Genussradeln an der Müritz

Waren – Federow – Speck – Boek – Rechlin – Vipperow – Zielow – Ludorf – Röbel – Klink – Eldenburg – Waren (Autor: Tassilo Wengel)
Von Waren nach Boek: Vom Bahnhof zum Schweriner Damm. Links unter der Herrenseebrücke bis Mecklenburger Straße. Auf dem Müritz-Rundweg bis Federow. Weiter über Schwarzenhof und Speck nach Boek. Wir starten am Bahnhof in Waren, schieben das Fahrrad durch die Unterführung zum Schweriner Damm und schwenken hier nach links. Wir unterqueren die Herrenseebrücke, fahren am Tiefwaren und der Altstadt vorbei, bis rechts die Mecklenburger Straße abzweigt. Ihr folgen wir und radeln in ihrer Fortsetzung, dem Karl-Bartels-Weg, dem Federower Weg sowie dem Damerower Weg, auf dem Müritz-Rundweg (MR) sowie dem Radweg Berlin- Kopenhagen (B-KO) nach Federow, dem Eingangstor zum Nationalpark mit reetgedeckten Backsteingehöften. Hier folgen wir dem Müritz-Rundweg (MR) auf der Asphaltstraße nach Schwarzenhof, einem kleinen Dorf, wo das Hotel Kranichrast mit Biergarten zum Verschnaufen einlädt. Wer sich für eine kleine Ausstellung über das Ostufer der Müritz interessiert, findet sie im Nationalparkamt. In Schwarzenhof folgen wir dem Wegweiser nach Speck, radeln leicht abwärts und überqueren den Abfluss des Mühlensees zum Specker See, wo sich bis zur Mitte des 19. Jh. eine Wassermühle befand. Leicht ansteigend erreichen wir Speck. Rechts fällt das efeuberankte Schloss auf, das 1937 im englischen Landhausstil von dem Leipziger Verleger Kurt Hermann errichtet wurde. Durch den Schlosshof gelangen wir auf einem Bohlenweg zum Priesterbäker See, wo sich ein Beobachtungsstand befindet. Von diesem Ausflug zurück, setzen wir unsere Tour auf der Dorfstraße fort. In der Alten Schmiede gibt es Kaffee und Kuchen, auch Bücher, Karten und Souvenirs sind erhältlich. Die kleine klassizistische Dorfkirche (1876/77 errichtet) kann mit blaurot- goldener Kassettenmalerei an der schönen Holzbalkendecke aufwarten. Von Speck folgen wir dem Wegweiser nach Boek und radeln durch den Boeker Forst nach Boek, einem alten Gutsdorf. Im Gutshaus Boek befindet sich die Nationalpark-Information und im KulTourLaden werden kunsthandwerkliche Erzeugnisse und Produkte der Region angeboten. Von Boek nach Röbel Über die Bolter Schleuse nach Rechlin zur Kleinen Müritz. Nach Norden entlang der Müritz über Vipperow bis Ludorf. Am NSG Großer Schwerin vorbei bis Röbel. Von Boek folgen wir dem Müritz-Rundweg über die Bolter Schleuse nach Rechlin (Wegweiser), fahren nach rechts in den Ort und schwenken auf der Vorfahrtsstraße nach links, um bei Vietzen zur B 198 zu gelangen. Wir biegen nach rechts und überqueren auf dem Radweg neben der Straße einen Müritzarm, der hier in die Kleine Müritz mündet. Kurz vor Vipperow verlassen wir die B 198, schwenken nach rechts und fahren am Ufer der Müritz entlang über Vipperow und Zielow nach Ludorf. Hier gibt es eine einzigartige achteckige Dorfkirche zu bestaunen, die 1346 geweiht wurde. Sehenswert ist auch das Gutshaus Ludorf, ein barockes Herrenhaus, das seit 1999 zu einem schönen Hotel-Restaurant mit mecklenburgischer und pommerscher Küche umgebaut wurde. Von Ludorf folgen wir dem Müritz-Rundweg weiter und kommen zu einem Aussichtspunkt auf einer Anhöhe, der einen herrlichen Blick zum Naturschutzgebiet Großer Schwerin bietet. In diesem nicht öffentlich zugänglichen Reservat leben Seeadler und Fischadler, im Frühjahr und Herbst rasten hier Graugänse. Wir setzen unsere Tour geradewegs nach Röbel fort, halten uns zunächst rechts und kommen an der Anlegestelle der Schiffe vorbei, bis wir nach rechts schwenkend in die Seebadstraße gelangen. Von Röbel nach Waren Auf der Seebadstraße weiter am Müritzufer entlang über Gotthun nach Sietow Dorf. Entlang der Müritz über Sembzin bis Klink. Weiter nach Norden und über den Reek-Kanal bei Eldenburg entlang der Müritz bis Waren. Nun setzen wir unsere Tour am Müritzufer fort (Müritz-Rundweg) und kommen über Gotthun, Zierzow