Highlights-Tour

Radeln in und um München herum - Max-Joseph-Platz und Maximilianstraße – Marstallplatz, Residenz und Hofgarten – Prinzregentenstraße – Isarauen – Rosenheimerstraße und Isartorplatz – Platzl, Viktualienmarkt, Sendlingerstraße und Marienplatz. Meist Radwege verfügbar, teils geht es durch den Stadtverkehr; teilweise muss wegen Einbahnstraßen oder Fußgängerzone wenige Meter geschoben werden; Steigung von 16% an den Isarauen (Autor: Antje Martin, Cornelia Landensperger, C. Dechant)
7 km
80 m
0.00 h
Königreich Bayern Wir beginnen unsere Tour am Max-Joseph-Platz. Im Jahre 1806 wurde Bayern von Napoleons Gnaden zum Königreich proklamiert und Maximilian I. Joseph (1799–1825) zum König erhoben. Nach diesem Wittelsbacher ist der Platz benannt. Eines der Hauptgebäude am Max-Joseph-Platz ist das Nationaltheater. Der thronende Max I. in der Mitte des Platzes sitzt mit dem Rücken zu diesem Gebäude, das als »Königliches Hof- und Nationaltheater« auf Geheiß des Königs in den Jahren 1811–18 von Carl von Fischer erbaut wurde. 1854 fanden hier die ersten Opernfestspiele statt, die sich bis heute (jeweils im Juli) großer Beliebtheit erfreuen. Seit ein paar Jahren werden die Festspiele mit einer Aufführung unter dem Motto »Oper für alle« begleitet, die immer hier auf dem Platz stattfindet und zu der alle Interessierten kostenlos eingeladen sind. Über eine Großleinwand wird dabei ein Stück der Festspiele live auf den Platz übertragen. An der Nordseite des Platzes ist der Königsbau zu sehen, der 1826–35 unter König Ludwig I. (1825–48) von Leo von Klenze in Anlehnung an Florentiner Palazzi im Stil des Klassizismus erbaut wurde und die Residenz nach Süden hin beschließt. Gleich gegenüber erblicken wir die rotgelbe Fassade das Palais Törring-Jettenbach (Residenzstraße 2), in dem heute die Hauptpost residiert. Das Palais wurde in den Jahren 1747–54 nach Vorlagen von Johann Baptist Gunetzrhainer errichtet und Anfang des 19. Jh. von Leo von Klenze dem klassizistischen Stil des Platzes angepasst. Neugotik in der Maximilianstraße Am Max-Joseph-Platz beginnt die Maximilianstraße, die in Richtung Isar verläuft. Wir folgen der Straße ein paar Meter bis zum Hofgraben (rechts abgehend), bis wir sie gut überblicken können. Maximilian II. (1848–64) wollte seinen königlichen Vorfahren nacheifern und ebenfalls eine Prachtstraße bauen (s. Maxvorstadt-Tour, S. 22). Ihr Stil sollte sich an die niederländische und die englische Gotik anlehnen. Die Komposition der einzelnen Elemente wurde von dem Architekten Friedrich Bürklein so speziell gelöst, dass der Stil als einzigartig bezeichnet werden kann und daher auch Maximilianischer Stil genannt wird. Anders als die Ludwigstraße, die eine Straße der Repräsentation ist (s. Maxvorstadt-Tour, S. 22), gleicht die Maximilianstraße einer urbanen Einheit, die luxuriöse Geschäfte (von Armani bis Gucci), Gastronomie (Hotel Vier Jahreszeiten, Café Roma), kulturelle Einrichtungen (Kammerspiele und Völkerkundemuseum), politische Institutionen (Regierung von Oberbayern) und Wohnbauten vereint. Ein ganz besonderes Kleinod sind die Kammerspiele, das Jugendstiltheater in der Hausnummer 28. Blicken wir zum Ende der Straße, so sehen wir das Maximilianeum, an dem wir später noch näher vorbeikommen werden. Hier wurde unter Maximilian II. ein Sitz für hochbegabte Stipendiaten eingerichtet. Heute ist darin der Bayerische Landtag