Durch die Füssener Seenlandschaft

Insgesamt gut 5 km, davon ein Viertel Schiebestrecke. Hauptsteigung (ca. 1 km) zwischen Rosshaupten und Ussenburg, sonst nur leichte Anstiege. Höhenunterschied rund 150 m. Gefällstrecken ca. 7 km. Verkehr - Auf der gesamten Strecke nur wenig oder kein Verkehr, außer in den Orten und vor Rosshaupten. Wege: Rund 5 km gut befahrbare Schotterwege, sonst nur Asphaltstraßen. (Autor: Armin Scheider)
38 km
150 m
4.00 h
Ausgangspunkt ist die Fußgängerzone in Füssen, und zwar das Ende der Reichenstraße direkt unterhalb des Hohen Schlosses. Wir fahren von dort zum Lechufer hinunter und auf dem Uferweg nach Osten hinaus. Bald unterqueren wir die B 310 und radeln danach an der Gabelung rechts über den Lech. Der Weg ist mit grünen Radschildern »Forggensee-Rundfahrt« markiert. Drüben fährt man links weiter, bleibt an der nächsten Gabel wieder links und gelangt so zur Frauenbergstraße in Horn (Km 2). Nun geht es mit Blick auf Tegelberg und Schloss Neuschwanstein weiter nach Norden hinaus. Wir passieren Waltenhofen und kommen mit herrlichen Rückblicken nach Brunnen (Km 5). Dort biegen wir an der Seestraße rechts und nach 200 Metern links über die Brunner Ach ab. Das Sträßchen verläuft zwischen Forggen- und Bannwaldsee in reizvoller Voralpenlandschaft nach Norden und bietet wiederholt schöne Rückblicke auf die Berge. Nach Greith dann mit Prachtblick zur Straße Halblech – Rosshaupten (Km 12) hinüber, wo wir links abbiegen. Zeit- und streckenweise ist das nächste Teilstück etwas stärker befahren. Dafür gibt es aber herrliche Blicke auf die Bergkette und das Füssener Vorland. Schließlich unterquert man die B 16 und erreicht auf Forggensee- und Hauptstraße das Zentrum von Rosshaupten (Km 20,5). Wir verlassen den Ort wieder auf der Seeger Straße und biegen nach 400 Metern links Richtung Ussenburg ab. Der Scheitelpunkt ist etwa zwei Kilometer entfernt, dazwischen liegen zwei kräftige Anstiege von je 500 Metern. Wenn sie geschafft sind, wird sofort klar, warum die Route ausgerechnet hier hochführt und warum sich die Anstrengungen gelohnt haben - Von Ussenburg (Km 23) aus bietet sich wohl eine der schönsten Aussichten des bayerischen Alpenvorlandes: Das gesamte Füssener Becken mit seinen Seen und dahinter dann die imposante Ostallgäuer Gebirgskulisse. Jetzt geht es bei anhaltender Aussicht genussvoll hinunter nach Rieden. Wir durchqueren den Ort auf der Brunnenstraße und halten uns am Ortsende an der Gabel links (»Hintere Schöne«). Man passiert ein Puppenmuseum, biegt an der kleinen Kreuzung an den letzten Häusern links ab und gelangt so nach gut einem Kilometer zur Klinik Enzensberg. Von dort aus geht es über die Höhenstraße bei erneutem Panoramablick zur Uferstraße in Hopfen (Km 29). Wir schwenken hier nach Westen ab und biegen rund 600 Meter nach Ortsende (Ortsschild) auf den links abgehenden Schotterweg ein. Am Waldrand nach gut 300 Metern radeln wir links (Ostallgäuer Wanderweg), am folgenden Querweg rechts und dann mit schöner Bergsicht nach Süden. Nach einem Rechts-/Linksknick mündet der Weg in ein Asphaltsträßchen, wo man nach links fährt. Das Sträßchen macht später einen Rechtsknick und trifft auf eine kleine Kreuzung (Km 34). Hier geht es nun links auf den Schotterweg, der uns auf den nächsten Kilometern noch einmal die ganze landschaftliche Schönheit dieser Region präsentiert: parkartige Wiesenlandschaft und von zahlreichen Stellen aus prächtige Ausblicke auf die Landschaft und die Bergkette. Am Ende des Weges stoßen wir dann auf die Straße (Km 36,5) nach Füssen, an der wir für das letzte Stück den Radweg nutzen können. Fazit: Eine Traumtour, die ihren Namen verdient!

