Durch das Fünfseenland

Rundtour meist auf flachen Forst-, Rad- und Uferwegen vom Weßlinger See über den Wörth-, Ammer- und Pilsensee durch das Fünfseenland. (Autor: Lisa und Wilfried Bahnmüller)
33 km
50 m
3.00 h
Um ersten See: In Weßling starten wir vom Parkplatz des S-Bahnhofs und unterqueren diesen mittels der Unterführung in Höhe des Getränkemarktes. Auf der anderen Seite der Gleise radeln wir durch den Mischenrieder Weg, verlassen Weßling, lassen das Gut Mischenried rechts liegen und erreichen durch den Wald den Rand der Autobahn. Zum Glück gleich zu Beginn steht nun der ungemütlichste Teil dieser Tour an: Für knapp 2 km radeln wir parallel zur lärmenden Autobahn nach Westen. An der Autobahnausfahrt Wörthsee wenden wir uns endlich von der Autobahn weg und fahren rechts unter der Autobahnauffahrt hindurch. Jetzt links und 400 m später rechts zum Golfplatz. Der Radweg führt zwischen den Clubhäusern hindurch, mitten über den wohlgepflegten Golfplatz, dann über Wiesen und durch ein Wäldchen. Er mündet in einer Teerstraße, der wir rechts bis in den Ort folgen. An der T-Kreuzung links abwärts, an der modernen Kirche vorbei und dann rechts in den Buchenweg. An dessen Ende haben wir das erste Seeufer am Wörthsee erreicht. An der Uferstraße geht es nun rechts entlang, den See zu unserer Linken. Die Vordere Seestraße bringt uns in einem Bogen zu einem Badegelände am Nordufer. Nun geht es in der Hinteren Seestraße weiter. An deren Ende wird der Weg für ein kurzes Stück zu einem schmalen, sumpfigen Pfad, bis wir kurz vor Bachern wieder auf einem Feldweg landen. In Bachern halten wir uns nach dem kleinen Hafen links in die Fischerstraße, dann in die Aitelstraße. An deren Ende, der Weg ist fast nicht zu erkennen, wird es in Ufernähe extrem holprig, denn Buchenwurzeln ragen weit aus dem Boden heraus. Für ein kurzes Stück schieben wir die Räder und sind dann schon am großen Erholungsgelände. Hier haben wir uns am weit in den See hineinragenden Steg eine Pause verdient. Zum zweiten See Nun geht es am Kiosk vorbei über den Parkplatz und schräg gegenüber von seiner Einfahrt in den für Autofahrer gesperrten Waldweg. Wir erreichen Schlagenhofen, folgen zunächst der S-Kurve durch den Ort und biegen dann links in den Schlichtweg ein. Nun ist im Wald etwas Orientierung gefragt. Am Waldrand wenden wir uns rechts und bleiben zunächst auf dem Hauptweg. Ca. 1 km nach dem Waldrand biegen wir an der T-Kreuzung im Wald nach links und stoßen nach einem weiteren Kilometer auf eine kleine Teerstraße, die uns erneut nach links in den Weiler Ellwang bringt. Nun radeln wir über Felder nach Rausch. Von Weitem schon grüßt der Kirchturm des Klosters Andechs vom Höhenrücken des Ammersees herüber. Letzterer ist unser zweiter See, den wir nun endlich nach einer rasanten Abfahrt von Rausch, an der Beamten-Fachhochschule vorbei, in Herrsching erreichen. Bis ins 19. Jh. hinein war Herrsching ein Fischer- und Bauerndorf, bis es von den Münchnern und einigen Künstlern als Tagesausflugsziel und als Urlaubsort entdeckt wurde. Viele der unter Denkmalschutz stehenden Gründerzeitvillen erzählen noch von dieser Zeit. So auch das 1889 von dem Maler Ludwig Scheuermann erbaute Schlösschen an der Uferpromenade. Hier traf sich die Künstlerszene, man tauschte sich aus, es wurden Feste gefeiert, und man verbrachte mit der Familie die Sommermonate an den kühlen Ufern des Sees. Heute ist es das Wahrzeichen Herrschings, in dem man auch heiraten darf. Zunächst geht es an der Uferpromenade entlang, hier locken direkt am Wasser zahlreiche Eisdielen und Straßencafés. Dann überqueren wir die Gleise und biegen gleich danach links in den Radweg ein.Zum dritten und vierten See Parallel zu den Gleisen radeln wir durchs Herrschinger Moor und erreichen durch die lang gezogene Seestraße Hechendorf am Pilsensee. Auch hier können wir an einem netten kleinen Badegelände zum Seeufer hinuntersteigen. Am Ortsende überqueren wir die größere Autostraße geradeaus in den Aubachweg und radeln über die Felder in Richtung Kirchturm Oberalting. An der großen Bundesstraße beginnt der Radweg parallel zur Graf-Toerring-Eichenallee. So kommen wir über Meiling nach Delling. Variante: Geradeaus wäre der direkte Weg zurück nach Weßling. Schöner jedoch ist die Fahrt über die Dellinger Höhe. Dafür überqueren wir unmittelbar nach den Häusern in Delling vorsichtig die Bundesstraße und radeln über den Parkplatz der Computerchipfirma in die Mühlstraße. Gleich danach biegen wir jedoch links in die Ettenhofener Straße mit ihrer mächtigen Eichenallee. So fahren wir mit schönen Aussichten über die Dellinger Höhe zurück nach Weßling. Nun nur noch links durch die Straße Am Karpfenwinkel, an der Kirche Maria Himmelfahrt vorbei und in Ufernähe bleibend um den Weßlinger See. Vom nördlichen Ende ist es nicht mehr weit durch die Hauptstraße zum Bahnhof zurück.