untergebracht. Ein besonderer Schatz Ludwigs I. Wir folgen der Maximilianstraße nur ein kleines Stück. Nach der Oper, links von uns, biegen wir gleich links in die AlfonsGoppel-Straße und kommen auf den Marstallplatz, den Platz der ehemaligen Hofreitschule, die wir rechter Hand sehen. Nun fahren wir gleich links durch eine kleine Unterführung mit Schranke und stehen vor der Allerheiligen-Hofkirche, die sich majestätisch vor uns erhebt. Man taucht hier für kurze Zeit in eine andere Welt. Könnten wir uns nicht gerade ebenso gut auf einer italienischen Piazza befinden? Die Allerheiligen-Hofkirche wurde 1826–37 von Leo von Klenze nach normannisch-byzantinischem Vorbild erbaut. Ludwig I. wünschte sich eine Kirche wie die Capella Palatina in Palermo, nachdem er dort eine feierliche Christmette erlebt hatte. Heute wird die Allerheiligen-Hofkirche als Veranstaltungsort für Konzerte und Ausstellungen genutzt. Gleich rechts neben der Kirche liegt der Kabinettgarten, eine kleine Oase der Ruhe mit Wasserspiel. Die Innenhöfe der Residenz Wir fahren in Richtung des Brunnens und biegen links in die Residenz (s. Maxvorstadt-Tour, S. 16) ein. Der erste Hof ist der Apothekenhof. Durch diesen radeln wir durch und kommen geradeaus in den Kaiserhof, der zur Maximilianischen Residenz gehört. Von dort aus verlassen wir die Residenz, biegen links für ein paar Meter in die Residenzstraße stadteinwärts und gleich am nächsten Eingang wieder links in die Residenz ein und gelangen in den Brunnenhof, wo kaum noch ein Laut von der lärmenden Innenstadt wahrzunehmen ist. Hier finden im Sommer Konzerte und Theateraufführungen unter freiem Himmel statt. Vom Hofgarten in die Prinzregentenstraße Wir fahren über den Apothekenhof wieder aus der Residenz und folgen weiter der Alfons-Goppel-Straße, in der Rechtskurve der Straße biegen wir links und dann gleich rechts in den Hofgarten. Wir lassen die Residenz hinter uns, links sehen wir den Hofgarten, einen Anfang des 17. Jh. angelegten Barockgarten (s. NaTour, S. 50), und rechts die Bayerische Staatskanzlei, den Arbeitsplatz des bayerischen Ministerpräsidenten, seit 1993 Edmund Stoiber. Das Kernstück der heutigen Staatskanzlei bildet das ehemalige Militärmuseum, das um 1900 erbaut, im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und in diesen Neubau gelungen integriert wurde. Weiter geht es durch den Hofgarten, gleich nach der Staatskanzlei biegen wir rechts ab und folgen diesem Weg über einen kleinen Kanal, dann links, und wir kommen zu einer großen Ampel. Hier überqueren wir den Franz-Josef-Strauß-Ring und fahren in die Prinzregentenstraße. Auf der anderen Straßenseite sehen wir gleich das Haus der Kunst, ein großes Gebäude mit einem Säulengang, das zur Zeit der Nationalsozialisten erbaut wurde. Hier fand im Jahre 1937 die große Ausstellung der »Deutschen Kunst« statt, die im Gegensatz zur Ausstellung »Entartete Kunst« in den Hofgarten-Arkaden Propagandakunst der Faschisten zeigte. Unten links im gleichen Gebäude ist das berühmt-berüchtigte P1 untergebracht, der In-Club von München, in dem sich auch die Münchner Prominenz gerne vergnügt. Wir fahren weiter entlang der Prinzregentenstraße, die zur Zeit des Prinzregenten Luitpold (1886–1912) gebaut und ihm gewidmet wurde. Wir passieren links das Bayerische Nationalmuseum (Prinzregentenstraße 3), das sich der bayerischen Kunst vom Hochmittelalter bis ins 