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour38 km
Höhenunterschied150 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterEin echter Radl-Hit gleich zu Anfang! Man fährt durch die grüne Hügelwelt des Ostallgäus, umrundet Forggen- und Hopfensee und wird vom prächtigen Füssener Alpenpanorama begleitet. Besonders imponierend - der Blick von Ussenburg auf Vorland und Berge. Bis auf einen stärkeren Anstieg stehen nur leichtere Steigungen an. Vor allem bei guter Sicht ist diese Tour ein Erlebnis!
Hinweise
Favorit in der Besuchergunst ist und bleibt Schloss Neuschwanstein, begründet vor allem durch seine einzigartige Lage und sein märchenhaftes Gepräge. Auf dieser Tour bekommt das Märchenschloss aber starke Konkurrenz - Füssen bietet viele Sehenswürdigkeiten, ein Ausflug nach Hohenschwangau ist lohnend, und auch wer den Badespaß vorzieht, hat mit Hopfensee und Forggensee die freie Auswahl.
KartentippTopografische Karte »Füssen und Umgebung«; Kompass Wanderkarte Nr. 4 »Füssen Außerfern«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Garmisch bis Ausfahrt Murnau. Dann über Murnau nach Steingaden und dort auf der B17 bis Füssen. Bahn: München–Füssen stündlich über Buchloe oder Kaufbeuren, alle zwei Stunden Direkt- verbindung.
GastronomieFüssen - Gasthof Zum Schwanen, Mo Ruhetag, Biergarten. Waltenhofen: Gasthof am See, Di Ruhetag, Aussichtsterrasse. Rosshaupten: Gasthof Jörg, Fr Ruhetag, Terrasse; Gasthof Schwägele, Do Ruhetag, Biergarten. Hopfen am See: Restaurant Fischerhütte, kein Ruhetag, Biergarten und Seeterrasse.
Tipps
Auch wenn Sie schon müde sind und sich nicht so gern in Besucherströme einreihen - Füssen ohne Königsschlösser ist fast nicht denkbar. Kurzbesuche auf Burg Hohenschwangau und Schloss Neuschwanstein sind ein Muss! Beide Schlösser haben täglich von 9.00 –18.00 Uhr geöffnet und lassen sich in einer Kurzwanderung (ca. zwei Kilometer, steigungsintensiv!) verbinden.
Verleih
In Füssen und Rosshaupten.
Informationen
Füssen Zählt als ehemalige römische Garnison zu den ältesten deutschen Städten. Malerische Altstadt, Sehenswürdigkeiten - Hohes Schloss, eine der besterhaltenen spätgotischen Burganlagen Deutschlands mit Gemäldesammlung (Di bis So 11 – 16 Uhr). Im Rittersaal wertvolle Kassettendecke um 1500 von Jörg Lederer. Kloster Mang aus dem 8./9. Jh. mit reich verzierten Räumen, wie Festsaal, Bibliothek und Heimatmuseum (Di bis So 10 – 17 Uhr). Klosterkirche Anfang des 18. Jhs. von Johann Jakob Herkomer zu einem barocken Meisterwerk umgestaltet. Beachtenswert neben der kunstvollen Innenausstattung ein Fresko um 1000 in der Krypta sowie der älteste Totentanz Bayerns (Bildreihe) von 1602 in der St.-Anna-Kapelle. 1 km südlich der Altstadt der wildromantische Lechfall. ® Hohenschwangau Königsschloss Hohenschwangau von 1837, neugotische Anlage oberhalb des Alpsees im Stil eines englischen Castle. Sehenswerte Räume, oft mit Wandgemälden nach Entwürfen des Malers Moritz von Schwind. ® Königsschloss Neuschwanstein, Märchenschloss in einzigartiger Lage über der Pöllatschlucht, zählt zu den berühmtesten Schlössern der Welt. Vorbild für die 1869 begonnene Anlage war die Wartburg. In den Räumen Malereien mit Motiven nach deutschen Sagen und Wagner-Opern. Besonders beeindruckend der Sängersaal, der Thronsaal und die eigentlichen Wohnräume. ® Forggensee Knapp 10 km lang und bis 3 km breit, damit größter künstlicher Stausee im süddeutschen Raum. 1954 beim Bau des Kraftwerkes am Illasberg entstanden. Der Anlage des Stausees fielen einige Höfe und auch der Weiler Forggen zum Opfer, daher stammt auch der Name.
Tourismusbüro
Füssen: Tel. 083 62 / 93 85-0 Rosshaupten Tel. 083 67 / 364
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