Im Hopfenland bei Pfaffenhofen

Auf halbem Weg zwischen München und Ingolstadt liegt das Hügelland der Holledau. Dem einst bitterarmen Bauernland hat der Hopfenanbau zu einigem Wohlstand verholfen. Diese Tour führt im Westen dieses Landstrichs über die Hügel, die das Tal der Ilm vom lauschigen Paartal trennen. (Autor: Bernhard Irlinger)
40 km
370 m
4.00 h
Von Pfaffenhofen nach Hohenwart: Vor dem Bahnhof von Pfaffenhofen radeln wir nach rechts und stoßen nach 300 m auf die B13. Wenige Meter nach rechts und dann links in die Münchner Straße. An der nächsten Kreuzung folgen wir der Vorfahrtsstraße nach links und erreichen nach der nahen Ilmbrücke eine Kreuzung am Rand der Altstadt. Nun geradeaus durch eine kurze Einbahnstraße zum großen Hauptplatz von Pfaffenhofen. Wir überqueren den Platz in voller Länge und biegen an seinem Ende vor der Stadtpfarrkirche links in die Scheyerer Straße. Nach gut 100 m rechts in die Kellerstraße und bald links in die Hohenwarter Straße. Nach 1 km setzt ein Radweg ein, und nach einem weiteren Kilometer erreichen wir den Stadtrand von Pfaffenhofen. Am Ortsendeschild biegen wir links in eine schmale Teerstraße (Wegweiser »Menzenbach und Wolfsberg«), die uns in das Hügelland hinaufführt. Nach 2 km erreichen wir den Weiler Kienhöfe und biegen beim letzen Hof rechts in eine Kiesstraße, die neben einem Sendemasten in eine schmale Teerstraße übergeht. Jetzt durch schattigen Wald zu einer Vorfahrtsstraße, auf ihr kurz nach rechts und dann wieder links in eine Nebenstraße (Wegweiser »Eutenhofen«). Die Straße führt uns in sanftem Auf und Ab durch Wald und über Äcker nach Eutenhofen. Kurz vor der Kirche an der Kreuzung geradeaus, einen kurzen steilen Berg aufwärts aus dem Dorf und dann geradewegs in das nahe Ehrenburg. Wir stoßen auf eine Vorfahrtsstraße, der wir rechts durch das Dorf folgen. Nach 200 m biegen wir links in den Raitbacher Weg, der nach kurzer Strecke in eine Kiesstraße übergeht. Nach einem kurzen Anstieg an einer Weggabelung links und nach 500 m an der nächsten Gabelung wieder links. Wir radeln nun durch ein Hopfenanbaugebiet immer geradeaus. Am Rand des breiten Paartales bringt uns eine Abfahrt nach Weichenried hinab. Wir fahren geradewegs durch das Dorf, bis wir neben einer Kapelle auf die vorfahrtsberechtigte Dorfstraße treffen. Auf ihr links zur B300, geradewegs über die Bundesstraße, jenseits auf schmaler Straße abwärts zur idyllischen Paar und weiter bis zu einer Kreuzung. Die Vorfahrtsstraße bringt uns links nach 1 km zu einem Kreisverkehr, von dem wir geradewegs auf das hoch aufragende Kloster von Klosterberg zufahren (Wegweiser »Hohenberg«). Nach weiteren 500 m biegen wir links in einen Feldweg ein (Radwegweiser »Paartaltour«). Der Weg knickt bald nach rechts, geht in eine schmale Teerstraße über und leitet uns zur Hauptstraße zurück. Auf ihr links über die Paar in das Ortszentrum von Hohenwart. Von Hohenwart nach PfaffenhofenVom weiten Marktplatz von Hohenwart mit seinen stolzen Bürgerhäusern folgen wir noch 200 m der Hauptstraße und biegen dann rechts in die Schenkenauer Straße. Nach 900 m gegenüber dem Schlösschen von Schenkenau links in eine Nebenstraße. Nun teils auf schmaler Teerstraße, teils auf Kiesweg über zwei Straßen geradwegs zu einer Querstraße in Schlott. Auf ihr links zu einer Vorfahrtsstraße und auf dieser rechts nach Seibersdorf hinauf. An der Straßengabelung im Ort halten wir uns links und erklimmen einen weiteren Hügel, ehe uns eine Abfahrt zum Ortsrand von Göbelsbach bringt. Auf der Vorfahrtsstraße links aus dem Dorf und an der nächsten Kreuzung nach rechts. Wir mühen uns über den anstrengendsten Anstieg des Tages aus dem Tal auf einen bewaldeten Hügelkamm und radeln anschließend im Auf und Ab zum Ortsrand von Menzenbach. Dort fahren wir an der Straßenkreuzung geradeaus nach Menzenpriel. Am Ende des Weilers wechseln wir auf eine Kiesstraße, die uns im Wald an einigen alten Totenbrettern vorbeiführt. Wir radeln an den folgenden Kreuzungen immer geradeaus und lassen dann auf zum Ende hin steiler abfallendem Kiessträßchen die Räder nach Vieht hinablaufen. Hier überqueren wir geradewegs die Hauptstraße und radeln auf der Vorfahrtsstraße aufwärts aus dem Dorf. Eine Abfahrt bringt uns anschließend zum Fuß des Hügels, auf dem das Kloster von Scheyern malerisch aufragt. An der Kreuzung fahren wir geradeaus und mühen uns den Berg nach Scheyern hinauf. Am Ende des steilsten Anstiegs bietet sich links ein Abstecher zum mächtigen Kloster an. Das Kloster von Scheyern wurde nach einer Schenkung im 12.Jh. am alten Stammsitz der Wittelsbacher gegründet und war im Mittelalter die Grablege der Familie. Neben den im 16. und 17.Jh. erbauten