19. Jh. widmet. An der Ampel überqueren wir zunächst die Widenmayerstraße und dann die Isar. Von der Luitpoldbrücke aus haben wir einen guten Blick auf den Friedensengel, der an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erinnert und 25 Jahre nach Ende des Krieges um die Wende zum 20. Jh. aufgestellt wurde. Die gestalterischen Elemente des Denkmals sind im Jugendstil gehalten. Naturerlebnis in den Isarauen Wir biegen nach der Isarbrücke rechts in die Isarauen und folgen einem Fahrrad- und Fußgängerweg, der uns durch eine Parkanlage entlang der Isar führt und uns weg vom Straßenverkehr in die Natur begleitet (s. Isar-Tour, S. 60). Diesem Weg folgen wir bis zur nächsten Brücke, wo er sich rechts in einen Fußgänger- und links in einen Radweg teilt. Wir nehmen den Radweg und kommen in die Nähe des Maximilianeums, das wir durch die Bäume sehen können. Nachdem wir unter der Brücke hindurchgefahren sind, steigt der Weg steil an (Vorsicht, 16% Steigung!) und gabelt sich dreimal hintereinander. Wir biegen jeweils rechts ab und bleiben so immer am Ufer der Isar, bis uns der Weg über einen Seitenkanal führt. Auf der anderen Seite des Kanals angekommen, biegen wir nun links ab. Zur Orientierung - Vor uns liegt ein Kinderspielplatz und wir kommen aus dem Meillerweg und fahren weiter in die Zellstraße. Zwischen Elektrizität, Kultur, Badefreude und Wissenschaft Die Zellstraße führt uns weiter entlang der Isar. Linker Hand passieren wir nun die Muffathalle, eines der selten gewordenen Industriedenkmäler in München. Nach Plänen von Frank Karl Muffat wurde hier eine Anlage zur besseren Wasserversorgung der Stadt errichtet und 1837 in Betrieb genommen. 1893 wurde das Werk zum ersten Münchner Elektrizitätswerk umgestaltet. Heutzutage gibt es hier einen beliebten Biergarten, und in der dazugehörigen Halle finden Konzerte und Vorträge statt. Vor uns sehen wir das Müllersche Volksbad. Um einen besseren Blick darauf zu bekommen, biegen wir links ab, lassen den Parkplatz rechts liegen und folgen der Rechtskurve. Wir verlassen nun die Stille der Natur und fahren rechts in die viel befahrene Rosenheimer Straße. Doch bevor wir der Straße weiter folgen, drehen wir uns um und haben einen Blick auf den Gasteig, der sich über die Isar erhebt. Der Name Gasteig kommt von »gacher Steig«, was so viel wie steile Anhöhe bedeutet. Der Gasteig wurde in den 1980er-Jahren erbaut. Die Backsteinbauweise weist auf die Lehmvorkommen des Stadtviertels Haidhausen hin, aufgrund dessen sich hier seit dem Mittelalter viele Lehmbrennereien und Ziegeleien angesiedelt hatten (s. In-Viertel-Tour, S. 44). Der Gasteig ist das Münchner Kulturzentrum. Hier befinden sich die Münchner Philharmoniker sowie das Richard-Strauss-Konservatorium, der Sitz der Volkshochschule und die Stadtbibliothek. Wir bleiben auf der Rosenheimer Straße in Richtung Isar und überqueren die Ludwigsbrücke. Auf der anderen Straßenseite befindet sich das Deutsche Museum. Es wurde 1903 von Oskar von Miller gegründet und von Gabriel von Seidl gebaut. Obgleich das Museum viele Nachahmer fand, ist es nach wie vor einzigartig in seiner Art. Auf über 50000 Quadratmetern sind etwa 17000 Objekte, teils als Exponate, teils interaktiv, zu besichtigen und zu erleben. An der Ampel angekommen, radeln wir über die Steinsdorfstraße und geradeaus weiter in die Zweibrückenstraße. Abstecher ins Mittelalter Wir folgen