Kirchen-Tour

Radeln in und um München herum - Altstadtkern (Kreuz-, Hacker- und Angerviertel bis Sendlinger-Tor-Platz) – über die Nymphenburgerstraße nach Neuhausen und zum Schloss Nymphenburg – Olympiapark – Schwabing. Meist Radwege verfügbar, teils geht es aber auch durch den Stadtverkehr; teilweise muss wegen Einbahnstraßen oder Fußgängerzone wenige Meter geschoben werden (Autor: Antje Martin, Cornelia Landensperger, C. Dechant)
19 km
167 m
1.00 h
Kirchen im Kreuzviertel Wir beginnen unsere Tour mitten in der Stadt vor dem Literaturhaus, am Salvatorplatz 1, bei der Salvatorkirche. Als Friedhofskirche der Pfarrei zu Unserer Lieben Frau (Frauenkirche) wurde die Kirche 1493 vom Hofmaurermeister Trager erbaut. Nachdem sie nach der Säkularisation als Lagerhalle und dann kurzzeitig als Gotteshaus für die Protestanten genutzt wurde, übergab sie König Ludwig I. (1825–48) 1828 der griechisch-orthodoxen Gemeinde, in deren Obhut sie bis heute ist. Von hier aus folgen wir der Kardinal-Faulhaber-Straße bis zum Promenadeplatz. Hier biegen wir rechts ab, lassen das Hotel Bayerischer Hof rechts liegen und kommen geradeaus in die Pacellistraße, wo wir gleich an der nächsten Kreuzung (Pacellistraße 6) rechts die Dreifaltigkeitskirche sehen. Während des Spanischen Erbfolgekrieges hatte die Bürgerstochter Anna Maria Lindmayr eine göttliche Vision, dass München in Gefahr sei und nur vor dem Strafgericht verschont bleibe, wenn ein Gelübde über den Bau einer Kirche abgelegt würde. Als das bayerische Heer unter Max Emanuel (1679–1726) 1704 bei der Schlacht von Höchstadt eine Niederlage erlitt und in die Hände der Österreicher fiel, war die Stadt tatsächlich von Brand und Plünderung bedroht, und man entschloss sich zum Bau der Kirche. 1711 wurde der Grundstein gelegt. Der Entwurf stammte von Antonio Viscardi, nach dessen Tod wurde die Kirche von Enrico Zuccalli vollendet. Letzteren haben wir auch die Theatinerkirche (s. Maxvorstadt-Tour, S. 17) zu verdanken. Das Deckenfresko von 1715 mit der Darstellung der Dreifaltigkeit ist eines der Werke Cosmas Damian Asams. Wir fahren die Pacellistraße wieder ein Stück zurück bis zur Karmeliterstraße, in die wir rechts einbiegen und der wir bis zur Fußgängerzone (Neuhauserstraße) folgen. Bevor wir die Fußgängerzone ereichen, passieren wir rechts ein altes Gemäuer, die Michaelskirche. Dieses imposante Bauwerk wurde 1583 unter Herzog Wilhelm V. (1579–97) von Friedrich Sustris erbaut. Es gilt heute als größte Renaissancekirche jenseits der Alpen und wurde damals als geistiges Zentrum der katholischen Gegenreformation und als Sitz der Jesuiten in München errichtet. Das Tonnengewölbe im Inneren ist nach dem der Peterskirche in Rom das zweitgrößte der Welt. Gleich links daneben sehen wir einen Kirchenbau, der mit seinen Reklameschildern an alles andere als an eine Kirche erinnert. Die ehemalige Augustinerkirche St. Johann Evangelist und St. Johann Baptist war die erste Münchner Kirche der Augustiner, die im Jahre 1290 unter Herzog Ludwig dem Strengen (1253–94) in die Stadt kamen. 1803 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst und das Gebäude profaniert. 