Entlang der Traun ins Ruhpoldinger Tal

Schwerpunkte in Traunstein, Ruhpolding und Siegsdorf, sonst keine Berührung mit stärkerem Verkehr. (Autor: Armin Scheider)
Abschnitt Traunstein–Kessel-Alm. Erstes Zwischenziel ist das Städtische Freibad. Man erreicht es, indem man vom Bahnhofsplatz an den Gleisen entlang in Südrichtung fährt und nach ca. 900 Metern die Bahn und dann die Traun überquert. Am Freibad führt parallel zur B 306 eine Straße Richtung Hochberg weg, der wir folgen. Nun liegen rund drei Kilometer Anstieg vor uns, fast zwei Drittel davon steiler. Die schönen Ausblicke zum Chiemsee und zurück auf Traunstein trösten da auch nur wenig, wohl aber der Gedanke, dass es drüben ja wieder hinuntergeht. Und in der Tat, nachdem wir uns im Alpengasthof Hochberg erholt haben, radeln wir mit erhabener Aussicht auf Täler und Berge genussvoll hinunter. Gut zwei Kilometer lassen wir das Radl laufen, dann geht es links ab Richtung Vogling, ein Stück an der lauten Autobahn entlang, schließlich unten durch und über eine Straße hinweg nach Heutau. Damit sind wir im Tal der Roten Traun, das sich landschaftlich als besonders reizvoll erweist. In Frauenstätt geht es über das Flüsschen und gleich rechts weiter. Der schöne Weg mit stimmungsvollen Flussbildern führt uns nach Hammer. Wir unterqueren die B 306, radeln einen Kilometer danach an der Gabel links Richtung Inzell weiter und erfreuen uns erneut am Liebreiz der Tallandschaft. Bald münden wir in eine andere Straße und erreichen nach einem Anstieg den Hof Wald, übrigens mit prächtigem Blick auf Vorberge und Inzell. Direkt danach biegen wir rechts auf den Schotterweg ab. Er bringt uns im Wald hinüber zum Gschwendt-Hof und zur Kessel-Alm, wo man eine Verschnaufpause einlegen und seinen Durst löschen kann. Abschnitt Kessel-Alm–Ruhpolding. Nächstes Ziel ist Oberhausen, wo man mit Blick auf den Froschsee nach Ruhpolding abbiegt und gleich eine weitere markante Steigung bewältigen muss. Nach dem Scheitelpunkt aber geht es leicht bis mäßig bergab, ein kurzes Stück zu Anfang ist sehr steil (loser Schotter), hier besser schieben! Unten landen wir an der Querstraße in Zell, wo wir uns zu einer Schleife durch die Senke südlich von Ruhpolding entschließen, weil sie landschaftlich besonders ansprechend ist und faszinierende Ausblicke bietet. Wir setzen also schräg links gegenüber fort, überqueren gleich danach rechts eine kleine Brücke und radeln nun am Ruhpoldinger Golfplatz entlang. Nach 900 Metern geht es links über eine Straßenbrücke (Grashofstraße) zum Weiler Ort. Dort rechts über die Weiße Traun und die St. 2098 nach Fuchsau, weiter mit Rauschbergblick weiter durch parkartige Wiesenlandschaft bis Gstatt und dort rechts ab Richtung Wasen, nun mit Blick auf den Hochstaufen. Gut 300 Meter nach Gstatt ein Schild, das links zur Ortsmitte Ruhpolding weist. Dieser Weg bringt uns denn auch – gegen Ende mit mehr Verkehr – nach Ruhpolding.Abschnitt Ruhpolding–Traunstein. Über Wiesenstraße, Schwabenbauerweg und Am Bojernsteg verlassen wir Ruhpolding wieder und stoßen nach Queren von Weißer Traun und Traunkanal auf die Miesenbacher Straße. Wir wenden uns nach links und erreichen nach einem letzten markanten Anstieg Vordermiesenbach, wo es am Ortsende halb links weitergeht (Radschild). Dieses Sträßchen ist schön zu radeln, führt dann über eine Steilstelle im Wald (200 m, absteigen!) und bringt uns nach einem Rechtsknick bis Eisenärzt. Auf der Durchgangsstraße geht es hinunter an die Straße Siegsdorf–Ruhpolding, schräg rechts gegenüber weiter über Weiße Traun und Bahn und dann rechts ab auf den Grubweg. Nach 150 Metern zweigt halb rechts der Waldweg ab, dem wir bis Siegsdorf folgen.Nun die Schlussetappe. An der Hauptstraße in Siegsdorf radelt man links über die Weiße Traun und danach rechts weiter. Gleich darauf zweigt rechts die Haunertinger- und dann die Sportfeldstraße ab, die ab dem Freibad in den Traunweg übergeht. Er leitet uns mit weiter Sicht nach Westen an der Traun entlang nach Norden und mündet nach gut vier Kilometern in den Triftweg am Südrand von Traunstein, der später auf die große Salinenstraße trifft. Zum Stadtplatz ist es dann nicht mehr weit.

Länge:

Gesamtlänge ca. 5,3 km, davon 4,3 km stärker ansteigend.

Hauptanstiege zum Hochberg, nach der Kessel-Alm und vor Vordermiesenbach.

Höhenunterschied: 210 Hm.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour43 km
Höhenunterschied210 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Traunstein
TourencharakterHeute radeln wir im Feriendreieck Traunstein-Inzell-Ruhpolding. Höhepunkte der Fahrt sind – nach steilem Anstieg – der Hochberg, dann die anmutigen Täler der Roten und Weißen Traun sowie die parkartige und aussichtsreiche Senke südlich Ruhpolding. Mit über fünf Kilometern Steigung zählt die Tour zu den schwereren dieses Buches.
Hinweise
Freibäder: Traunstein Städtisches Schwimmbad, Ruhpolding: St. Valentin, Siegsdorf nördlich der A 8
VerkehrsanbindungAutoanfahrt von München A 8 zur AS Traunstein, dann B 306 bis Traunstein. Ca. 110 km, Fahrzeit gut 1 Std. Bahnverbindung Mehrmals täglich München–Traunstein (direkt) und zurück. Fahrzeit ca. 1:30 Std. Fahrradmitnahme möglich.
GastronomieTraunstein Schnitzlbaumer Terrasse, kein Ruhetag Hochberg Biergarten, Di. und Mi. bis 15 Uhr geschlossen Hammer Hörterer Biergarten, Mi. Ruhetag Ruhpolding Windbeutelgräfin Garten, Mo. RuhetagSiegsdorf Alte Post Terrasse, kein Ruhetag
Informationen
Brauchtum: Über Traunstein hinaus bekannt ist der Georgiritt, der alljährlich am Ostermontag stattfindet und zu den farbenprächtigsten Umritten Altbayerns zählt. Ziel des Umzugs ist Ettendorf, Höhepunkt des Festes ein historischer Schwertertanz.
Tourismusbüro
Traunstein: Tel. 08 61/65-0 www.traunstein.de; Ruhpolding: Tel. 0 86 63/88 06-0 www.ruhpolding.de

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