der Straße geradeaus auf dem roten Fahrradweg in Richtung Isartor und fahren an diesem rechts vorbei ins Tal. Dabei Vorsicht vor rechts abbiegenden Autos! Das Isartor gehört noch zu der zweiten mittelalterlichen Stadtbefestigung aus der Mitte des 14. Jh. Weitere Tore aus dieser Zeit sind das Sendlinger- sowie das Karlstor. Wir folgen dem Straßenverlauf ins Tal. Wir bleiben im Tal, bis rechts die Maderbräustraße abzweigt. In diese biegen wir ab und fahren, bis wir auf die Ledererstraße stoßen. Hier radeln wir rechts und gleich wieder links in die Orlandostraße. Ab hier müssen wir das Fahrrad schieben, da wir uns in einer Fußgängerzone befinden. Wir befinden uns nun auf der Touristenmeile Münchens. Links und rechts sehen wir Souvenir- und Fanshops der beiden großen Münchner Fußballvereine, aber gleichzeitig kommen wir zum mittelalterlichen Kern der Stadt, zum Platzl, wo es noch bis in die 1990er-Jahre die Platzlbühne gab und wo, rechts von uns am Platzl 9, das Hofbräuhaus steht. Das Hofbräuhaus wurde 1589 unter Herzog Wilhelm V. (1579–97) zur Versorgung von Hof und Gesinde gegründet, und erst im 19. Jh. bekam die Stadtbevölkerung die Erlaubnis zum Genuss des guten Getränks. Wir gehen am Hofbräuhaus vorbei und biegen links in die kleine Platzlgasse. Wir sind hier in einem Durchhaus – so genannt, weil man hindurchgehen kann –, das uns die Atmosphäre des mittelalterlichen Münchens mit seinen kleinen Gassen und Innenhöfen illustriert. Mitten im Hof befindet sich die Kochschule des Sternekochs Alfons Schubeck. Wir folgen der kleinen Gasse, die uns auf der anderen Seite auf die Pfisterstraße hinausführt. Hier biegen wir links ab und schieben das Fahrrad noch einige Meter weiter, während wir links die alte Pfistermühle (1573–79 als Hofbäckerei erbaut) liegen lassen. Jetzt dürfen wir aufsteigen und radeln, bis rechts der Hofgraben abgeht und wir links durch den Torbogen in den Alten Hof gelangen. Der Alte Hof war die erste Residenz der Wittelsbacher und wurde 1253–1474 unter Ludwig II., dem Strengen (1253–94), erbaut. Wir folgen dem Weg und stoßen auf die Burgstraße, die wir bis zur Kreuzung vorfahren. Hier biegen wir dann links ab und passieren den Torbogen des Alten Rathauses. Nun halten wir uns rechts und gelangen in die Straße Viktualienmarkt. Der Duft der großen weiten Welt Der malerische Viktualienmarkt im Herzen der Stadt (1807 vom Marienplatz hierher verlegt) bietet dem Besucher Speisen aus aller Welt. Oliven aus Griechenland, eingelegtes Gemüse aus Italien, Käse aus Frankreich, Speck aus Österreich, Weine, tropische Früchte vom anderen Ende der Welt, Gemüse, Obst, Blumen und Brot aus heimischer Herstellung und vieles mehr. Wie die Jahreszeiten, so ändern sich auch die verlockenden Düfte der Speisen, die hier an sechs Tagen in der Woche feilgeboten werden. Marienplatz – das Zentrum der Stadt Wir verlassen den Markt in Richtung Marienplatz, kommen wieder auf die Straße Viktualienmarkt und biegen links in die kleine Gasse am Alten Peter, den Petersplatz. Vor dem Alten Peter – der ältesten Pfarrkirche der Stadt mit einer komplizierten Baugeschichte, die bereits im 11. Jh. begann – gehen wir links, bis wir auf eine Straße (Rindermarkt) stoßen. Hier fahren wir links und folgen der Straße Oberanger. Wenn nach etwa 300 Metern eine Straßeninsel zu sehen ist, halten wir uns rechts und biegen an der Schmidstraße rechts ab, und zwar in