Ein Tag im Pfaffenwinkel

ca. 6 km, davon 2 km Schiebestrecke. Stärker durchschnittenes Hügelgelände. Höhenunterschied - 130 m. Gefällstrecken 9 km. Verkehr: In Rottenbuch und Steingaden verstärkt, sonst auf der gesamten Strecke kaum Verkehr. Wege: 10% Schotterweg, vereinzelt holprig und lose, sonst asphaltierte Straßen. (Autor: Armin Scheider)
32 km
130 m
4.00 h
Ausgangspunkt ist die Klosterkirche in Rottenbuch. Vom Klosterhof geht es nach Süden zur B 23 und drüben halblinks weiter auf dem Weihanger hinauf in den Ortsteil Solder. Kurz nach den letzten Häusern zweigt links der Wildsteiger Weg ab. Er führt nach eineinhalb Kilometern einen holprigen Waldweg hoch und weiter an eine kleine Kreuzung, hier links abbiegen. Mit herrlichem Blick auf Schwaigsee und Ammergebirge kommen wir auf ein Asphaltsträßchen und fahren rechts zur Romantischen Straße hinunter. Drüben setzen wir die Fahrt Richtung Morgenbach fort und am Ende des ersten Ortsteils von Morgenbach rechts ab Richtung Wildsteig. Das Sträßchen mündet später in eine andere Straße, die uns direkt nach Wildsteig (Km 8) bringt. Wir schieben das Rad die Kirchbergstraße hoch und folgen oben der Abzweigung nach Wies. Diese Ausschilderung ist auch in der Folge maßgebend. In Unterhäusern eine Gabel, dort rechts auf dem Wiesweg hinaus (Aussicht!) und nach einem Kilometer an eine Wegespinne - Der zweite Weg von links (Prälaten – Radschild) führt wenig später an ein Quersträßchen (Km 11). Biegt man rechts ab, ist man auf Kurs Steingaden. Zuerst passieren wir die Abzweigung zur Wies (dahin kommen wir später!) und folgen nach Querung der Zufahrtsstraße dem Schotterweg Richtung Steingaden/Litzau. So geht es hinunter und rechts in den Ort Steingaden (Km 16). Nach Besichtigung des Welfenmünsters radelt man auf der B 17 hinaus Richtung Füssen. Nach einem Kilometer eine Linksabzweigung, unter anderem in Richtung Hiebler. Erneut geht es einen Buckel hoch, dann kommt man bei reizvoller Aussicht an eine Dreiergabel und nimmt die ganz linke Abzweigung Richtung Hiebler. Nach Erreichen dieses Ortsteils biegt man rechts ab (Radweg Wies) und radelt mit stellenweiser Gebirgssicht weiter zum Lindegger See. Danach folgt ein Wegedreieck, dessen linke Abzweigung zur weltbekannten Wieskirche (Km 22,5) führt. Hat man sich das Rokoko-Wunder näher angesehen, geht es Richtung Steingaden hinaus und nach 250 Metern rechts ab Richtung Schwaigschild bis zu einem Quersträßchen (das wir bereits kennen). Wir biegen dort rechts ab, passieren nach 150 Metern die Linksabzweigung mit Prälaten-Radschild und treffen bald darauf in Schildschwaig ein. Nach dem Gut hinunter an eine Wegekreuzung und dann links ab nach Straubenbach (Km 26). Wir durchqueren später den rechter Hand liegenden Ort und nehmen in ansprechender Landschaft Kurs auf Schwaig. Nach Schwaig eine Querstraße, dort rechts ab und nach 400 Metern links Richtung Morgenbach. Hier begeistern uns ebenfalls eine besonders reizvolle Landschaft und weite Aussicht. Nach angenehmer Abfahrt dann die Querstraße am Südrand von Morgenbach (Km 29,5). Nun gehen wir auf Nordkurs, erreichen wieder die Romantische Straße und schieben drüben gut 500 Meter bergauf. Dann rechts ab, an der nächsten Gabel links und an der Käs-Alm (Km 32) wieder links auf den Schotterweg Richtung Rottenbuch. Er ist zwar nicht so komfortabel, bietet aber eine beeindruckende Rundsicht! Nach Einmündung in ein Asphaltsträßchen erreichen wir Enle, halten uns im Weiler links und stoßen 500 Meter weiter auf den den Ortsteil Solder, den wir schon von der Ausfahrt kennen. Wir biegen rechts ab und genießen die Abfahrt hinunter an die B 23 am Ortsrand von Rottenbuch.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Höhenunterschied130 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterPfaffenwinkel – sattgrüne Voralpenlandschaft, berückende Gebirgsansichten und vor allem Kunstgenuss vom Feinsten. Bei dieser Tour können Sie mit den Kirchen in Rottenbuch und Steingaden sowie der Wieskirche drei der schönsten bayerischen Sakralbauten sehen. Doch Pfaffenwinkel heißt auch Hügellandschaft und damit ständiges Auf und Ab. Ein Radltag in dieser Gegend kann also ganz schön anstrengend sein.