1945 wieder aufgebaut und restauriert, sind darin heute das Jagdmuseum, kleine Läden sowie Gastronomie untergebracht. Vom Hacker- bis zum Angerviertel Wir überqueren die Neuhauserstraße in Richtung Karlstor und schieben das Fahrrad bis zum Schuhgeschäft Thomas, wo wir die Fußgängerzone wieder durch die Eisenmannstraße verlassen. An der nächsten Kreuzung stehen wir vor der Damenstiftskirche St. Anna auf der linken Straßenseite. Sie wurde 1732 anstelle einer spätgotischen Kapelle von J.B. Gunetzrhainer entworfen. Das ehemalige Klostergebäude, rechts neben der Kirche, wird seit dem Krieg als Mädchenschule genutzt. Nachdem es 1944 völlig zerstört worden war, wurde die Fassade rekonstruiert und zu einem modernen Schulhaus ausgebaut. An der Kreuzung radeln wir nach links ins Altheimer Eck, dem wir folgen, bis es in die Fürstenfeldstraße und dann in das Rosental übergeht. Wir fahren geradeaus bis zur nächsten großen Kreuzung, wo wir rechts in den Oberanger und in einen Radweg einbiegen. Draußen vor der Stadt Wir folgen dem Oberanger, halten uns rechts und bleiben auf dem Radweg bis zum Sendlinger-Tor-Platz. Hier sehen wir vor uns auf der anderen Straßenseite die Matthäuskirche, einen roten Backsteinbau. 1953–55 als evangelische Bischofskirche nach Plänen des Architekten Gustav Gsaenger errichtet, ersetzt die Kirche einen klassizistischen Vorgängerbau, damals erste protestantische Kirche in München, die nur außerhalb der Stadtmauern und nur wegen der ersten protestantischen Königin von Bayern, Karoline von Baden, toleriert wurde. Das Gebäude wurde im Jahre 1938 abgerissen, weil es angeblich der bevorstehenden städtebaulichen Neugestaltung der »Hauptstadt der Bewegung« unter den Nationalsozialisten im Wege stand. An der Kreuzung am Sendlinger-Tor-Platz fahren wir rechts in die Sonnenstraße über den Karlsplatz/Stachus (s. Maxvorstadt-Tour, S. 18), vorbei am Wittelsbacher Brunnen zum Lenbach- und schließlich bis zum Maximiliansplatz. Hier biegen wir an der Prannerstraße links ab, fahren ein paar Meter durch die Grünanlage und kommen direkt in die Max-Joseph-Straße. Dieser folgen wir bis zum Karolinenplatz, umrunden diesen fast vollständig und biegen rechts in die Barer Straße Richtung Karlsplatz ein (ab Max-Joseph-Straße die vierte Ausfahrt). An der Karlstraße radeln wir rechts, bis wir zu unserer Rechten die Kirche St. Bonifaz sehen. Die Benediktiner- und Pfarrkirche für die Maxvorstadt wurde 1834–47 unter König Ludwig I. (1825–48) nach Plänen von Georg Friedrich Ziebland im byzantinischen Stil erbaut. Im östlichen Seitenschiff (Haupteingang rechts) befinden sich die Grablegen von Ludwig I. und seiner Gemahlin Therese Charlotte Luise von Sachsen-Hildburghausen. Alt und Jung – Gegensätze in Neuhausen Wir folgen weiter der Karlstraße bis zur nächsten Kreuzung, biegen hier rechts in die Luisenstraße und fahren bis zur nächsten Ampel, die wir überqueren, bis wir auf einer Straßeninsel sind (wir befinden uns an den Propylyäen, einem antik wirkenden Tor, das den Königsplatz in westliche Richtung abschließt, s. Maxvorstadt-Tour, S. 21). Hier überqueren wir die Brienner- und die Luisenstraße, lassen das Lenbachhaus (s. Maxvorstadt-Tour, S. 20) rechter Hand liegen und folgen nun dem Radweg der Briennerstraße, die am Stiglmaierplatz in die Nymphenburgerstraße übergeht. Diese führt uns stadtauswärts, über die Landshuter Allee und am Rotkreuzplatz vorbei nach Neuhausen. Wir biegen links in die Volkart- und gleich an der nächsten Kreuzung rechts in die Winthirstraße ab. Auf der rechten Seite, mit einer Mauer umgeben, ist die Winthirkirche. Hier findet sich der alte Ortskern der Gemeinde Neuhausen, die in der Mitte des 12. Jh. gegründet und 1890 nach München eingemeindet wurde. Die kleine Dorfkirche ist dem »Seligen Winthir von Neuhausen« gestiftet. Wenig ist aus Volkserzählungen von ihm überliefert. Der Maultiertreiber in Neuhausen soll sich zur Zeit der Verbreitung des Christentums als Verkünder des Evangeliums verdient gemacht haben. Die Kirche ist von einem kleinen Friedhof umgeben, auf dem Oskar