Erkner – Kagel – Hangelsberg – Mönchwinkel – Hartmannsdorf

Schöne und abwechslungsreiche Radtour vorwiegend auf asphaltierten Radwegen und ruhigen Landstraßen, nur selten auf unbefestigten Waldwegen. (Autor: Tassilo Wengel)
65 km
470 m
5.00 h
Von Erkner nach Kagel: In Erkner lohnen zwei Museen einen Besuch: Im Gerhart-Hauptmann-Museum in der Villa Lassen (Gerhart-Hauptmann-Str. 1–4; Di–So 11–17 Uhr) sind die Arbeits- und Wohnräume des Dichters zu besichtigen und es wird über sein Leben und Werk berichtet. Das Heimatmuseum im Museumshof Sonnenluch (Heinrich-Heine-Str. 17–18; Mi/Sa/So 13–17 Uhr) informiert über die Geschichte von Erkner von der Stein- und Bronzezeit bis in die Gegenwart. In Erkner die S-Bahn-Brücke unterqueren und über Friedrichstraße und Fürstenwalder Straße nach Grünheide. Über Alt Buchhorst und Möllensee an Seen entlang nach Kagel. In Erkner unterqueren wir nach rechts die S-Bahn-Brücke auf der Bahnhofstraße und fahren bis zum Kreisverkehr. Dort biegen wir nach links in die Friedrichstraße und überqueren die Brücke zwischen dem Dämeritzsee und dem Flakenfließ. Unser Weg führt am Rathaus von Erkner vorbei, das 1889 als Sommersitz des Klavierbauers Bechstein erbaut wurde. Zwischen dem Gebäude und dem Dämeritzsee dehnt sich ein schöner Park mit Spazierwegen und Bänken. Nach etwa 800 m schwenken wir nach links in die Fürstenwalder Straße. Auf dem Radweg verlassen wir Erkner und überqueren die Löcknitz. Nach der Auffahrt zur Autobahn folgen wir dem Radweg neben der Landstraße nach Grünheide , wo sich in der Backsteinkirche Zum Guten Hirten von 1892 ein venezianisches Tafelbild aus dem 16. Jh. befindet. Der frei stehende Glockenstuhl neben der Kirche beherbergt eine Glocke aus dem 13. Jh. Im Ort wechseln wir auf den Radweg auf der anderen Straßenseite und fahren auf der Friedrich-Engels-Straße, die bald zur Hubertusstraße wird, durch Kiefernwald nach Alt Buchhorst. Nach Alt Buchhorst führt unser Weg an mehreren Campingplätzen vorbei und auf dem Radweg der Erknerstraße nach Möllensee. Wir folgen dem Europa-Radweg weiter und treffen kurz vor Kagel auf die Gerhart-Hauptmann-Straße. Durch Kiefernwald fahren wir am Elsensee vorbei und erreichen Kagel. Um nach Hangelsberg zu gelangen, müssen wir die Straße nach rechts verlassen. Ein kurzer Abstecher in den Ort Kagel lohnt sich aber wegen der Dorfkirche von 1868 und dem Schlösschen. Abstecher zum Museumspark: Wer von Alt Buchhorst einen Abstecher nach Rüdersdorf unternimmt, kann den Museumspark in der Heinitzstraße 4 besuchen. In Alt Buchhorst nach links in den Wald, bis Alt Rüdersdorf, dort der Hauptstraße folgen und nach der Kirche rechts in die Heinitzstraße abbiegen, die zum Museumspark führt. Lange Zeit wurden die Baustellen in Berlin mit Kalk aus Rüdersdorf beliefert, sodass sich anstelle des einstigen Kalkberges ein langes Tal gebildet hat. Auf einer Tour mit dem Geländewagen kann man das Tal durchfahren und erhält Informationen über den Kalkabbau. Daneben sind Kalkbrennöfen – u.a. ein germanischer – zu besichtigen und und zur Stärkung bietet sich eine Rast in der Kalk-scheune an. Von Kagel nach Hangelsberg: Von Kagel auf der Seestraße und am Bauernsee entlang nach Liebenberg. Rechts abbiegen, die Löcknitz überqueren und durch Kienbaum bis Hangelsberg fahren. Von der Gerhart-Hauptmann-Straße in Kagel fahren wir in die Seestraße (Wegweiser: Liebenberg/Kienbaum) und treffen auf die Route der Tour Brandenburg (TB). Auf einer Betonstraße, die von einer Asphaltstraße abgelöst wird, fahren wir am Bauernsee (links) vorbei nach Liebenberg. An einer Gabelung (Wegweiser: Kagel/Grünheide) biegen wir nach rechts und kommen am Naturschutzgebiet Löcknitztal vorbei, das sich zwischen Kienbaum und Grünheide auf einer Länge von 15 km erstreckt. Das Löcknitztal liegt in einer Schmelzwasserrinne der letzten Eiszeit und wird von der mäandrierenden Löcknitz durchflossen. Neben wertvollen Auwäldern, Röhrichten und Brachflächen beherbergen die Quellfluren am Ufer, die nassen Wiesen und Feuchtwiesen, aber auch die sandigen Magerrasen eine Fülle seltener Pflanzenarten. Neben Orchideen wachsen hier Moosbeeren, Rundblättriger Sonnentau, Prachtnelken und andere geschützte Pflanzenarten. Die Tierwelt ist mit 450 Schmetterlingsarten sowie etwa 100 Brutvogelarten und Reptilien sehr reich vertreten. Wir überqueren die Löcknitz und erreichen Kienbaum. Den Ort durchfahren wir geradeaus und radeln auf guter Straße durch Kiefernwald, der später mit zahlreichen Birken und Lärchen