Gebirgspanorama im Grafinger Land

In Ebersberg stark, in Aßling und um Bahnhof Grafing lebhaft, sonst nur wenig Verkehr. (Autor: Armin Scheider)
42 km
85 m
4.00 h
Abschnitt Ebersberg–Tegernau. Vom gotischen Rathaus am Marienplatz radeln wir auf Sieghart- und Abt-Häfele-Straße durch den gepflegten Ortsteil Eggerfeld hinunter zur B 304, überqueren sie mit großer Vorsicht und folgen schräg gegenüber der Straße nach Oberndorf. Wenn wir das Dorf hinter uns gelassen haben, biegen wir bei schöner Aussicht rechts ab, passieren Rinding und erreichen wenig später Traxl. Dort schwenken wir neuerlich rechts ab, durchradeln weiter offene und sympathisch-bäuerliche Landschaft und bekommen nun ein zunehmend imposantes Alpenpanorama geboten. Zunächst geht es durch Baumberg, später am Weiler Haging vorbei, dann treffen wir in Tegernau ein. Abschnitt Tegernau–Hohenthann. Nachdem wir in Tegernau beim Vogelsinger unseren Durst gelöscht haben, geht es weiter, auf den nun folgenden Kilometern mit Aussichtspunkten, die ein eindrucksvolles Gebirgspanorama präsentieren: Im Zentrum das Kaisergebirge, nach Osten die Chiemgauer Alpen und – bei sehr guter Sicht – die Berchtesgadener Alpen und nach Westen die Wendelsteinregion sowie die Schlierseer- und Tegernseer Berge. Ein erster Prachtblick bietet sich auf der Gersdorfer Höhe. Man erreicht sie, indem man von Tegernau aus das Dorf Eschenlohe anfährt und dort am markanten Rechtsknick Richtung Ast auf dem Feldweg links ein kurzes Stück vorfährt. Unten liegt das Rosenheimer Becken in seiner ganzen Ausdehnung. Weiter radeln wir aber Richtung Ast, wo sich in der offenen und reizvollen Landschaft das nächste Traumpanorama zeigt, nun mit dem markanten Kirchturm von Steinkirchen als i-Tüpfelchen. Von Ast aus geht es dann stets abwärts über Pörsdorf und Obstädt nach Aßling. Wir verlassen den Ort nach Westen, biegen Richtung Bahnhof ab und kommen nach langgezogener Steigung mit schönen Rückblicken auf Aßling nach Niclasreuth, dem dritten prachtvollen Aussichtspunkt. Auch hier kann man die Gebirgssilhouette im Einzelnen studieren. Nun fahren wir hinunter nach Thal, biegen dort nach rechts Richtung Reitstall Hinterholzer ab und müssen bei schönen Rückblicken Richtung Chiemgau zunächst 500 Meter stärkere Steigung überwinden. Dann treffen wir in Hohenthann ein. Abschnitt Hohenthann–Ebersberg. Wir fahren nach Westen aus, können vor Bolkam wiederum die breite Alpenkette in ihrer ganzen Schönheit bewundern und sausen dann hinunter zum Weiler Weng. Von dort schwenken wir nach Norden ein, erreichen die Straße nach Glonn und fahren schräg gegenüber in den Weiler Nordhof ein, wo am Ostrand ein Schotterweg in das Brucker Moos hinunterführt. Ein schöner Abschnitt dieser Tour, denn das Moos kann mit reizvoller Landschaft aufwarten und ermöglicht auch weite Ausblicke bis hinüber zur Alxinger Kirche. So treffen wir nach längerem Anstieg in Loitersdorf ein, nutzen hier das schmale, durch bäuerliche Landschaft führende Asphaltsträßchen über Hainza, Hamberg und Hüttelkofen und erreichen schließlich Alxing. Vergessen Sie nicht, sich gelegentlich umzudrehen, im Süden glänzt wieder die Kette der Berge. Der vorletzte Abschnitt führt durch Bauernland über Pienzenau nach Taglaching, von dort zum Bahnhof Grafing und weiter über Nettelkofen zur Straße Grafing–B 304. Schräg links gegenüber läuft ein schmales Asphaltsträßchen als komfortabler Radweg in den Wald, führt über Aßlkofen zur B 304 und drüben weiter zum Wirtshaus zur Gass am Egglburger See. Gut 200 Meter danach biegen wir rechts auf den Schotterweg Richtung Ebersberg ab. Er geht für ein kurzes Stück in einen Wiesenpfad über und führt an den Weihern entlang sowie am Strandbad vorbei zur Eberhard-Straße in Ebersberg. Dort geht es rechts und 100 Meter danach halblinks über Richardisweg sowie Sempt- und Sighartstraße ins Zentrum zurück.

Länge:

Länge ca. 4,4 km, davon 1,9 km stärker ansteigend. Zwei markante Anstiege vor Hohenthann und Loitersdorf, sonst kurze Steigungen. Höhenunterschied: ca. 85 Hm.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour42 km
Höhenunterschied85 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Ebersberg (S 4)
TourencharakterDie altbayerische Kulturlandschaft zwischen Ebersberg und Bad Aibling bietet eine Vielzahl an Aussichtspunkten mit betörendem Blick auf die Alpen – klare Sicht vorausgesetzt. Unsere Runde um Grafing enthält einige dieser Punkte und verläuft zudem in verträumter bäuerlicher Landschaft. Angesagt ist also beschauliches Radeln, fern von Lärm und Hektik.
Hinweise
Freibäder: Ebersberg Klostersee
VerkehrsanbindungAutoanfahrt von München B 304 über Haar und Zorneding. Ca. 35 km, Fahrzeit ca. 50 Min. Bahnverbindung S 4 München–Ebersberg und zurück in regelmäßigen Abständen. Fahrzeit ca. 50 Min. Fahrradmitnahme möglich.
GastronomieOberndorf Huber Terrasse, kein Ruhetag Tegernau Voglsinger Terrasse, Di. und Sa. Ruhetage Ebersberg Hölzerbräu kein Ruhetag Eggelburgersee Wirtshaus zur Gass Biergarten, Mo. Ruhetag
Tipps
Wenn man von Niclasreuth ins Moosachtal nach Thal kommt, empfiehlt sich ein kurzer Abstecher an den Südrand des Dorfes, wo eine kleine romanische Kirche (um 1200) steht. Sie enthält Figuren und spätmittelalterliche Wandmalereien, die erst 1950 entdeckt wurden. Den Schlüssel erhält man im Hof unterhalb der Kirche an der Dorfstraße.
Tourismusbüro
Ebersberg: Tel. 0 80 92/82 55-0 www.ebersberg.de; Aßling: Tel. 0 80 92/81 94-0 www.assling.de

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