Fahrt zum Kloster Wessobrunn

Gut 3 km, davon fast 2 km Schiebestrecke. Hauptanstieg (1 km) um Paterzell. Höhenunterschied - rund 150 m. Gefällstrecken auf 4 km. Verkehr: In größeren Orten und am Zellsee stärker, sonst verkehrsarm. Wege: Asphaltierte Straßen und gut 3 km Schotterwege, vor Wessobrunn in etwas schlechterem Zustand. (Autor: Armin Scheider)
Ausgangspunkt ist der Marienplatz in Weilheim. Von dort schiebt man das Rad durch die Schmiedstraße (Fußgängerzone), fährt auf der Münchner Straße weiter und biegt nach 100 Metern links in die Schützenstraße ab. Sie führt zur Ammerbrücke und ab da mit Radweg nach Westen hinaus. 1 300 Meter nach der Brücke folgt man einem Teersträßchen, das nach links abzweigt. Auf den nächsten sechs Kilometern dann ein besonders reizvolles Panorama - Wir radeln in Moosland und haben stets die Alpenkette vor Augen – vom Mangfall-(Wendelstein) über Wettersteingebirge (Zugspitze) bis hinüber zu den Allgäuer Alpen. Eine sehr schöne Radstrecke, übrigens für Autos gesperrt. Man kommt nach Oderding (Km 5), biegt am Ortsrand scharf rechts auf die Unterdorfstraße und nach gut 300 Metern an der nächsten Kreuzung links ab. Bei anhaltend schöner Aussicht trifft man nach zweieinhalb Kilometern auf ein Quersträßchen und biegt nach rechts ab. Am Rand von Peißenberg (Km 8,5) mündet es in eine andere Straße, wo man links weiterfährt. Nach 150 Metern der Fendter Bach, vor dem man rechts, Richtung Paterzell, einschwenkt. An der Bahnunterführung stößt man dann auf die Paterzeller Straße und fährt nach Norden hinaus. Hier radelt man in stiller Bauernlandschaft – beim Zurückblicken kann man oft ein schönes Bergpanorama sehen –, passiert Fendt und die Zufahrt nach Blaik und erreicht nach einem ersten kräftigen Anstieg (ca. 700 Meter) den Landgasthof Zum Eibenwald in Paterzell (Km 14,5). Danach durchqueren wir bei schöner Aussicht nach Osten erst den Eibenwald und müssen nach Einmündung in die etwas verkehrsreichere Straße Richtung Peißenberg noch einmal 700 Meter relativ steil hinauf. Direkt vor dem Holzkruzifix an der Straße (Km 16,5) beginnt dann ein etwas schwieriger Verbindungsweg von gut einem Kilometer nach Wessobrunn. Wenig genutzt und stellenweise holprig und ungepflegt, durchquert er das tief eingeschnittene Schlittbachtal. Er wird hier angeboten, weil er einen Umweg von ca drei Kilometern erspart. Wir folgen also rechts dem Forstweg, biegen nach 100 Metern links ab (Schilder Wessobrunn) und gelangen nach weiteren 900 Metern an die kritische Stelle: Hier schiebt man das Rad zuerst auf einem Pfad und über ein paar Treppenstufen 50 Meter hinunter zum Holzsteg und drüben rund 300 Meter ziemlich steil hinauf an den Ortsrand von Wessobrunn. Dann geht es auf der Zimmermann- und Zöpfstraße direkt zum Kloster Wessobrunn (Km 19). Sollte Ihnen dieser Weg zu abenteuerlich erscheinen, biegen Sie nach dem Eibenwald an der Querstraße einfach rechts ab, radeln hinunter an die Straße Weilheim – Wessobrunn (1 km) und nutzen dort den Radweg entlang dieser Straße nach Wessobrunn. An der Kloster-Nordseite die Straße nach Haid und dort auch der abgehende Tassiloweg. Er bringt uns bei herrlicher Sicht auf Alpen und Oberland nach 1500 Metern hinunter an eine Weggabel. Dort geht es links weiter (Radschild König Ludwig), nochmals zwei Kilometer durch Wald hinab ins Rott-Tal und dann rechts vor zur Straße Weilheim –Wessobrunn (Km 24,5). Hier biegen wir links auf den neuen Radweg und nach 700 Metern noch einmal links auf die Iglauer Straße in Richtung Lichtenau ab. Nach kurzem Anstieg erreicht man die erste Siedlung und folgt rechts der Egerlandstraße. Ab hier begleitet uns meist wieder reizvolle Wiesenlandschaft und schöne Bergsicht. Wir bleiben an den Kreuzungen konsequent auf dem Sträßchen in Ostkurs, können sogar noch eine Abfahrt genießen und gelangen nach sieben Kilometern an die Ausfallstraße am Westrand von Weilheim (Km 33). Der verbleibende Weg ins Zentrum ist der gleiche wie eingangs beschrieben.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied150 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterEine nur mäßig anstrengende Fahrt im nördlichen Pfaffenwinkel. Man durchstreift das reizvolle Weilheimer Moos, sieht Europas größten erhaltenen Eibenwald und trifft schließlich in Wessobrunn, der Heimat berühmter bayerischer Barockkünstler, ein. Die Route weist nur einen Abschnitt mit Steigungen auf, sonst radelt man auf flachen Wegen, vielfach mit großartiger Aussicht auf das Gebirge.
