Eberswalde – Sandkrug – Chorin – Brodowin – Schiffshebewerk Ni

Diese schöne Rundtour verläuft auf Asphaltwegen, asphaltierten Radwegen und Waldwegen. (Autor: Tassilo Wengel)
36 km
390 m
3.00 h
Von Eberswalde nach Brodowin: Die Kleinstadt Eberswalde ist nicht nur ein geeigneter Ausgangspunkt für Radeltouren, sondern wartet mit eigenen Besuchszielen auf: Der Familiengarten (Am Alten Walzwerk 1) z.B. befindet sich auf dem Gelände der Landesgartenschau von Eberswalde 2002. Dieser Freizeitpark bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten wie die größte Taschenuhr der Welt, einen Feengarten, eine Gartenwelt mit verschiedenen kleinen Themengärten, eine Abenteuerstadt, das Grüne Klassenzimmer und vieles mehr. Auch ein Ausflug zum Forstbotanischen Garten (Schwappachweg) lohnt sich. Er wurde gegründet, als 1830 die höhere Forstlehranstalt nach Eberswalde kam. Als Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes »Unteres Schwärzetal« gehören vielgestaltige Landschaftsmerkmale wie Fließgewässer, Moorbiotope, frische Hangstandorte, ja sogar kleine Dünenbildungen zum Charakteristikum des Gartens und bieten so auf natürliche Weise zahlreiche Möglichkeiten, 1100 heimische und fremde Pflanzenfamilien zur Geltung zu bringen. Der Zoo Eberswalde gibt mit etwa 1400 Tierarten einen Einblick in die vielfältige Tierwelt aller fünf Kontinente. Anziehungspunkte sind zudem das begehbare Damwildgehege und die Känguruanlage, wo man die Tiere aus unmittelbarer Nähe erleben kann. Affen- und Halbaffengruppen leben völlig frei im Tropenhaus und necken mitunter die Besucher. Vom Bahnhof Eberswalde über Berger Straße zur Breiten Straße. ‘Über den Finowkanal und Oder-Havel-Kanal und Sandkrug zum Kloster Chorin. ‘Beim Amtssee nach rechts durch Wald bis Brodowin. Wir beginnen unsere Tour am Bahnhof in Eberswalde, radeln die Berger Straße entlang in die Stadtmitte und biegen an der Ampelkreuzung nach links in die Breite Straße ein. Dort überqueren wir die Bahngleise und verlassen auf einer leicht ansteigenden Straße den Ort. Unser Weg führt auf dem Radweg geradewegs nach Norden. Wir überqueren den Finowkanal sowie den Oder-Havel-Kanal und radeln nach Sandkrug. Dort bieten sich mehrere Möglichkeiten der Einkehr an, bevor wir unseren Weg auf dem Radweg neben der B2 nach Chorin fortsetzen. Schließlich sehen wir das Kloster Chorin links liegen. Mit dem Bau des Klosters wurde zwischen 1270 und 1273 begonnen; es entstand eine dreischiffige Gewölbebasilika mit Querschiff und Chor und dazwischen liegenden Seitenkapellen, ähnlich dem Mutterkloster in Lehnin. Interessant ist die harmonische Verknüpfung von spätromanischen Details und hochgotischen Formen. Berühmt ist Chorin vor allem wegen der großartigen Gestaltung der Westwand des Langhauses als Schaugiebel. Nach der Reformation 1542 aufgehoben, verfiel das Kloster teilweise. 1828 wurden Sicherungen vorgenommen, seit 1954 erfolgten planmäßige Restaurierungen. Heute wird das Kloster vor allem für die seit einigen Jahren beliebten Sommerkonzerte genutzt. Nach der Besichtigung geht es auf der gleichen Straße weiter, am links liegenden Amtssee entlang, um noch vor dem Ende des Sees nach rechts in eine Kopfsteinpflasterstraße mit Wanderwegweiser nach Brodowin abzubiegen. Wir radeln durch ein schönes Waldgebiet und stoßen schließlich auf die Dorfstraße im Ökodorf Brodowin, einem gut erhaltenen Straßenangerdorf, das als einer der größten Demeter-Betriebe Deutschlands auf 1390 Hektar Fläche vor allem Milchproduktion betreibt, aber auch gärtnerische Produkte erzeugt. Gemüse und Kräuter werden im Freiland und im 2500 Quadratmeter großen Gewächshaus angebaut. Der Hofladen (Weißensee 1, Tel. 03362/302, www.brodowin.de) bietet ganzjährig ein umfangreiches Sortiment ökologisch erzeugter Lebensmittel an. Abstecher zum Kleinen Rummelsberg: Von Brodowin bietet sich ein Ausflug zum Kleinen Rummelsberg an. Von der Kirche in Brodowin dem Wegweiser Parstein und Pehlitz zum Fuß des Kleinen Rummelsberges folgen, 2 km, Wanderzeit 30 Min. Auf Stufen geht es in 5 Minuten hinauf. Von der Höhe bietet sich ein wunderschöner Blick über die Seenlandschaft