das Leben und Wirken von Heinz Sielmann. Auf der Straße der Einheit, später Wanninchener Straße, gelangen wir nach Görlsdorf. Wir überqueren die Kreuzung zum Lübbener Weg und biegen nach 100 m links in die Görlsdorfer Lange Straße. Nachdem wir zwei Vorfahrtsstraßen überquert haben, fahren wir geradeaus in den Parkweg. Wir treffen auf die Straße nach Freesdorf und schwenken nach links, folgen der Vorfahrtsstraße durch den Ort und fahren dann geradeaus weiter zwischen Feldern auf der Kranichtour (Kranich-Logo) bzw. dem Niederlausitzer Radweg. Der Freesdorfer Weg führt auf die Calauer Chaussee (L52), wo wir nach links schwenken. An der Kreuzung können wir nach links auf dem Radweg neben der L52 radeln, an der Vorfahrtsstraße halten wir uns links und fahren auf dem Radweg neben der Calauer Straße über eine Kreuzung, folgen der Langen Straße 200 m und biegen dann nach rechts in die Marktstraße. Sie wird zur Karl-Liebknecht-Straße und leitet uns über einen Links-Rechts-Schwenk über die Nordpromenade zur Bahnhofstraße und dem Bahnhof von Luckau.

km 0 Bahnhof Luckau, über B 102 und den Höllberghof bei Langengrassau nach Gehren - km 17 Gehren, über Bornsdorf und Crinitz nach Fürstlich Drehna - km 37 Fürstlich Drehna, über Göresdorf und Freesdorf nach Luckau - km 55 Bahnhof Luckau, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour58 km
Höhenunterschied420 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Luckau.
EndpunktBahnhof Luckau.
TourencharakterWir radeln durch eine spannungsreiche und vielseitige Gegend im Südwesten von Brandenburg. Naturlandschaften wechseln sich ab mit traditionellen Kulturlandschaften und rekultivierten Flächen des Braunkohlentagebaus, in denen inzwischen zahlreiche seltene Wasservögel einen Lebensraum gefunden haben.
Beste Jahreszeit
KartentippKOMPASS Wander- und Radtourenkarte Nr. 748 Spreewald, 1:50000.
MarkierungenZwischen Fürstlich Drehna und Luckau als Niederlausitzer Radweg beschildert, sonst ohne Markierung.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A13 bis zur Ausfahrt Luckau. Mit dem Regionalexpress Berlin–Cottbus bis Lübben und weiter per Bus oder Linientaxi.
GastronomieIn Luckau zahlreiche Möglichkeiten; unterwegs im Höllberghof, in Gehren, Weißack und Fürstlich Drehna.
Tipps
Bademöglichkeit im Schwimmbad in Luckau, Am Anger 20 (an der B102); Freibad in Zöllmersdorf und in Crinitz, Bergener Str. 1.
Unterkunft
Luckau: Café Graf, Hauptstr. 3, Tel. 03544/2471; Pension Schulz, Lindenstr. 25, Tel. 03544/2650. Fürstlich Drehna: Historischer Gasthof & Hotel Zum Hirsch, Crinitzer Str. 2, Tel. 035324/7030, www.fuerstlichdrehna.de
Tourismusbüro
Tourismusverband Niederlausitzer Land, Am Markt 34, 15926 Luckau, Tel. 03544/30 50, mail@niederlausitz.com, www.niederlausitz.de
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