Hinweise
In Paterzell finden Sie den größten zusammenhängenden, heute unter Naturschutz stehenden Eibenwald Europas - 1000 Exemplare, gemischt allerdings mit anderen Baumarten, hat man gezählt. Die seltenen Nadel-bäume sind bis zu 20 Meter hoch und sollen über 500 Jahre alt sein. Ihr Holz ist sehr begehrt, weil es hart und doch biegsam ist. Rund um Paterzell gibt es einige steilere Abschnitte. Nach dem ersten größeren Anstieg treffen Sie auf den Landgasthof Zum Eibenwald in Paterzell. Hier können Sie eine kleine Rast machen und sich stärken: Auf der Terrasse wird nicht nur eine vortreffliche Aussicht geboten. Ein Abstecher vom Nordrand ins Zentrum nach Peißenberg ist etwa zwei Kilometer lang. Hier gibt es ein Bergbaumuseum, in dem Geschichte und Praxis des Kohleabbaus im Pfaffenwinkel dargestellt sind. Auch die Führung in einen 200 Meter tiefen Stollen gehört dazu. Das Museum hat an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr offen, in den Sommermonaten auch dienstags von 9 bis 11 sowie mittwochs und donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Schon am Ausgangspunkt auf dem Marienplatz in Weilheim finden wir einige Sehenswürdigkeiten: Mariensäule, Stadtbrunnen und das alte Rathaus – da lohnt es sich, näher hinzuschauen, egal ob zu Beginn oder nach der Radtour.
KartentippTopografische Karte »Pfaffenwinkel, Staffelsee«; Kompass Wanderkarte Nr. 179 »Pfaffenwinkel, Schongauer Land«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Garmisch bis Starnberg, dann B 2 bis Weilheim. Bahn: München–Weil-heim halbstündlich Direktverbindung.
GastronomieWeilheim - Gögerl (Waldgaststätte), Di Ruhetag, Biergarten (1 km vom Zentrum); Hotel Vollmann, So Ruhetag, Tische im Freien. Oderding: Gasthof Neuwirt, Di Ruhetag, Biergarten. Paterzell: Gasthof Zum Eibenwald, kein Ruhetag, Aussichtsterrasse, Biergarten. Wessobrunn: Gasthof zur Post, kein Ruhetag, Terrasse.
Tipps
Wollen Sie diese Tour mit einem besonderen Ereignis krönen? Dann setzen Sie sich mit dem Gasthof zum Eibenwald in Verbindung (Tel. 0 88 09/2 47), und reservieren Sie einen Rundflug über den Pfaffenwinkel. Drei Personen können mitfliegen, die Kosten betragen 1,40 E pro Minute und Person. Bei guter Sicht ein unvergessliches Erlebnis!
Verleih
In Weilheim.
Informationen
Pfaffenwinkel - siehe Tour 3 ® Weilheim: Die Kreisstadt im Pfaffenwinkel hat seit 1238 Stadtrecht und birgt beachtliche Sehenswürdigkeiten: Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt*, entstanden 1631, eine der ersten deutschen Barockkirchen überhaupt. Im Innern beeindrucken vor allem die schönen Deckengemälde, Wessobrunner Stuck und die Altäre (u. a. von F. X. Schmädl). Gotische Friedhofskapelle* mit frühbarocker Ausstattung. Außerdem auch der Stadtbrunnen und die Mariensäule (1698) sowie das alte Rathaus (1788) mit dem Pfaffenwinkelmuseum (täglich 10 – 12 und 14 – 17 Uhr). Es enthält u. a. Werke der Weilheimer Schule (von 1590 –1650) sowie wertvolle Skulpturen, wie den Schmerzensmann von H. Leinberger (1527) und ein Engelsrelief. ® Wessobrunn: Ehemaliges Benediktinerkloster* (Gründung 753) mit Blütezeiten unter den Staufern und im 17./18. Jh. Heimat weltbekannter Barockkünstler (Zimmermann, Schmuzer, Feichtmayr und Zöpf). Gefunden wurde dort auch das Wessobrunner Gebet (um 800), das ältestes Textdokument der deutschen Sprache. Beachtenswert sind außerdem: Fürstenbau mit meisterhafter Stuckatur (Führungen) und der Römerturm oder Graue Herzog (1250): Turm der ehemaligen Klosterkirche (Kirche 1810 abgebrochen). Heutige Pfarrkirche* (1758) mit einem spätromanischen Kreuz und dem Marienbild Mutter der schönen Liebe. Schließlich das barocke Brunnenhaus hinter der Kirche (seine Quellen sollen zur Klostergründung geführt haben), die prächtige Holzdecke im Gasthaus zur Post sowie die in Klosternähe stehende alte Tassilolinde mit 13 m Stammumfang.
Tourismusbüro
Weilheim Tel. 08 81 / 68 20 Wessobrunn Tel. 088 09 / 313
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