Im unteren Pegnitztal

Flussradwege nach Hersbruck Einfache Radwanderung ohne Anstiege entlang der Pegnitz. An engen Talstellen weicht der Radweg teilweise auf die Staatsstraße aus. In Abschnitten verläuft die Route auf gut befahrbaren Kieswegen. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
Flussabwärts über Hohenstadt nach Hersbruck: Eine kleine Asphaltstraße führt uns von Artelshofen nach Vorra, der so genannten »grünen Lunge« in der Hersbrucker Alb. Im Ort überqueren wir abermals den Fluss, radeln an der Schlossmauer entlang und biegen an der Goldenen Krone rechts in den Radweg ab. Im Abschnitt bis Düsselbach sind viele Kanufahrer unterwegs und genießen die lebendige Flussfahrt. Kurze Schwallstrecken erfordern eine exakte Bootsführung. Der Fluss ist zwar nun weniger kurvenreich als zuvor, weist aber eine leicht erhöhte Fließgeschwindigkeit auf. In Affalter fahren wir nicht in den Ort, sondern biegen vor der Pegnitz links in Richtung Eschenbach ab. Die Bahnlinie überqueren wir auf einer Brücke, bevor der Feldweg in den Ort führt. Im Ortskern geht es über die Straße und die Pegnitz weiter südwärts – zwischen Fluss und Bahngleis – nach Hohenstadt. Nach Passieren des Bahnhofs gelangen wir auf einem Feldweg zur Pegnitzbrücke und links auf der Happurger Straße durch das Gewerbegebiet zum 5-Flüsse-Radweg.Der 5-Flüsse-Radweg führt nun in westlicher Richtung an einem Baggersee vorbei nach Hersbruck. Vor der Stadt überqueren wir ein letztes Mal die Pegnitz und erreichen durch das Wassertor auf der Martin-Luther-Straße das Rathaus. Vom Oberen Markt fahren wir schließlich durch das Nürnberger Tor zur Grabenstraße und rechts zum Bahnhof.

Dauer:2,75 Bahnhof Neuhaus – Velden 0,5 Std. – Vorra 1 Std. – Hohenstadt 0,75 Std. – Hersbruck 0,50 Std.
 

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour29 km
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNeustadt a. d. Pegnitz Bahnhof.
EndpunktHersbruck Bahnhof.
TourencharakterZwischen Neuhaus und Vorra windet sich die Pegnitz malerisch durch unberührte Natur sowie an schmucken Fachwerkhäusern und Kletterfelsen vorbei. Dann öffnet sich das Tal und eine weite Wiesenlandschaft breitet sich zwischen den Hügeln der Hersbrucker Alb aus. Während sich die Kajakfahrer voller Begeisterung in die flotte Strömung stürzen und vor Schwällen, umgestürzten Bäumen und einigen Wehren auf der Hut sein müssen, genießt der Radfahrer einfach die Ruhe. Wir starten in Markt Neuhaus. Nur wenige Meter vom Neuhauser Bahnhof entfernt stoßen wir auf die Pegnitz-Radroute – unser Beginn der Tour in Richtung Süden. Zuvor lohnt jedoch ein Abstecher zur beeindruckenden Burg Veldenstein, die wir über den Oberen Markt und die Burgstraße erreichen. Von der Burg genießt man einen herrlichen Blick auf den Ort und das umliegende Tal. Auf dem Weg nach Velden verengt sich das Pegnitztal zunehmend, sodass der Radweg teilweise auf die Staatsstraße ausweichen muss. Auch die parallel verlaufende Bahnlinie beansprucht Platz; sie führt über zahlreiche Brücken und verschwindet immer wieder in Felstunnel. In Velden reichen die Gärten bis an das Pegnitzufer heran. Blesshühner, Schwäne und Möwen fühlen sich hier zu Hause. Nachdem wir den hübschen Fachwerkort durchquert haben, stoßen wir gegenüber der Kläranlage auf die Pegnitz. Hinter Lungsdorf taucht zwischen den Baumspitzen der bekannte Rothenfels auf, doch auch andere Dolomitfelsen prägen in diesem reizvollen Abschnitt die Landschaft. In Rupprechtstegen zweigt westlich das Ankatal ab; hier überquert der Radweg die Pegnitz und führt über Wiesen an der Harnbachmühle vorbei zum Weiler Enzendorf und über die Pegnitzbrücke nach Artelshofen.
Hinweise
Dauer: 2,75 Bahnhof Neuhaus – Velden 0,5 Std. – Vorra 1 Std. – Hohenstadt 0,75 Std. – Hersbruck 0,50 Std.
KartentippADFC-Radtourenkarte Oberfranken/Vogtland, 1:150000.
MarkierungenPegnitz-Radweg zwischen Neuhaus und Hohenstadt, 5-Flüsse-Radweg zwischen Hohenstadt und Hersbruck.
VerkehrsanbindungVon Nürnberg und Bayreuth mit dem Regionalzug. Alternativ mit dem Auto über die A 9 Ausfahrt Plech in das Pegnitztal oder direkt von Nürnberg auf der B 14 über Hersbruck nach Velden.
GastronomieGasthöfe und Cafés in Velden, Artelshofen, Vorra, Hohenstadt und Hersbruck.
Tipps
Eine Burg mit Vergangenheit: Bis heute ist nicht geklärt, wann und von wem die Burg Veldenstein erbaut wurde. Möglicherweise ließ der Bischof von Eichstädt um 1008 Grenzbefestigungen an der Nordgrenze seines Bistums errichten, die Festung könnte aber auch erst rund 200 Jahre später unter Kaiser Friedrich II. entstanden sein. Im Lauf der Jahrhunderte wechselten sich Bischöfe, Grafen und Privatleute mit dem Besitztum ab, bis 1939 der engste Vertraute Hitlers, Hermann Göring, die Burg als bombensicheren Bunker nutzte. Nachdem die Amerikaner die Festung 1945 stürmten, fanden sie an Stelle des vermuteten Goldes nur Tischleuchter sowie Wein, Sekt und Cognac. Seit 1974 ist die Anlage öffentlich zugänglich, das einstige Herrenhaus wurde zum Hotel-Restaurant umgebaut. Geöffnet 9–18 Uhr, Mo. nach Vereinbarung unter Tel. 09156/880.
Tourismusbüro
Touristinformation Hersbruck, Unterer Markt 1, 91217 Hersbruck, Tel. 09151/735150, Fax 7359150, touristinfo@hersbruck.de, www.hersbruck.de
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