mit Wesensee, Brodowinsee bis hin zum Parsteiner See. Der Kleine Rummelsberg, ein Drumlin, d.h. eine Aufschüttung aus Endmoränenmaterial der Weichseleiszeit, erhebt sich 38 m über dem Wesensee. Seine Hänge überzieht eine seltene Trockenrasenvegetation, u.a. mit Golddistel, Natternkopf-Habichtskraut, Sandthymian, Gemeiner Braunelle und Wiesensalbei. Von Brodowin nach Niederfinow: Von Brodowin nach Süden nach Liepe. Im Ort nach rechts zum Schiffshebewerk Niederfinow. Auf der Dorfstraße in Brodowin schwenken wir nach rechts und radeln zunächst auf einer Kopfweidenallee nach Süden. Unser Weg führt am Rande des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin durch waldreiches Gebiet, wir kommen am Forsthaus Liepe vorbei und erreichen schließlich eine T-Kreuzung in Liepe. Hier treffen wir auf den Radweg Tour Brandenburg sowie den Oder-Havel-Radweg und schwenken nach rechts. Auf einer recht stark befahrenen Straße geht es nun zum Schiffshebewerk Niederfinow. Dort überqueren wir den Oder-Havel-Kanal und können uns dieses gewaltige Bauwerk aus nächster Nähe ansehen. Es wurde zwischen 1927 und 1934 errichtet und war damals das weltweit größte Schiffshebewerk überhaupt. Es überwindet die 36 m Gefälle des Oder-Havel-Kanals in 20 Minuten. Von der oberen Plattform aus lässt sich nicht nur ein Blick in das Innere werfen, sondern gleichzeitig die Endmoränenlandschaft beiderseits des Oder-Havel-Kanals genießen. Von Niederfinow nach Eberswalde: Vom Schiffshebewerk nach Niederfinow. Rechts am Finowkanal entlang bis Eberswalde. Nach der Besichtigung des Schiffshebewerks folgen wir zunächst dem Radweg neben der Straße bis Niederfinow. Dort verlassen wir die stark befahrene Straße und biegen nach rechts ab. Auf dem Oder-Havel-Radweg fahren wir nun bequem am Finowkanal entlang. Wir kommen an der Ragöser Schleuse vorbei, überqueren die Eisenbahngleise und treffen wieder auf die Breite Straße. Hier biegen wir nach links, fahren rechts in die Eisenbahnstraße und kommen direkt zum Bahnhof in Eberswalde.

km 0 Bahnhof Eberswalde, über Bergerstraße und Breite Straße nach Chorin - km 10 Chorin, auf Waldweg nach Brodowin - km 15 Brodowin, nach Süden bis Liepe - km 21 Liepe, über den Oder-Havel-Kanal bis Niederfinow - km 23 Schiffshebewerk Niederfinow, am Finowkanal entlang - km 36 Bahnhof Eberswalde, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour36 km
Höhenunterschied390 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Eberswalde.
EndpunktBahnhof Eberswalde.
TourencharakterDas Kloster Chorin ist eines der berühmtesten Monumente märkischer Backsteingotik und zugleich ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Aber auch die Hügellandschaft um Brodowin mit ihren Endmoränen und Seen ist sehr reizvoll. Auf dieser abwechslungsreichen Radtour kann man beides kennenlernen.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Berlin und Umgebung, 1:75000.
MarkierungenStreckenweise als Oder-Havel-Radweg, auch Tour Brandenburg markiert.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A11 bis Ausfahrt Finowfurt und weiter auf der B167 über Finow nach Eberswalde. Mit der Bahn auf der Strecke Berlin–Stralsund.
GastronomieEberswalde: mehrere Möglichkeiten. Sandkrug: Gaststätte Zum Sandkrug und Mühlenhaus. Chorin: Alte Klosterschänke. Brodowin: Zur frischen Quelle und Lindenkrug.
Tipps
Bademöglichkeit besteht im Parsteiner See in der Nähe von Brodowin. Erholung im Freizeitbad »baff«: Das im Sportzentrum Westend (Heegermühler Str. 69a, Tel. 03334/23322, www.baff-bad.de) gelegene Freizeitbad bietet neben einem Außenbecken auch Sport-, Nichtschwimmer-, Spaß-, und Babybecken sowie eine 83 m lange Riesenrutsche. Außerdem laden verschiedene Saunen, ein Fitnessbereich und das Restaurant »sunset« zum Erholen, Fitmachen und Genießen ein.
Unterkunft
Eberswalde: Central-Hotel Eberswalde, Alfred-Nobel-Str. 2, Tel. 03334/2170; Hotel Finesse, Angermünder Str. 43, Tel. 03334/38696.
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsverein Chorin, Hebewerkstr. 1, 16248 Niederfinow, Tel. 033362/710 76, www.wn-brandenburg.de
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