und Sietow Dorf nach Klink. Berühmt ist hier das Schloss Klink, ein Bau im Stil der Neorenaissance, der 1898 vom Architekten Hans Grisebach für den Kölner Geschäftsmann Arthur Schnitzler gebaut wurde. Mit seinen Rundtürmen und Erkerausbauten erinnert es eher an die Schlösser der Loire, der reiche Baudekor aus Terrakotta ist dagegen typisch für mecklenburgische Residenzen. Der Müritz-Rundweg führt durch die Feriensiedlung Klink weiter am Ufer entlang und schwenkt vor Eldenburg nach links zur B 192. Hier wenden wir uns nach rechts und fahren auf dem Radweg neben der Straße nach Waren. Dabei überqueren wir bei Eldenburg den Reek-Kanal, die Verbindung zwischen der Müritz und dem Kölpinsee, eine sehr stark befahrene Wasserstraße. Nach der Brücke verlassen wir den Radweg neben der Bundesstraße und fahren auf dem Müritz-Rundweg nach rechts, durchqueren einen Campingplatz und radeln in Ufernähe am Volksbad vorbei zur Gerhart-Hauptmann-Allee. Dort halten wir uns rechts, bei der Goethestraße/ Kietzstraße wieder rechts und biegen bei der Straße Zur Steinmole nach links. Am Verkehrskreisel wählen wir die rechte Straße, die über die Herrenseebrücke zur Bahnhofstraße führt. Dort schwenken wir nach links, biegen dann rechts in die Malchiner Straße und gelangen über die Lloydstraße zum Bahnhof Waren zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour83 km
Höhenunterschied450 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
StartortWaren
AusgangspunktWaren
EndpunktWaren
TourencharakterIm Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte breitet sich die Müritz aus, genau genommen der größte Binnensee Deutschlands, denn den um ein Vielfaches größeren Bodensee teilt sich Deutschland mit der Schweiz und Österreich.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte 1:75 000, Mecklenburgische Seenplatte
MarkierungenWegweiser, Müritz-Rundweg (MR).
VerkehrsanbindungAnreise Mit dem Auto über die A 10, Ausfahrt Waren oder Malchow, und auf der B 192 nach Waren. Mit der Bahn bis Waren. Busverbindung mit Neubrandenburg.
GastronomieWaren: mehrere Möglichkeiten. Federow: Gutshaus Federow, Am Park 1. Speck: Alte Schmiede. Rechlin: Gaststätte Spinnaker Fritz-Reuter-Straße 52. Ludorf: mehrere Möglichkeiten. Röbel: mehrere Möglichkeiten. Klink: Hotel Altes Gutshaus, Schulstraße 8.
Tipps
Am Alten Markt steht direkt hinter dem Alten Rathaus die Kirche St. Georg mit ihrem massiven Westturm. Sie wurde Anfang des 14. Jh. als dreischiffige Backsteinbasilika errichtet. Ausstattung und Chor stammen aus dem 19. Jh. und sind neogotisch. Am Neuen Markt steht das Neue Rathaus, das 1796/1797 errichtet wurde und 1857 sein heutiges, am Stil der Tudorgotik orientiertes Aussehen erhielt. In der Nähe fällt das schöne Fachwerkhaus der Löwen - apotheke aus der Zeit um 1800 auf. Die Marienkirche ging aus der Burgkapelle der Fürsten von Werle-Waren hervor und wurde nach einem Brand zwischen 1790 und 1792 nach Plänen des Barockbaumeisters Johann Joachim Busch wieder aufgebaut. Ihr 54 m hoher Turm prägt das Bild der Stadt.
Informationen
Röbel liegt recht reizvoll in einer Müritzbucht, von den Bänken an der Müritzpromenade aus lässt sich das bunte Treiben auf dem Wasser und im Hafen gut beobachten. Noch besser ist die Aussicht von der Plattform des Turmes der Pfarrkirche St. Marien auf die Müritz mit den Wiesen und Wäldern des Hinterlandes. Die Kirche wurde 1250 begonnen und ist ein sehenswertes Zeugnis der norddeutschen Backsteingotik. Besonders schön anzusehen sind das reiche Blenddekor der Giebel und das farbig geschmückte Portal mit Blattkapitellen und Zierfriesen.
Unterkunft
Waren: Gasthof Kegel, Große Wasserstraße 4, Tel. 03991/620 70; Hotel Stadt Waren, Große Burgstraße 25, Tel. 03391/620 80; beide www.hotel-stadt-waren.de
Tourismusbüro
Kur- und Tourismus-Information, Neuer Markt 21, 17192 Waren, Tel. 03991/66 61 83, info@waren-tourismus.de, www.waren-tourismus.de
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