Im Leitzachtal nach Bayrischzell

Straßen und Wege meist verkehrsarm bis -frei. In Bayrischzell und Elbach lebt der Verkehr etwas auf. (Autor: Armin Scheider)
37 km
200 m
4.00 h
Abschnitt Hammer–Bayerischzell. Vom Bahnhof aus fahren wir zum Leitzachsteg 100 Meter nördlich, überqueren ihn und gehen auf Ostkurs. Bald tritt das Asphaltsträßchen aus dem Wald und gibt den Blick frei auf eine reizvolle Tallandschaft mit imposanter Bergkulisse. Wir kommen am Café Krugalm vorbei, bleiben entlang der Gleisanlage und biegen nach knapp drei Kilometern rechts ab, um über die B 307 nach Geitau zu gelangen. Hier geht es mit Kurs Bayrischzell und Wendelsteinblick zunächst durch einen Park, dann ab der Leitzachbrücke Osterhofen rechts ab ca. zwei Kilometer durch ein Waldstück, bis wir an eine Brücke kommen. Gleich danach nutzen wir den Schotterweg entlang der Leitzach und überqueren wenig später noch eine Brücke. An einer Tennisanlage vorbei kommen wir so direkt nach Bayrischzell.Abschnitt Bayrischzell–Fischbachau. Auf der Schlierseer Straße verlassen wir Bayrischzell wieder, biegen später am Brunnererweg links ab und erreichen – über die B 307 hinweg – wieder das Leitzachufer. Jetzt geht es aber nicht mehr durch das Waldstück wie bei der Anfahrt, sondern direkt an der Leitzach entlang. Ein Abschnitt von großem landschaftlichem Reiz und schönen Ausblicken auf die Berge. An der Osterhofener Brücke biegen wir diesmal rechts ab, queren die B 307 und fahren schräg gegenüber das erste Sträßchen hoch. Durch einen Ortsteil von Osterhofen erreicht man Dorf, so heißt der Weiler, wo man aufpassen muss, um die richtige Fortsetzung zu finden. Wir bleiben jedenfalls an der Nordseite des Gleises auf einem Feldweg (K 5), stoßen so nach knapp eineinhalb Kilometern auf eine Asphaltstraße und biegen rechts nach Birkenstein ab. Vor uns liegen rund 1300 Meter Steigungen. Ein mit W 5 markierter Waldweg bringt uns nach oben, wo es dann bis Birkenstein (sehenswerte Kirche) und weiter nach Fischbachau (ebenfalls mit sehenswerter Kirche) stets abwärts geht. Ab Osterhofen bis Birkenstein insgesamt also keine besonders komfortable Etappe, aber eine, die dieser Tour etwas Würze gibt.Abschnitt Fischbachau–Wörnsmühl. An der Durchgangsstraße in Fischbachau radeln wir gegenüber zum Freibad und weiter durch anmutige Voralpenlandschaft zum Zwischenziel Elbach (Kirche!). Man verlässt das Dorf nach Norden, biegt wenig später rechts ab und gelangt über Greisbach mit Aussicht nach Westen zur Straße nach Bad Feilnbach. Direkt gegenüber entfernt sich ein stilles Asphaltsträßchen, das wiederum landschaftlich brillieren kann: grünüberzogene Parkgegend, alter Baumbestand, reizvolle Ausblicke, schmucke Höfe. Über Effenstätt erreichen wir Sonnenreuth, biegen dort links ab und lassen das Rad bei herrlichem Alpenblick nach Wörnsmühl hinunterrollen.Abschnitt Wörnsmühl–Hammer. Links vom Gasthaus Nägele führt auf 700 Metern eine Schotterstraße im Wald nach oben und bringt uns auf eine Hochebene, die vor allem nach dem Weiler Schreiern wunderbare Landschaftsbilder und Bergblicke bietet. Wir stoßen auf ein Quersträßchen, wenden uns dort nach rechts und landen nach einer kurzen steilen Abfahrt im Weiler Achau. Nach Überquerung der Leitzach geht es wieder nach oben, anschließend für längere Zeit durch Wald, hinter dem sich das Blickfeld wieder öffnet und eine barocke Landschaft mit Bergkulisse freigibt. Um Faistenau beginnt eine genussvolle Abfahrt, die bis zur Leitzachbrücke nahe Fischbachau dauert. Wir bleiben diesseits und erreichen den Bahnhof Hammer nach rund zwei Kilometern.

Länge:

Gesamtlänge ca. 4,7 km, davon die Hälfte stärker ansteigend. Hauptanstiege hinter Wörnsmühl (800 m) und vor Birkenstein (1300 m). Höhenunterschied: ca. 200 Hm.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour37 km
Höhenunterschied200 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Fischbachau
TourencharakterGenussradeln am Fuße des Wendelsteins. Zwar stellen sich fast fünf Kilometer Steigungen in den Weg, aber dafür umfängt uns Traumlandschaft: Leitzachauen, parkähnliches Wiesenland mit altem Baumbestand und die eindrucksvolle Bergkulisse mit dem Wendelstein als Hauptgipfel. Auch Kunstliebhaber brauchen nicht zu darben.
Hinweise
Freibäder: Bayrischzell, Fischbachau, Wörnsmühl
VerkehrsanbindungAutoanfahrt von München A 8 bis Weyarn, dann Staatsstraße 2073 bis Miesbach und auf Staaatsstraße 2010/2077 bis Aurach. Ca. 60 km, Fahrzeit ca. 1 Std. Bahnverbindung Mehrmals täglich München–Fischbachau (direkt) und zurück. Fahrzeit ca. 1:10 Std. Fahrradmitnahme möglich.
GastronomieHammer Café Krugalm Garten, Do. und Fr. Ruhetage, Geitau Rote Wand Terrasse, Di. Ruhetag, Bayrischzell Zur Post Terrasse, kein Ruhetag Elbach Sonnenkaiser Terrasse, Di. Ruhetag Greisbach Kirchstiegl Mo. Ruhetag, Einkehr ins Silbercafé Wer in Bayrischzell gepflegt Kaffee trinken möchte, für den ist das Museum Silbercafé am westlichen Ortseingang genau das Richtige. Der Gastraum ist liebevoll mit Silberwaren, Puppen, Trödel und Raritäten dekoriert und auch auf den Tischen ist das Geschirr zum Teil aus Silber. In einem Extraraum kann man alte Puppen bewundern. Das Café hat täglich außer Dienstag von 13 bis 18 Uhr offen. Im Sommer steht auch eine Sonnenterrasse zur Verfügung.
Tourismusbüro
Bayrischzell: Tel. 0 80 23/648 www.bayrischzell.de; Fischbachau: Tel. 0 80 28/876 www.fischbachau.de

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