von Miller, der Gründer des Deutschen Museums (s. Highlights-Tour, S. 12), begraben liegt. Wir fahren die Winthirstraße ein Stück weiter und biegen dann rechts in die Lachnerstraße und sehen vor uns auf der linken Seite einen spektakulären Kirchenneubau der Architekten Allmann, Sattler, Wappner mit frei stehendem Glockenturm, der im Jahre 2000 geweiht wurde - die heutige Herz-Jesu-Kirche. An der Kreuzung biegen wir links in die Amort- und dann rechts in die Romanstraße. Dieser folgen wir nur für wenige Meter, fahren links in die Nymphenburgerstraße, die bald in die Südliche Auffahrtsallee einmündet. Auf ihr radeln wir nun bis zum Nymphenburger Schloss (s. NaTour, S. 56). Schlosskirche und Einsiedelei Wir fahren bis zum Mittelpavillon des Hauptschlosses, an der Freitreppe zu erkennen, und noch vor dem Eingang in den Park rechts finden wir im zweiten Pavillon die Schlosskirche St. Magdalena. Dieser Kirchenbau von Enrico Zuccalli aus der ersten Hälfte des 18. Jh. ersetzte eine hölzerne Kapelle aus dem 14. Jh., die auf alten Stichen noch zu sehen ist. Die Kirche wurde in den Wohnbereich der Herrscherfamilie integriert und diente als repräsentative Hofkirche, später auch als Pfarrkirche von Nymphenburg/Kemnaten. Wir könnten hier auch einen Abstecher zur Magdalenenklause machen, die etwa fünf Minuten zu Fuß entfernt im Parkinneren liegt. Dazu stellen wir die Fahrräder am rechten Durchgang in den Park ab und folgen der rechten Straße entlang an Bänken und Blumenrabatten vorbei bis über den Kanal. Direkt danach biegen wir rechts ab und folgen den Schildern. Auf dem Rückweg zu den Rädern bietet sich das Schlosscafé im Palmenhaus für eine Rast an. Wir verlassen die Schlossanlage, indem wir uns links halten und den Weg vorbei an den parkenden Autos Richtung Kanal suchen. Hier kommen wir auf die Nördliche Auffahrtsallee, auf der wir auf dem Radweg bis zur Menzingerstraße radeln. In diese biegen wir links ein, fahren wieder auf dem Radweg bis zur Kuglmüllerstraße, die rechts nach der Kanalbrücke abzweigt und uns über 3,5 Kilometer in den Olympiapark führt. Ab hier können wir der öffentlichen Beschilderung zum Olympiapark folgen, es geht an einem Seitenarm des Schlosskanals entlang, durch parkähnliche Straßen und Radwege, bis wir links das Olympia-Radstadion und gleich darauf das Olympiastadion erblicken. Versteckt im Olympiagelände Wir bleiben auf dem Willi-Gebhardt-Ufer bis zu der Kreuzung, an der rechts eine Schranke zu queren ist. Hier biegen wir rechts ab und blicken auf ein großes freies Gelände, in dessen Mitte ein kleiner Wald angelegt ist. Im Sommer findet hier immer das Tollwood-Festival statt, das die Entdeckung unserer nächsten Kirche, der Ost-West-Friedenskirche von Väterchen Timofej, erschweren könnte, aber Schilder helfen uns weiter. Wir radeln den Weg wieder zurück und dann in Richtung Olympiaberg. Links davon sehen wir eine Brücke und folgen dem Weg rechts, der etwas den Berg ansteigt. Oben angekommen, fahren wir wieder rechts aus dem Olympiagelände heraus, bis wir zur Kreuzung an der Schwere-Reiter-Straße kommen. Schilder Richtung Marienplatz helfen uns bei der Orientierung. Schwabing – eine große Gemeinde mit vielen Kirchen Wir überqueren die Kreuzung und kommen in die Infanteriestraße. Auf Höhe der Barbarastraße, die linker Hand abzweigt, biegen wir rechts in einen kleinen Weg und stehen vor der Barbarakirche, die wir an dem verträumten Bauerngarten, dem niedrigen Glockenturm sowie an den Wandbildern der heiligen Barbara und des heiligen Joseph erkennen. In den Jahren 1946–79 war hier die polnische Gemeinde untergebracht, die