die Sendlinger Straße, wo wir die Asamkirche bewundern können. Die Rokokokirche wurde 1733–46 von den Gebrüdern Asam erbaut und mit einer reichen Innenausstattung versehen. Wir fahren die Sendlinger Straße stadteinwärts bis zur Fußgängerzone, wo wir rechts in die Fürstenfeldstraße und dann links in den Rindermarkt einbiegen und auf den Marienplatz kommen, der sich vor uns in seiner vollen Pracht entfaltet. Von hier haben wir auch einen erhabenen Blick auf die Türme der Frauenkirche, dem 1468–88 von Meister Jörg von Halsbach erbauten Wahrzeichen der Stadt. Wir fahren rechts am Neuen Rathaus in die Dienerstraße. In der Hausnummer 14–16 befindet sich das Feinkostgeschäft Alois Dallmayr. Vor 300 Jahren als Hoflieferant der nah gelegenen Residenz gegründet, hat sich das Familienunternehmen bis heute zu einer bekannten Marke entwickelt. Wir folgen der Dienerstraße, bis diese in die Residenzstraße mündet und uns zurück auf den Max-Joseph-Platz führt. Hier endet unsere Tour, die wir bei einer zünftigen Brotzeit und einem kühlen Bier im Spaten oder beim Franziskaner gemütlich ausklingen lassen können.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied80 m
Dauer0.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMax-Joseph-Platz; vom Odeonsplatz (U-Bahn-Linien U3/U6 und U4/U5) über die Residenzstraße
EndpunktMarienplatz (U/S-Bahnhof)
TourencharakterDie Highlights-Tour führt uns kreuz und quer durch die Jahrhunderte. Geschichte und Geschichten vom Mittelalter über das 19. und sogar bis ins 20. Jh. begleiten uns auf unseren Wegen.
Beste Jahreszeit
Informationen
Lukaskirche Um einen schönen Blick auf die Lukaskirche auf der anderen Isarseite zu bekommen – einem Backsteinbau, der 1892 von A. Schmidt als dritte evangelische Kirche in München erbaut wurde –, können wir ein paar Meter auf den Kabelsteg gehen, der über einen Kanal der Isar führt. Das Müllersche Volksbad Das Müllersche Volksbad wurde 1897–1901 auf Initiative des Ingenieurs Karl Müller erbaut. Er schenkte damals der Stadt 1,8 Millionen Goldmark, damit diese ein Bad für das Volk bauen könne. Im Baustil finden sich Anklänge an römische Thermen und maurische Elemente sowie an den süddeutschen Barock und Jugendstil. Im Tal Die Straße war seit Gründung der Stadt im Jahre 1158 die Haupthandelsstraße von Ost nach West, von Salzburg nach Augburg. Heinrich der Löwe (1158–80), auf den die Stadtgründung Münchens zurückgeht, zerstörte die zum Erzbistum München-Freising gehörende Brücke ein paar Kilometer nördlich von München und baute hier eine neue Brücke, die die Händler zwang, die Zölle der Handels- und Salzstraße an München zu entrichten. Der Marienplatz Der Marienplatz war schon immer das Zentrum der Stadt. Hier wird im Neuen Rathaus (1867–1919 von Georg Hauberrisser im neugotischen Stil erbaut) Stadtpolitik gemacht, nachdem das mittelalterliche Alte Rathaus zu klein für die wachsende Stadt geworden war (seit 1310 urkundlich erfasst, zu sehen an der Ostseite des Platzes). Hier wurde bis 1807 Handel getrieben, und hier werden bis heute wichtige Kundgebungen und Feste veranstaltet. Und schließlich ist hier auch der geografische Mittelpunkt der Stadt zu finden, und zwar bei der Mariensäule, die 1638 aus Dankbarkeit, dass München der schwedischen Besatzung während des 30-jährigen Krieges standgehalten hatte, errichtet wurde.

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