Hinweise
Der Pfaffenwinkel, auch »Land der Bauern, Künstler und Mönche«, reicht vom Lech bis zur Loisach und vom Ammersee bis zum Gebirge, hat aber keine festen Grenzen. Seine Bergkulisse bilden Estergebirge, Wetterstein und Ammergebirge mit den davor liegenden dunklen Trauchbergen. Pfaffenwinkel ist ein Kulturraum im Südwesten Oberbayerns mit vielen kunsthistorisch bedeutenden Klöstern und Kirchen. Glanzvolle Beispiele sind die Wies, die Kirchen in Steingaden, Rottenbuch und Polling sowie die Klöster in Andechs, Ettal und Benediktbeuern. Die meisten Kirchen wurden in der Barock- und Rokokoära umgestaltet, romanisch blieb dagegen die Basilika in Altenstadt.
KartentippTopografische Karte »Pfaffenwinkel, Staffelsee«; Kompass Wanderkarte Nr. 179 »Pfaffenwinkel, Schongauer Land«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Garmisch bis Starnberg, dann auf der B 2 nach Weilheim und weiter über Peißenberg und Böbing nach Rottenbuch. Bahn: Keine Bahnverbindung.
GastronomieRottenbuch - Gasthaus Zum Koch, Biergarten, kein Ruhetag. Café am Tor, Garten, Mi Ruhetag. Wildsteig: Gasthof Zur Post, Mo Ruhetag, Biergarten. Steingaden: Gasthof Zur Post, Di Ruhetag, Terrasse; Klosterbräustüberl, Garten, Mo Ruhetag. Wies: Gasthof Schweiger, tgl. ab 18 Uhr geschlossen. Morgenbach: Gasthof Mühlegger Di Ruhetag, Biergarten.
Tipps
Alljährlich am Sonntag nach dem 4. Juli wird in Steingaden der Ulrichsritt zu Ehren des heiligen Ulrich durchgeführt. Eine Prozession mit Reitern in Tracht und geschmückten Pferden zieht dann vom Marktplatz zur Kreuzbergkirche, wo ein Feldgottesdienst mit anschließender Segnung der Pferde stattfindet. Das farbenprächtige Schauspiel beginnt bereits am Vormittag. Informationen über das Verkehrsamt Steingaden.
Verleih
In Steingaden.
Informationen
Rottenbuch - Die Kirche Mariä Geburt* des ehemaligen Augustinerchorherrenstifts zählt zu den schönsten Kirchen Bayerns – eine gotische Basilika, die ab 1736 eine prunkvolle Rokokoausstattung erhielt. Mitgewirkt haben dabei bedeutende bayerische Künstler dieser Zeit: Joseph Schmuzer (Gesamtentwurf und Stuck), Matthäus Günther (Fresken) und Franz Xaver Schmädl (Hochaltar, Kanzel, »Schmädl-Engel« u. a.). ® Steingaden: Das romanische Welfenmünster* steht Rottenbuch an Bedeutung nicht nach. Sein Reiz: Es repräsentiert alle Stilepochen von der Romanik bis zum Rokoko, ist also ein aufgeschlagenes Buch der Kunstgeschichte: Bau, Kreuzgang und Westportal sind romanisch (1176), spätgotisch die Vorhalle und das Kreuzganggewölbe (1491), das Chorgestühl stammt aus der Renaissance (1534); Chor, Altäre und Seitenschiffe sind frühbarock (1663), und das Langhaus erstrahlt im Rokokoschmuck (1750, F. X. Schmuzer). An der Barockisierung haben auch Anton Sturm (Kanzel, Gnadenstuhl) und Johann Baptist Straub (zwei Welfendenkmäler in Blei) mitgewirkt. ® Wieskirche*: 1745 bis 1757 von den Brüdern Dominikus und Johann Baptist Zimmermann erbaut. Rokokoraum von einzigartiger Schönheit und abendländischem Kunstrang. Geniale Verbindung von Form, Farbe und einer Fülle von Licht in verblüffender Raumharmonie. Besondere Erwähnung verdienen u. a. die prachtvollen Fresken und der elegante Stuck, der mächtige und figurenreiche Hochaltar mit dem Gnadenbild Gegeißelter Heiland und die schöne Kanzel mit gegenüberliegender Abtsloge. Die vier Kirchenväter an den Pfeilern, die Plastiken der Seitenaltäre und die Kanzel hat Anton Sturm geschaffen.
Tourismusbüro
Rottenbuch Tel. 088 67 / 14 64 Steingaden Tel. 088 62 / 91 01-0
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