Einmal Starnberger See und zurück

Der Kurs um den Starnberger See gehört zum Programm jedes Freizeitradlers. (Autor: Armin Scheider)
50 km
75 m
5.00 h
Von Starnberg bis Tutzing: Vom S-Bahnhof auf der Possenhofener Straße hinaus und über den Westhang des Sees ausholend nach Possenhofen, ab hier am Ufer entlang bis Feldafing, Fortsetzung der Uferfahrt über Garatshausen bis Tutzing. Empfohlen wird, den See gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden, weil sich so öfter als am Ostufer schöne Aussicht auf See und Alpen eröffnet. Dazu ist von zwei erfreulichen Änderungen zu berichten. Zum einen muss man von Starnberg bis Possenhofen nicht mehr die verkehrsreiche Staatsstraße 2063 befahren, sondern kann auf eine ruhige Nebenstrecke ausweichen (siehe unten). Zum zweiten ist nun die Uferstrecke auf der Westseite bis auf eine kurze Stelle vollständig für Radfahrer freigegeben, was eine große Erleichterung bedeutet. Wir radeln also ab S-Bahnhof Starnberg auf Bahnhof- und Possenhofener Straße hinaus und biegen nach 1 km rechts in die Wilhelmshöhenstraße ein (Schild Possenhofen). Nach lang gezogenem Anstieg geht es durch gehobene Wohnviertel, am Ende links über die Bahn und gleich wieder rechts auf den Moritz-von-Schwind-Weg. Er setzt sich später als Waldweg fort und führt (Schild Schlosspark) über die Staatsstraße hinweg in den Schlosspark und am ehemaligen Sissi-Schloss vorbei zur Anlegestelle in Possenhofen. See- und Seeuferweg führen uns weiter nach Süden. Das Forsthaus am See mit großer Seeterrasse, eine verlockende Einkehr, ist nächste Station. Direkt nach der Terrasse läuft rechts ein Weg hinauf, wo wir nach 100 m wieder links einschwenken und weiter am Ufer entlangradeln. Richtungsschilder sind Mangelware, nur ab und an passiert man ein blaues Fußgänger-/Radschild. Es folgen die Roseninsel , schon in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt, mit Gartenschlösschen von 1852, dann in Garatshausen das Schloss, wie Possenhofen ein Wittelsbacher Herzogsschloss (Anfang 16. Jh.), sowie Härings Wirtschaft in Tutzing, eine Einkehr in spektakulärer Uferlage. Halten Sie sich in Tutzing (Bhf.) zunächst in Ufernähe, um später an der Evangelischen Akademie hoch zur Hauptstraße zu fahren. Von Tutzing nach Seeshaupt: Auf der Hauptstraße und einem ufernahen Weg bis Unterzeismering, von dort auf Radweg hoch zur Klinik in Höhenried, nun hinunter nach Bernried und dort ans Ufer, auf reizvoller Strecke durch den Bernrieder Park nach Seeshaupt. Auf der Hauptstraße radeln wir nach Süden hinaus. Am Ortsende zweigt links der Georg-Roth-Weg ab, geht in die Lindenallee über und führt über den Höhenrieder Weg an die große Bernrieder Straße in Unterzeismering. Dort folgen wir links dem Radweg, der nach 500 m von der Straße abknickt und nach Höhenried führt. Wenn man geradlinig an der Klinik vorbeiradelt, trifft man auf den Radweg an der Tutzinger Straße und saust hinunter nach Bernried , um dort in der Ortsmitte links zur Anlegestelle hinab zu schieben. Es lohnt sich, in Bernried einen kurzen Rundgang zu machen (siehe Info- und Tippkasten), es war 1983 immerhin »schönstes Dorf Bayerns«. Erneut folgt ein attraktiver Abschnitt, nämlich im Bernrieder Park , den eine Deutsch-Amerikanerin gestiftet hat. Wiesenflächen, alter Baumbestand, dazu ein schönes Radlsträßchen und Blicke auf See und Alpen, all das macht die Strecke zum Genuss. Nachdem gegen Ende ein Schlösschen passiert wurde, münden wir in die stärker befahrene Straße Tutzing–Seeshaupt, radeln noch am schönen Café Seeseiten vorbei (oder auch nicht!) und treffen in Seeshaupt ein. Von Seeshaupt am Ostufer zurück nach Starnberg: Auf Straße und Radweg hinüber bis St. Heinrich, durch das Ambacher Erholungsgelände nach Ambach, weiter über Ammerland und Leoni nach Berg, durch den Schlosspark und durch das Strandbad Percha nach Starnberg zurück. Wir verlassen das Dorf wieder auf der verkehrsreichen Haupt- und St.