Durch den Kemptner Forst

Sportliche Tour mit zahlreichen, teils steilen Anstiegen von 15 %; von Jägerhaus bis nach Kempten geht es dann insgesamt 300 m hinab. Zunächst auf Asphaltstraßen und Radwegen, dann Kies- und Waldwege im Kemptner Forst. (Autor: Michael Graf)
Wir beginnen am Bahnhof in Marktoberdorf und folgen der Radbeschilderung Richtung Wald nach Süden. An der ersten Ampel, nach etwa 200 Metern, biegen wir rechts ab auf den Rad- und Fußweg. An der Realschule geht es rechts und vor dem Sportplatz wieder rechts in den Fuß-/Radweg Richtung Wald/Leuterschach. Der weitere Weg verläuft entlang der eingleisigen Bahnlinie nach Füssen. Wir fahren immer geradeaus, bis es vor Fechsen nach links auf den kleinen Ort zugeht. In Fechsen halten wir uns an der kleinen Kapelle rechts und fahren hinab nach Leuterschach. Wir überqueren die Bahnlinie und sind in Ronried. Vor der Kirche radeln wir rechts dem Radsymbol nach und dann links auf die Ronrieder Straße. Ab dem Ortsende verläuft auf der linken Seite ein Radweg, auf dem wir mit Blicken auf die Alpen und den markanten Grünten aufwärts radeln. Dann rollen wir hinab nach Wald und halten uns vor dem Ortsende rechts nach Görisried. Es geht auf der kleinen Straße aufwärts nach Herings, wo wir einen schönen Blick auf die Alpenkette haben, dann wieder abwärts und über die Wertach und auf der anderen Seite steil aufwärts und weiter bis Görisried. Dort halten wir uns an der Querstraße rechts, fahren bis zur Kirche hoch und dort rechts Richtung Oberthingau und die zweite Querstraße links (Binzigauer Straße), dann geradeaus über die Querstraße (Radbeschilderung Binzigau). Es geht eben entlang auf der breiten Asphaltstraße; das Gebiet wird mooriger. Kurz vor dem Kemptner Wald geht die Straße in einen Kiesweg über. Nach rechts kann man einen kurzen Abstecher (ca. 300 m) zur einsam gelegenen Mehlblockalpe machen, einem beliebten Ausflugsziel mit Biergarten (kein Ruhetag). Es geht auf dem Kiesweg weiter mit teils steilen Anstiegen, dann folgt ein asphaltiertes Stück, das uns aufwärts bis zum ehemaligen Jagdhaus führt. Seit 1993 steht dort auch die kleine schindelgedeckte Kemptner Waldkapelle. Wir befinden uns nun auf 923 Meter Höhe. Hier biegen wir links ab in den Kiesweg (nur Wanderbeschilderung) Richtung Kempten/Dengelstein. Es geht einen schlechteren Kiesweg nochmals aufwärts, dann rechts weg Richtung Dengelstein/Tobias. Nun haben wir den höchsten Punkt der Tour erreicht (ca. 950 m). Es geht nun abwärts; wir orientierten uns immer an der Beschilderung Dengelstein. Wir radeln geradeaus, an der nächsten T-Kreuzung im Wald rechts und gleich wieder links hinab in einen schlecht zu fahrenden Kiesweg mit großen Kieseln. An einer Lichtung vorbei erreichen wir dann den versteckt liegenden Dengelstein (große Tafel). Wir stoßen auf eine Querstraße und fahren wenige Meter am Waldrand entlang und nochmals links wieder in den Wald Richtung Tobias (Achtung, der Wegweiser ist nur aus der anderen Richtung kommend sichtbar). Es folgt entlang einer Wiese ein sehr schlechter, nasser Weg (ca. 50 m), den man am besten schiebend überbrückt. Der weitere Weg ist wieder gut befahrbar. Wir folgen dem Bach, überqueren diesen auf einer Holzbrücke und erreichen außerhalb des Waldes eine kleine Querstraße. Nach rechts sind es nur wenige Meter bis zur Wirtschaft Tobias, wir halten uns jedoch links und biegen gleich darauf rechts ab auf einen Kiesweg in den Wald.Der Kiesweg verläuft sehr schön erst an Wiesen und Wald, dann im Wald entlang der Durach Richtung Waldschenke. Vor der Waldschenke geht es sehr steil einen asphaltierten Weg abwärts (mehr als 15% Gefälle). Wir fahren hinab zur Waldschenke und direkt an der Durach geradeaus Richtung Ruine Neuenburg. Es folgt ein sehr idyllischer Waldweg, der entlang der Durach leicht abwärts führt. Nachdem wir unter den mächtigen Pfeilern der Autobahn hindurchgeradelt sind, überqueren wir auf einer gedeckten Holzbrücke die Durach und erreichen dann den Ort Durach. Wir fahren die Oberhofer Straße entlang und biegen bei der Feuerwehr links in das Ortszentrum bei der Kirche ab.Vor der Kirche fahren wir links und gleich wieder rechts über die Bahngleise (Bgm.-Batzer-Str., Richtung Weidach). Nach den Bahngleisen geht es rechts in die Weidacher Str. Auf einem linksseitigen Radweg radeln wir bis vor Weidach. Wir fahren die Straße weiter, bis wir am Ortsende von Weidach auf die viel befahrene Querstraße stoßen. Hier müssen wir nach rechts fahren, es folgt dann in der Ludwigstraße ein Radstreifen. Wir radeln die Ludwigstraße entlang, dann geht es links hoch auf den Radweg des Schumacherrings. Wir überqueren die Iller. Wer ins Zentrum von Kempten will, überquert nach der Iller die Umgehungsstraße und fährt über die Keselstraße und den Alten Holzplatz bis zum Illertor. Wir radeln jedoch geradeaus und dann links in die Bahnhofstraße, auf der es dann links zum tief gelegenen Bahnhof von Kempten geht. Rückfahrt: Mit der Bahn ca. 30 Min. nach Biessenhofen, von dort auf der Dampflokroute 5 km mit dem Rad bis Marktoberdorf.