heute in der Josephskirche in Schwabing, unserem nächsten Ziel, anzutreffen ist. Wieder auf der Infanteriestraße, fahren wir diese nach rechts, queren die Loth- und kommen in die Görrestraße, in der wir uns bis zur Schleißheimerstraße in den Autoverkehr eingliedern müssen. Ab da gibt es wieder einen Radweg und wir fahren bis zur Augustenstraße, wo wir links zum Josephsplatz kommen und direkt vor der großen Josephskirche stehen. Die Kirche wurde als Klosterkirche der Kapuziner in den Jahren 1898–1902 nach Plänen von Hans Schurr erbaut und war teilweise Pfarr-, später Militär- und Garnisonskirche. Damals sollte die Kirche ein städtebaulicher Schwerpunkt im gerade entstehenden Neubauviertel sein und mit ihrem 63 Meter hohen Turm eine Fernwirkung erzielen. Der Bau des Gotteshauses ist von der Formensprache der Michaelskirche in der Neuhauserstraße inspiriert, was besonders an dem imposanten Tonnengewölbe im Inneren der Kirche zu erkennen ist. Wie erwähnt, ist hier die polnische katholische Mission in München untergebracht. Als »Schwarzes Brett« dienen u.a. die Laternen vor der Kirche, die mit vielen kleinen Anzeigen und Zetteln beklebt sind. Wir verlassen den Josephsplatz in Richtung Augustenstraße, biegen aber gleich in die Josephstraße, queren die Teng- und kommen geradeaus in die Adalbertstraße (eine Sackgasse, aber für Radfahrer frei passierbar), bis links die Isabellastraße abgeht. Wir lassen den Alten Nördlichen Friedhof rechts liegen – eine kleine und verträumte Oase hinter der Mauer, die besonders Ruhesuchende und Jogger aus dem Viertel anzieht – folgen der Isabellastraße, passieren drei Kreuzungen, bis wir schließlich auf die Elisabethstraße stoßen. Hier können wir über eine Kreuzung hinweg weiter auf dem Fahrradweg bis zur Römerstraße fahren, in die wir links einbiegen (sie ist auch mit einem Radweg ausgestattet). Wir queren wieder einige Straßen, u.a. die Hohenzollernstraße, und radeln danach rechts in die Kaiserstraße bis zum Kaiserplatz, auf dem wir die letzte Kirche unserer Tour erblicken: St. Ursula. Für das rasch wachsende Dorf Schwabing (die Gemeinde wurde 1887 zur Stadt erhoben und 1890 nach München eingemeindet) wurden auch mehr und größere Kirchen notwendig. Der Auftrag für den Neubau von St. Ursula ging 1880 an August von Thiersch (den Bruder Friedrichs, dem wir Gebäude wie die Justizbauten am Karlsplatz zu verdanken haben, s. Maxvorstadt-Tour, S. 19). Der renommierte Architekt nahm hier keine mittelalterliche Architektur zum Vorbild, sondern berief sich nochmals auf die Renaissance und schuf ein besonderes Beispiel des florentinischen Quattrocento in München. Durch ihren hohen Turm ist die Kirche weit durch die ganze Friedrichstraße zu sehen. Hier endet unsere Tour, die wir im Kaisergarten, gleich rechts neben der Kirche, bei einer herzhaften Brotzeit ausklingen lassen können.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied167 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSalvatorplatz; vom Odeonsplatz (U3/U6 und U4/U5) über die Briennerstraße und vor dem Luitpoldblock links über den Amiraplatz
EndpunktKaiserplatz; von hier links die Kaiser- bis zur Leopoldstraße und links bis zur Münchner Freiheit (U3/U6)
TourencharakterMünchen ist mit großen und kleinen Kirchen und Kapellen reich bestückt. Die meisten kennen die Theatiner-, die Asam- oder die Frauenkirche, die auch von den Touristen regelmäßig besucht werden. Daneben gibt es so viele andere Kirchen, Pfarr-, Schloss- und Dorfkapellen, dass wir gar nicht alle aufzählen können. Eine kleine Auswahl von ihnen möchten wir hier gern vorstellen.