Klostergebäuden ragt die romanische, im Stil des Rokoko umgestaltete Klosterkirche auf. An sie schließt die Heilig-Kreuz-Kapelle an, in der ein wertvolles byzantinisches Kreuz-reliquiar zu bewundern ist. In der Königskapelle ist neben mittelalterlichen Kunstwerken eine spanische Palmeselgruppe aus dem 14.Jh. untergebracht. In der Johanniskirche, deren Wände mit Porträts von 20 Fürsten bemalt sind, wurden acht Wittelsbacher Her-zöge beigesetzt. Die Wände des mittelalterlichen Kreuzgangs wurden später teils mit barockem Stuck überzogen.Vom Kloster Scheyern folgen wir der Hauptstraße bis zur vorfahrtsberechtigten Straße, auf der wir rechts aufwärts zum Ortsendeschild von Scheyern radeln. Anschließend bleiben wir noch für 1 km auf der Hauptstraße, bis wir links in eine schmale, nach Wernthal und Webling ausgeschilderte Nebenstraße einbiegen. Auf ihr lassen wir die Räder geradewegs in das Tal der Ilm hinabrollen, bis wir in Hettenshausen auf eine Vorfahrtsstraße stoßen. á Abstecher nach Ilmmünster Wer noch einen Abstecher zur eindrucksvollen Basilika von Ilmmünster unternehmen möchte, der hält sich rechts und fährt an der nahen Vorfahrtsstraße wieder nach rechts (Radwegweiser »Ilmtaltour«). Nun 1,5 km immer geradeaus bis ins Zentrum von Ilmmünster und rechts zur mächtigen romanischen Kirche.Anfang des 13.Jh. wurde in Ilmmünster die spätromanische Basilika St. Arsacius erbaut und blieb bis heute fast vollständig im ursprünglichen Zustand erhalten. In der Kirche findet man einige sehenswerte gotische Kunstwerke, darunter Figuren von Maria und Johannes, die dem berühmten Bildhauer Erasmus Grasser zugeordnet werden. Ü Der direkte Rückweg nach Pfaffenhofen führt uns in Hettenshausen auf der Vorfahrtsstraße, der Hauptstraße, nach links. Wir radeln ohne Mühe durch das flache Ilmtal geradewegs zurück nach Pfaffenhofen. In der Stadt treffen wir auf die breite Schrobenhausener Straße, die uns rechts nach 300 m zur B13 bringt. Auf der Bundesstraße fahren wir wenige Meter nach rechts und dann links hinauf zum nahen Bahnhof von Pfaffenhofen. Pfaffenhofen hat sich das gemütlich-bedächtige Flair einer bayerischen Landstadt erhalten, die abseits der ausgetretenen Touristenpfade liegt. Rund um den lang gezogenen Hauptplatz stehen zahlreiche alte Bürgerhäuser, und über der Stadt ragt der 80 m hohe Turm der gotischen, barock umgestalteten Stadtpfarrkirche auf. Das Lebzelterei- und Wachsziehermuseum am Hauptplatz erinnert an diese traditionellen Berufe, und im alten Mesnerhaus aus dem 18.Jh. ist eine Sammlung religiöser Volkskunst zu sehen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour40 km
Höhenunterschied370 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDer Bahnhof von Pfaffenhofen.
EndpunktDer Bahnhof von Pfaffenhofen.
TourencharakterDie Rundtour verläuft nur auf kurzen Abschnitten im Paar- und im Ilmtal über flaches Gelände. Der Weg führt auf den übrigen Strecken in ständigem Auf und Ab durch das Hügelland, das die beiden Täler trennt. Vor allem zwischen Hohenwart und Scheyern sind einige kräftige Anstiege zu überwinden, die einiges an Kondition verlangen. Großteils werden wenig befahrene Nebenstraßen oder verkehrsfreie, auf kurzen Abschnitten unbefestigte Wirtschaftswege befahren. Vom aussichtsreichen Hügelland reicht an klaren Herbsttagen der Blick bis zu den Alpen. Mit dem Kloster von Scheyern und der Basilika in Ilmmünster finden sich zwei bedeutende Sakralbauten am Weg, und am Fuß von Scheyern lädt ein Badeteich zum Schwimmen ein.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte 1:75000, Blatt München/Mittlere Isar.
MarkierungenDie Wegweiser des Paar- und Ilmradweges und örtliche Wegweiser.
VerkehrsanbindungBahnverbindung: In Pfaffenhofen Bahnstation an der Strecke München-Nürnberg. Anreise mit dem Auto Pfaffenhofen liegt an der B13 im Tal der Ilm und ist über die gleichnamige Ausfahrt von der A9 zu erreichen. Der Bahnhof liegt am südöstlichen Stadtrand direkt an der B13 und bietet gute Parkmöglichkeiten.
GastronomieIn Weichenried, Hohenwart, Scheyern (siehe Tippkasten), Hettenshausen und Pfaffenhofen (siehe Tippkasten).
Tipps
Für Körper und Geist: Im Kloster Scheyern ist nicht nur für das geistliche und geistige Wohl gesorgt, sondern im »Bräustüberl« mit seinem gemütlichen Biergarten kommt dank guter bodenständiger Küche auch der erschöpfte Körper auf seine Kosten.Jugendstil-UnterkunftAm großen Hauptplatz im Zentrum von Pfaffenhofen lässt sich in dem in einem Jugendstilhaus untergebrachten Hotel Müllerbräu sowohl gut essen als auch durchaus angenehm nächtigen (Tel. 08441/ 49370).
Verleih
Mehrere Werkstätten in Pfaffenhofen.
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