Thermentour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour36 km
Höhenunterschied490 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMarktoberdorf Bhf.
EndpunktKempten Bhf.
TourencharakterLandschaftlich sehr abwechslungsreiche Tour, die zuerst teils auf Kieswegen aufwärts durch den Kemptner Wald und dann abwärts entlang der Durach führt. Unterwegs laden mehrere Ausflugsgaststätten zur Einkehr ein.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Allgäu, 1:75000.
MarkierungenTeils lokale Radbeschilderung, im Wald Wanderwegebeschilderung.
VerkehrsanbindungMarktoberdorf liegt an der Bahnlinie Buchloe–Füssen, mit dem Auto ist Marktoberdorf über die B12 von Kempten oder Buchloe aus zu erreichen.
GastronomieWald: Gasthaus Post mit Biergarten; Kemptner Forst: Mehlblockalpe, Zum Tobias, Waldschenke Durachtobel.
Tipps
Einkehrtipps: Mehrere schöne Ausflugsgaststätten liegen im Kemptner Wald, so die einsam gelegene Mehlblockalpe (keinen Ruhetag), der Gasthof Beim Tobias mit einerGartenwirtschaft (Do u. Fr Ruhetag) und die Waldschenke am Durlachtobel (Mo Ruhetag).
Informationen
Der Dengelstein ist der größte Findling im Kemptner Wald. Er wurde während der letzten Eiszeit vom Illergletscher dort abgelagert. Der etwa 400 bis 500 Kubikmeter starke und 1250 Tonnen schwere Koloss besteht aus Nagelfluh, einer Art zusammengebackenem Schotter aus der Süßwassermolasse des Tertiärs.Wahrscheinlich war der Dengelstein in früheren Zeiten ein heidnischer Versammlungs-, Kult- und Gerichtsort. Sein Name geht auf eine Sage zurück, wonach der Tod dort seine Sense dengelte, wenn Ungemach bevorstand. Der Dengelstein gehört zum Geotop-Schutz Bayerns. Eine große, informative Tafel erklärt die Geologie des Findlings.
Tourismusbüro
Touristikbüro im Rathaus, Richard-Wengenmeier-Platz 1, 87616 Marktoberdorf, Tel. 08342/4008–45; Tourist Information, Rathausplatz 24, 87435 Kempten, Tel. 0831/2525237.

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