Motto: Wandern am Wasser

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour33 km
Höhenunterschied50 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWeßling, S-Bahnhof
EndpunktWeßling
TourencharakterEine Zuckerwatte-Rundtour durch das Fünfseenland. Wobei wir hier die Entfernungen nicht unterschätzen dürfen, sodass wir nur zwischen den Ufern von vier Seen, dem Weßlinger, Wörth-, Ammer- und Pilsensee, hin und her radeln. Zum krönenden Abschluss erwartet uns noch die mächtige Allee zwischen Herrsching und Seefeld, deren uralter Baumbestand besonders im Herbst zur Geltung kommt.
Hinweise
DIE EICHENALLEE VON SEEFELD NACH WESSLING. Diese einzigartige Eichenallee wurde 1770 auf Veranlassung des Grafen Anton Clemens zu Toerring-Seefeld (1725–1812) gepflanzt. 765 junge Eichen wurden dafür gesetzt, nicht nur in der Hauptallee, sondern auch in den davon abzweigenden Nebenstraßen. Man nimmt an, dass der Graf auf einer seiner ausgedehnten Reisen nach Brandenburg, Mecklenburg und Ostpreußen (seine Frau, Gräfin Emanuela Sedlnitzky, stammte aus Mähren) vom dortigen Zauber der Alleen so fasziniert war, dass er in seiner Heimat ebenfalls eine solche anpflanzte. In Bayern ist diese Eichenallee einzigartig. Der Graf selbst konnte die volle Schönheit der großen Baumallee nicht mehr erleben, denn erst mit den Jahren hat sie ihre heutige Pracht entwickelt.
KartentippKompass Karte Nr. 180 Starnberger/Ammersee, 1:50 000
VerkehrsanbindungVon München auf A 96 bis Ausfahrt Gilching, weiter über Oberpfaffenhofen bis Weßling; der Bahnhof ist ausgeschildert. Mit der S 5 bis Weßling.
GastronomieUnterwegs gibt es in den größeren Orten viele Möglichkeiten. Uns hat ein gut gefüllter Picknickkorb am besten gefallen, denn es gibt jede Menge schöne Rastplätze entlang der Seeufer.
Tipps
BADEMÖGLICHKEITEN: An allen ausgewiesenen Stellen der Seen

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