-Heinricher-Straße und vertrauen uns nach Ortsende einem Radweg an, der verkehrsfrei bis hinüber zum Ambacher Erholungsgelände führt, das wir schiebend durchqueren. In Ambach treffen wir auf die Seeuferstraße und bleiben konsequent auf Nordkurs, immer am Seeufer entlang. Als Nächstes folgt die Siedlung Ammerland, bekannt durch ihr Schloss, das dem Grafen von Pocci gehörte (siehe Infokasten). Nachdem Leoni hinter uns liegt, treten wir in den Schlosspark Berg ein. Dort steht ein Schloss von 1640, einst Sommersitz des Münchner Hofes (nicht zugänglich), sowie die neuromanische Votivkapelle zum Gedenken an König Ludwig II. und das Holzkreuz im See, wo der Monarch 1886 ertrunken sein soll. Kapelle und Kreuz können besichtigt werden. Nachdem der Park durchquert ist, erreichen wir auf Seestraße und Uferweg, beide direkt am Ufer, das Seefreibad in Percha und radeln von dort die kurze Strecke nach Starnberg (Bhf.) zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour50 km
Höhenunterschied75 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktS-Bahnhof Starnberg.
TourencharakterDer Kurs um den Starnberger See gehört zum Programm jedes Freizeitradlers. Als am schönsten erweisen sich die Uferabschnitte Possenhofen–Tutzing und Bernrieder Park. Langeweile kann kaum aufkommen, denn Attraktionen, Gasthöfe und Badeplätze gibt es am Ufer genug.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50.000 »Ammersee, Starnberger See, München-Süd« des Bayerischen Landesvermessungsamtes München.
MarkierungenKeine einheitliche und durchgehende Markierung.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A 95/A 952 bis Starnberg. Per Bahn mit der S6.
GastronomieFeldafing: Forsthaus am See mit Terrasse. Tutzing: Wirtschaft zum Häring mit Terrasse und Biergarten (Mo Ruhetag). Seeseiten: Gasthaus/Café Seeseiten mit Garten (Mo Ruhetag). Ambach: Buchscharner mit Terrasse; Fischmeister mit Biergarten (Mo/Di Ruhetage). Leoni: Seehotel Leoni mit Terrassen. Berg: Hotel Schloss Berg mit Terrasse. Starnberg: Zur Sonne (Sa/So Ruhetage); Café/Restaurant Undosa mit Terrasse und Garten.
Tipps
Es befinden sich zahlreiche Strandbäder und Badeplätze rund um den See. Glanzpunkte am Starnberger See: Possenhofen: Sissi-Schloss (nicht zugänglich), in dem Elisabeth von Bayern, die spätere Kaiserin von Österreich, ihre Kindheit verbrachte. Bernried: Reizvoller Ort mit viel Grün, kleinen Weihern und alten Bäumen. Schon 1983 »schönstes Dorf Bayerns«. Besuchenswert auch die Kirche St. Martin mit prächtigem Hochaltar und die Kirche Mariä Himmelfahrt, u. a. mit Rosenkranzmadonna und einer gotischen Pieta. Ammerland: Pocci-Schloss, gehörte Franz Graf Pocci, dem Zeremonienmeister König Ludwigs I. Er wurde auch »Kasperlgraf« genannt, weil er die bekannte Kasperlfigur erfunden haben soll. Starnberger See: Längster und wasserreichster See Bayerns. Umfang ca. 50 km, Tiefe bis 127 m. Früher Würmsee genannt, bietet er viele Bade- und Wassersportmöglichkeiten. Starnberg: Siehe Tour 7.
Tourismusbüro
Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land, Tel.: 08151/90 60-0, E-Mail: info@sta5.de, www.5sli.de

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