durchsetzt ist. Auf der verlängerten Bahnhofstraße nähern wir uns Hangelsberg. Hier überqueren wir die Gleise und treffen auf die Landstraße (L38) sowie auf den Spree-Radweg (SPREE). Wir biegen nach rechts und fahren auf dieser Straße, bis links der Wulkower Weg abzweigt. Von Hangelsberg nach Hartmannsdorf: Von Hangelsberg auf der Landstraße zum Wulkower Weg. Links abbiegen und über Mönchwinkel nach Spreenhagen fahren. Im Ort rechts und über Neu Hartmannsdorf nach Hartmannsdorf. Wir verlassen Hangelsberg auf der Landstraße L38, der wir bis zum Abzweig des Wulkower Weges folgen. Er leitet uns bis Mönchwinkel, wo wir dem Straßenverlauf der Hauptstraße folgen und nach einem Rechtsknick links in die Spreestraße in Richtung Spreenhagen einbiegen. Wir überqueren nach einem halben Kilometer die Spree und durchfahren Kirchhofen auf einem asphaltierten Radweg. Er führt uns in Richtung Spreenhagen, wo wir auf eine T-Kreuzung treffen. Hier schwenken wir nach rechts in die Fahrradstraße und fahren bis Neu Hartmannsdorf. Am Ortsanfang schwenken wir bei der Vorfahrtsstraße nach rechts in die Neu Hartmannsdorfer Straße und biegen nach einem halben Kilometer vor der Spreebrücke in die Chausseestraße. Nun radeln wir nach Hartmannsdorf, wo wir auf die Schulstraße treffen und dann nach rechts in die Lindenallee einbiegen. Von Hartmannsdorf nach Erkner: Von Hartmannsdorf über Steinfurt nach Neu-Zittau. Über die Spree an Hohenbinde vorbei bis Erkner. Über Ernst-Thälmann-Straße und Fürstenwalder Straße zur Friedrichstraße und zum Bahnhof. In Hartmannsdorf folgen wir der Straße bis Steinfurt und schwenken bei der T-Kreuzung nach links in Richtung Neu Zittau. Wir überqueren die Autobahn und müssen dann scharf rechts abbiegen, da unser Radweg ein kurzes Stück direkt neben der Autobahn entlangführt. Wir überqueren die Spree auf einer Fahrradbrücke und schwenken danach zweimal hintereinander nach etwa 100 m links ab und dann bei der nächsten Gabelung nach links in den Wald. Nach einem reichlichen Kilometer müssen wir wieder links abbiegen und kommen nach einer Schranke zu einer Bushaltestelle an der Straße. Sie führt uns an Hohenbinde vorbei, bis wir auf dem Radweg der Hohenbinder Straße nach Karutzhöhe kommen. Am Ortsende ist auch der Radweg zu Ende und wir fahren nun auf der Gerhart-Hauptmann-Straße nach Erkner. Wir biegen nach rechts in die Ernst-Thälmann-Straße und dann nach links auf die Fürstenwalder Straße. Auf dem Radweg der rechts abbiegenden Friedrichstraße kommen wir zum S-Bahnhof Erkner zurück.

km 0: S-Bahnhof Erkner, Brücke zwischen Dämeritzsee und Flakensee überqueren, über Alt Buchhorst und Möllensee nach Kagel - km 13,5: Kagel, über Kienbaum nach Hangelsberg - km 25: Hangelsberg, auf der Landstraße L 38 bis Mönchwinkel, über Neu-Hartmannsdorf nach Hartmannsdorf - km 37,5: Hartmannsdorf, über Steinfurt und Karutzhöhe nach Erkner - km 51: S-Bahnhof Erkner, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour65 km
Höhenunterschied470 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktS-Bahnhof Erkner
EndpunktS-Bahnhof Erkner
TourencharakterNördlich von Erkner zieht sich das Berliner Urstromtal hin, das von zahlreichen schmalen Seen, dem Wasserlauf der Müggelspree und dem idyllischen Löcknitztal geprägt ist. Die Radtour führt von einem See zum anderen und bietet dabei auch ausreichend Gelegenheit zum Baden.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Berlin und Umgebung, 1:75000.
MarkierungenVon Erkner bis Kagel als Europa-Radweg R1 ausgewiesen, zwischen Hangelsberg und Erkner als Spree-Radweg (SPREE) markiert.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A10 (Berliner Ring) bis Ausfahrt Erkner. Mit der S-Bahn-Linie S3.
GastronomieUnterwegs zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.
Tipps
Bademöglichkeit am Werlsee, Peetzsee, Möllensee, Bauernsee und Liebenberger See. Verlängerung der Tour über Fürstenwalde: Die Tour lässt sich um 28 km verlängern, indem man von Kagel über Fürstenwalde nach Hangelsberg radelt. Zwischen Kagel und Fürstenwalde verläuft die Tour auf dem Radweg Tour Brandenburg (TB) und ab Fürstenwalde bis Erkner auf dem Spree-Radweg (SPREE).
Unterkunft
Erkner: Waldhotel Erkner, Tel. 03362/28220, www.waldhotel-erkner-bei-berlin.de; Pension Vogelsang, Tel. 03362/4450; Pension Schützenhaus, Tel. 03362/889772.
Tourismusbüro
Tourismusverein Erkner, Beuststr. 1, 15537 Erkner, Tel. 03362/74 03 18, www.tourismusverein-erkner.de
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