Im Rems- und Neckartal nach Bad Cannstatt

Bequeme Streckentour mit nur einem Anstieg aus dem Remstal nach Hegnach; entlang der Rems talabwärts, im Neckartal unmerklich aufwärts; asphaltierte Rad- und Wirtschaftswege, im Remstal mehrere Abschnitte auf ruhigen Straßen. (Autor: Ute und Peter Freier)
40 km
100 m
4.00 h

Von Schorndorf nach Waiblingen

Die gesamte Altstadt von Schorndorf steht unter Denkmalschutz, und der von Fachwerkhäusern eingerahmte Marktplatz gilt als einer der schönsten in Baden-Württemberg. Nahebei steht die spätgotische Stadtkirche, am entgegengesetzten Rand der Altstadt eine ehemalige Wasserburg, heute Finanzamt und Gericht. Bedeutung erlangte Schorndorf etwa seit dem Jahr 1300, als die württembergischen Grafen den Ort zu einer Festung ausbauten.

Nach Verlassen des Bahnhofs Schorndorf wenden wir uns nach rechts, talabwärts, und folgen der Radmarkierung über Winterbach nach Geradstetten, wo die ersten Weinberge zu sehen sind. Weiter talabwärts passieren wir Grunbach, fahren durch Großheppach und erreichen auf der früheren Talstraße Beinstein. Wenig später wechseln wir auf das andere Remsufer hinüber, wo auf dem Uferdamm ein schattiger Fuß- und Radweg verläuft; linker Hand das Waiblinger Freibad. Noch vor der Stadt Waiblingen wenden wir uns kurz nach einer Straßenunterführung über den Fluss, halten uns in einer Grünanlage links und gelangen über einen Rems-Nebenarm nach rechts zum Beinsteiner Tor.

Remseck, Max-Eyth-See und Bad Cannstatt

Vom Beinsteiner Tor in Waiblingen radeln wir an der Altstadt entlang, folgen mehreren tief eingeschnittenen Flussschleifen und steigen bei der Hegnachmühle nach links an nach Hegnach, denn durch das enge, felsige Tal führt nur ein Fußweg. Auf der Straße Hegnach–Remseck am Neckar und auf einem rechts abzweigenden Weg erreichen wir wieder die Talsohle und über einen Rems-Steg die Gemeinde Remseck am Neckar.

Wir überqueren die Rems und gelangen auf dem Neckartal-Radweg an den Neckar, passieren die Neckarschleuse von Aldingen und folgen einem schattigen Fahrweg bequem nach Hofen und zum Max-Eyth-See.Kurz nach einer Ausbuchtung des Sees überqueren wir auf dem Max-Eyth-Steg den Neckar, folgen nach links der Uferstraße und an der nächsten Neckarbrücke einem links abzweigenden Fuß- und Radweg entlang des Flusses.

Nachdem wir nach etwa zwei Kilometern eine Straßenbrücke und eine Bahnbrücke unterquert haben, folgen wir dem Mühlsteg über den Neckar zum Bad Cannstatter Ufer, passieren auf dem Uferradweg die Altstadt von Bad Cannstatt, anschließend den weitläufigen Cannstatter Wasen und kehren nach links über den Cannstatter Wasen zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Bademöglichkeiten: Freibäder in Weiler bei Winterbach, Geradstetten und Waiblingen; Mineralheilbad Bad Cannstatt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour40 km
Höhenunterschied100 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchorndorf.
EndpunktBad Cannstatt.
TourencharakterIm breiten Remstal verläuft der Remstal-Radweg immer wieder auch auf ruhigen Straßen, während der Neckartal-Radweg so gut wie autofrei ist. Für die historischen Altstädte von Schorndorf und Waiblingen sollte man sich etwas Zeit nehmen, und auch am Max-Eyth-See, in dem man allerdings nicht baden kann, bietet sich eine Pause an.
Beste Jahreszeit
KartentippRadwanderkarte des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg, Blatt 55 (Stuttgart und Umgebung), 1 - 100000.
MarkierungenRemstal-Radwanderweg, Radweg Schwäbische Weinstraße, Neckartal-Radweg.
VerkehrsanbindungPkw: A81 Dreieck Leonberg–Würzburg, Ausfahrt 17 (Stuttgart, Zuffenhausen); B10 in Richtung Stuttgart ca. 10 km weit an den Neckar, geradeaus über Rosensteinbrücke und sofort rechts abbiegen in die Schöne Straße; nach 2 km großer Parkplatz am Cannstatter Wasen. Mit dem Fahrrad vom Parkplatz entlang der Straße 1 km zurück und rechts abbiegen in die Kegelenstraße zur S-Bahn-Station Bad Cannstatt; per S-Bahn-Linie2 nach Schorndorf.
Bahn: Bad Cannstatt ist Station an den Linien Stuttgart–Ulm und Stuttgart–Tübingen sowie den S-Bahn-Linien 1, 2 und 3.
GastronomieIn allen Orten; in Waiblingen u.a. Biergarten auf der Schwaneninsel; am Max-Eyth-See zwei Gaststätten und ein Kiosk.
Tipps
Bad Cannstatt: Keimzelle der Stadt war ein römisches Kastell an einer Neckarbrücke, über die eine wichtige Straße das Legionslager Mainz mit Augsburg verband. Diese Lage begünstigte in späteren Jahrhunderten die Entwicklung einer alamannischen Siedlung zu einer befestigten Stadt, die im 19. Jahrhundert aufgrund einer Mineralquelle zu einem europaweit bekannten Kur- und Badeort aufstieg; im Kurpark mit einem modernen Mineralbad steht noch heute der 1837 eröffnete Große Kursaal.
Waiblingen: Die Altstadt von Waiblingen mit Resten der Stadtmauer, Fachwerkhäusern, dem Marktplatz mit Altem Rathaus, der Nikolauskirche aus dem 13. Jahrhundert und der spätgotischen Michaelskirche hat eine stolze Vergangenheit: Im Mittelalter war die »Stauferstadt« Waiblingen die bedeutendste Stadt im Remstal, wurde unter den württembergischen Grafen im 14. und 15. Jahrhundert neben Stuttgart zur wichtigsten Stadt Altwürttembergs und das bei einem späteren Stadtbrand zerstörte Schloss zum bevorzugten Wohnsitz der Grafen. Für historisch Interessierte: Das Stadtmuseum in der Weingärtner Vorstadt 20 ist außer Mo täglich von 11–17 Uhr geöffnet.
Tourismusbüro
Stadtinfo: Marktplatz 1, 73614 Schorndorf, Tel. 07181/602140, www.schorndorf.de

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Peter Freier

Das perfekte Rad-Wochenende in Baden-Württemberg

Ab in die Natur! Dieser neue Radführer stellt 30 einfache und spannende Touren für die ganze Familie vor.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema