Eichstätt mit dem Rad erkunden

Abgesehen von den Anstiegen zur Willibaldsburg und zum Museum Bergér radeln wir ganz entspannt durch die Stadt. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
10 km
290 m
1.00 h
Wahrzeichen von Eichstätt ist der Dom Salvator, Unsere Liebe Frau und Sankt Willibald. Aus dem 11. Jahrhundert stammen die romanischen Türme, im 13. Jahrhundert wurde der frühgotische Westchor errichtet. Im 14. Jahrhundertentstanden Chor und Langhaus und 1716 die barocke Westfassade. Sehenswert im Innern ist der Westchor, der Willibalds-Chor mit den Gebeinen des Hl.Willibald ,der Pappenheimer Altar mit Figuren des Nürnberger Bildhauers Veit Wirsberger und der zweigeschossige Kreuzgang mit Mortuarium. Im Kapitelsaal, dem geschichtsträchtigstenRaum Eichstätts, wurde sechsJahrhunderte lang der Bischof von Eichstättgewählt. Neben diesem Raum zeigtdas Domschatz- und Diözesanmuseumwertvolle Reliquiare, Kelche und Monstranzen,prächtige Messgewänder undMünzen des Hochstifts Eichstätt.Das Informations- und UmweltzentrumNaturpark Altmühltal ist im ehemaligenKloster Notre Dame de Sacre Coeur untergebracht.Hier werden Geschichte,Kultur und Natur sowie die heutige Situationder Region vermittelt (Mo–Sa 9–17 Uhr, So 10–17 Uhr). In der TiererlebnisweltAltmühltal sind über tausend Tierpräparateausgestellt. Sehr schön sind auch die Gärten der Stadt, darunter der Bastionsgarten,der östlich der Willibaldsburg gelegenen ist, sowie derHofgarten der ehemaligen fürstbischöflichen Sommerresidenzmit exotischen Bäumen wie Mammut, Gingko und Trompetenbaum.Im Garten der Sinne beim Informationszentrum NaturparkAltmühltal wachsen die unterschiedlichsten PflanzenartenzumAnsehen, Fühlen, Riechen und Schmecken.Die Willibaldsburg auf dem Willibaldsbergist besonders gut zu sehen, wenn manden Altmühlweg Richtung Wasserzell radelt.Die Burganlage aus dem 14. Jahrhundertwar bis 1725 Bischofssitz. Sehr spektakulärist der Blick in den tiefen Brunnender Anlage. Vom Burgturm bietet sich bei schönem Wetter ein herrlicher Blick auf die Stadt und das Umland.Zur Willibaldsburg hinauf überqueren wir die Altmühl über dieSpitalbrücke, fahren rechts auf die Weißenburger Straße und radelndann bereits nach etwa 100 Metern rechts die Burgstraße hinauf.In der Willibaldsburg sind auch das Jura-Museum und dasMuseum für Ur- und Frühgeschichte beheimatet (April–SeptemberDi–So 9–18 Uhr). Das Highlight imJura-Museumist ein Originaldes versteinerten Archaeopteryx aus der Jura-Zeit. 2006 ist einweiterer Sensationsfund aus dem Altmühltal hinzugekommen,der 150Millionen Jahre alte »Juravenator starki«, eine zuvor unbekannteDinosaurierart und zugleich der am besten erhaltenefleischfressende Dinosaurier in ganz Europa. Die größte Attraktion im Museum für UrundFrühgeschichte istdas Skelett eines rund6000 Jahre alten Mammuts.Darüber hinaussind viele Funde aus derKeltenzeit sowie aus denRömerkastellen und Siedlungenausgestellt.Im Eichstätter StadtteilBlumenberg zeigt dasMuseum Bergér Fossilienaus der Gegend, daruntereinen Raubfisch, der beimVerschlingen seiner Beuteden Tod fand. Der Wegdorthin geht zunächst aufdem Altmühlradweg inRichtung Dollnstein.Etwa 200 Meter südlichder Schlagbrückewird dieAltmühl überquert, danachgeht es die Blumenbergstraßehinauf.In einem nahe gelegenenSteinbruch kann mannach Belieben nach Fossiliensuchen und dieFunde anschließend mit nach Hause nehmen. An einem Kioskgibt es das entsprechendeWerkzeug zumAusleihen.Die herumliegenden Gesteinsplatten werden ganz vorsichtig mitdem Hammer und einem flachen Meißel in einzelne Schichtenaufgespaltet.Mit etwas Geduld kommen dabei Fossilien zumVorschein,die manchmal nur unter einer Lupe zu erkennen sind.Nach lang anhaltenden Regenfällen kann der Steinbruch nicht betretenwerden, an heißen Tagen hingegen ist ausreichender Sonnenschutznotwendig. Auch festes Schuhwerk ist angebracht.Vor der Fossiliensuche ist ein Besuch im Museum Bergér zu empfehlen,um sich über die Entstehung der Fossilien zu informieren.Der Kiosk mit Werkzeugverleih ist von Mai bis Oktober tgl. 9.30–18 Uhr geöffnet (Info-Tel. 0160/7253309).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied290 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
StartortEichstätt
AusgangspunktEichstätt
Endpunkt Eichstätt
Tourencharakter Das Zentrum des Naturparks Altmühltal
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan von Eichstätt, erhältlichin der Tourist-Information
VerkehrsanbindungStündliche Bahnverbindung auf der Strecke München– Nürnberg mit Ausstieg in Eichstätt (Bahnhof). Von dort entweder mit der Regionalbahn in 9 Min. nach Eichstätt (Stadt) oder mit dem Rad über Wasserzell auf dem Altmühlweg nach Eichstätt (ca. 1/2 Std.). Mit dem Auto auf der A 9 München– Nürnberg aus Richtung Süden bis zur Ausfahrt Ingolstadt-Nord und aus Richtung Norden bis zur Ausfahrt Altmühltal und in beiden Fällen weiter über Land nach Eichstätt.
GastronomieIn Eichstätt sowie auf der Willibaldsburg kann man einkehren.
Informationen
Handwerk in Eichstätt erleben: In der Domstadt haben zwölf traditionelle Handwerksbetriebe und Künstler ihre Werkstatt geöffnet, um den Besuchern ihre alten und neuen Arbeitstechniken vorzuführen. So kann man einem Metallbaumeisterbeim Herstellen vonkleinen Schnapsbrennereienüber die Schulterschauen, den Zinngießerbei der Restauration wertvoller Zinnkannen beobachtenund beim Goldschmied die Fertigung von Monstranzenund edlen Schmuckstücken sehen. Die Modistenmeisterin führt die Hutmacherei vor, die Dachdeckermeisterin präsentiert die Kunst, die berühmten Altmühltaler Legschieferdächer wie anno dazumal zu schichten, und Steinbildhauer und Steinmetze sind beim Bearbeiten des heimischen Natursteins zu sehen. In der Bildhauerwerkstatt entstehen aus Holz,Metall und Stein Figurenund Kreuze, in der Lithografie-Werkstatt steht derSteindruck hoch im Kurs, in der Kaffeerösterei wird aus Bohnen Kaffee und in der Keramikwerkstatt wird emsig getöpfert.In einer Broschüre der Tourist-Information Eichstätt sind alle Adressen und Öffnungszeiten aufgeführt.
Tourismusbüro
Tourist-Information Eichstätt, Domplatz 8, 85072 Eichstätt, Tel. 08421/ 6001400, www.eichstaett.de
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