Beste Jahreszeit
Informationen
Das neue Jüdische Zentrum Etwa 200 Meter links vom Oberanger entsteht am Jakobsplatz das neue Jüdische Zentrum mit Hauptsynagoge und Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Es ist Teil des neuen architektonischen Ensembles am Jakobsplatz unter der Leitung der Saarbrücker Architekten Wandel Hoefer Lorch. Die Eröffnung ist für März 2007 geplant. Die Herz-Jesu-Kirche Der modern gestaltete Kirchenbau ersetzt eine Holzkirche, die im November 1994 einem Brand zum Opfer viel. Der Kirchenbau beeindruckt besonders durch seinen erhabenen und lichtdurchfluteten Innenraum und das aus blauen, mehrschichtigen Glastäfelchen gestaltete Portal. Die keilschriftartige, aus Nägeln bestehende Textur des Künstlers Alexander Beleschenko erzählt die Passion Christi. Die Magdalenenklause Die Klause liegt verträumt im Wald und erinnert an eine vergessene, weltfremde Ruine. Unter Kurfürst Max Emanuel (1679–1726) 1725 von dem Baumeister Joseph Effner errichtet, war die Eremitage bereits zu damaliger Zeit als künstliche Ruine angelegt worden. Wir treffen hier auf ein frühes Beispiel so genannter Ruinen-Architektur unter Verwendung gotischer, romanischer und maurischer Elemente, die als Metaphern der Vergänglichkeit galten und die später für den sentimentalen Landschaftsgarten charakteristisch wurden. Väterchen Timofej Väterchen Timofej und seine Lebensgefährtin Natascha kamen nach einer langen Odyssee im Jahre 1952 aus Russland über Österreich nach München und ließen sich am damaligen Oberwiesenfeld (s. NaTour, S. 55) zwischen den Trümmern des Krieges nieder, wo sie aus Ruinenschutt und Fundstücken eine kleine orthodoxe Kreuzkuppelkirche im vereinfachten Stil bauten. Dort lebten sie im stillen Einverständnis mit den städtischen Behörden. Anfang der 1970er-Jahre wurde aufgrund des nachhaltigen Protests Münchner Bürger das Olympiagelände etwas weiter nördlich gelegt, sodass die beiden ihre neue Heimat nicht wieder verlassen mussten. Die kleine Kirche wurde anschließend Ost-West-Friedenskirche genannt und gilt bis heute als ganz besondere Sehenswürdigkeit. Väterchen Timofej starb 2004 im selbst genannten Alter von 102 Jahren!

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Silvia Hilmer, Christian Dechant

München mit dem Rad entdecken

Per »Pedales« München entdecken: ein Radführer mit spannenden Themenrouten kreuz und quer durch die Stadt – Sightseeing mittendrin, statt nur dabei.

Jetzt bestellen
Tags: 
Mehr zum Thema