Donau-Radweg: Von Krems nach Traismauer

Hinter Krems wechseln wir das Donauufer und steuern dort ohne Verkehr gemütlich entlang der Donau flussabwärts. Zuletzt geht es von der Donau weg über den Fluss Traisen in den alten Römerort Traismauer. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
19 km
135 m
1.00 h
Vom Südtiroler Platz in Krems L
fahren wir die Utzstraße leicht abwärts zur Ringstraße, wo wir links auf dem Radweg bis zur großen Straßenkreuzung gelangen. Vor der Kremsbrücke rechts in die Austraße und hinter der Bahnunterführung links in die Rechte Kremszeile. An der Bundesstraße angekommen, halten wir uns rechts und strampeln im Bogen auf die Donaubrücke. Die Donau ist an dieser Stelle rund 800 Meter breit, es dauert also, bis wir die Brücke überquert haben. Anschließend geht es umständlich in einer weit ausholenden Rechtskurve zur Donau hinab: Erst am Bachlauf der Fladnitz führt der Radweg zum Donauufer, bevor wir die Donaubrücke nach gut einem Kilometer wieder unterqueren.
Hinter der Brücke geht es um den kleinen Yachthafen herum. Man sieht das ein oder andere Segelboot über das Wasser kreuzen, auch Motor- und Ruderboote sind unterwegs. Nun folgt ein langer Streckenabschnitt auf dem Donaudamm unmittelbar am Wasser. Kurz vor Hollenburg rückt die Autobahn näher, doch spätestens bei Tonis Radlertreff ist es mit Verkehrslärm und Abgasen wieder vorbei. Für den Abstecher in den Ort, der hinter der Autobahn am Fuß des Schiffbergs liegt, zweigt man am Radlertreff ab.
Vom Radlertreff geht es weitere sechs Kilometer auf dem beschaulichen Dammweg entlang der Donau. Im Gegensatz zu vorher öffnet sich nun die Landschaft, das Donautal wird immer breiter. Am Traismauerer Marinahafen stoßen wir beim Gasthaus an der Donau auf eine Weggabelung: Wir zweigen vom Damm nach rechts auf den Schubert-Radweg, der parallel zum Donauradweg über eine Länge von 40 Kilometern größtenteils auf Güterwegen und wenig befahrenen Landstraßen nach Tulln führt. Wir begnügen uns mit der Fahrt am Naturbadesee Mitterau – der Trinkwasserqualität haben soll – vorbei zur Traisenbrücke, überqueren den Fluss und fahren über die Donaustraße zuletzt am Friedhof entlang zum Gartenring. Hier wenige Meter rechts, dann nacheinander links über Hauptplatz und Wiener Straße zum Kirchenplatz, dem zentralen Platz von Traismauer L.

Donau-Radweg,
weinradeln

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied135 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKrems, Südtiroler Platz.
EndpunktTraismauer, Kirchenplatz.
TourencharakterVom Rand der Wachau geht es am immer breiteren Donauufer entlang in das Traisental, in dem über 50 Heurige zu heiterem Beisammensein in rustikalen Stuben und Schanigärten einladen. Schon im Nibelungenlied wurde die wohlige Weinlaune und Geselligkeit der Traismauerer besungen, und daran hat sich bis heute nichts geändert.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Radtourenkarte 151, 1 : 125 000.
MarkierungenDie Wegweiser des Donau-Radweges.
VerkehrsanbindungNach Krems mit dem Auto auf der B 3 oder auf der A 1 über St. Pölten. Bahnreisende kommen von Linz und Wien über St. Pölten oder mit der Nordlinie nach Krems. Für die Rückfahrt mit der Bahn muss in Herzogenburg umgestiegen werden.
GastronomieToni's Radlertreff; Gasthaus an der Donau bei Traismauer; Traismauer: zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.
Tipps
Die vielen Freunde der biologischen Landwirtschaft finden in der Traismauerer Umgebung zahlreiche Bauern, die ihre Erzeugnisse im Ab-Hof-Verkauf anbieten.
Informationen
Bewegte Frühgeschichte Niederösterreich hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Kelten, Quaden, Markomannen, Goten, Hunnen, Rugier, Heruler, Langobarden, Awaren, Slawen und Baiern besiedelten das Land im ersten nachchristlichen Jahrtausend. Mörderische Kriege blieben nicht aus: Spektakulär der Hunneneinfall zur Vertreibung der römischen Besatzung oder die Attacke wilder Reiter aus der Mongolei, die in ihren Gräbern jenen Schmuck hinterließen, den sie aus den römischen Tributzahlungen geschmolzen hatten. Später machten die Babenberger den letzten slawischen Burgwall dem Erdboden gleich. Im Rahmen von Ausgrabungen wurden Schmuck, Waffen, Werkzeuge und Gegenstände des alltäglichen Lebens all dieser Volksstämme freigelegt, die heute ein wertvolles Zeugnis über die damaligen Lebensumstände darstellen. Zu sehen sind die historischen Schätze im Museum für Frühgeschichte im Traismauerer Schloss, Tel. 02783/272, tgl. geöffnet 9–18 Uhr. Stadtrundgang durch Traismauer Traismauer ist Dank der Römer eine der ältesten Städte Österreichs, Grund genug, den obligaten Stadtrundgang am Römertor zu beginnen. Das im 2. Jh. n. Chr. errichtete Tor bildete einst das rechte Haupttor des römischen Kastells, nur der Dachaufbau ist gotisch. Das heutige Schloss Traismauer wurde auf den Fundamenten des römischen Kleinkastells errichtet; Teile des römischen Mauerwerks aus dem 4. bis 5. Jh. n. Chr. sind noch erhalten. Im Schlosshof, der auch im Nibelungenlied besungen wird, finden sich romanische und gotische Bauteile. Der Rundgang führt zum Hauptplatz mit der Pfarrkirche St. Rupert, in der 1975 im Zuge von Ausgrabungen älteste Schichten des ersten römischen Holzlagers aus dem 1. Jh. n. Chr. sowie Mauerzüge späterer römischer Steinbaukunst freigelegt wurden. Auch ein Grabbau aus dem 9. Jh. trat zutage. Das Alte Rathaus gegenüber ist seit 1553 Sitz des Gerichtes und Rates von Traismauer. Die Wiener Straße folgt dem Verlauf der römischen Hauptstraße »via principalis«, hier tauchen einige Bürgerhäuser und Gasthöfe mit barockem Giebelbau und Renaissance-Arkadenhöfen auf. Die Nr. 8 ist die Alte Schule aus dem Jahr 1829, bis 1896 Volksschule; heute tagen hier die Beamten der Stadtverwaltung. Am Hauptplatz zweigt gegenüber des Landesmuseums für Frühgeschichte die Florianigasse ab, wo wir auf den Hungerturm stoßen. Der römische Hufeisenturm aus dem 4. Jh. n. Chr. wurde später in die mittelalterliche Stadtbefestigung einbezogen. Seit 1954 beherbergt er das Heimatmuseum, im Untergeschoss befindet sich die evangelische Kapelle. Der Florianiplatz bildet übrigens den Kernbereich der frühmittelalterlich-baierischen Besiedlung.
Unterkunft
Traismauer: Frühstückspension Elfriede Fidelsberger, Obere Hollenburger Hauptstr. 2, Tel. 02783/2241; außerdem mehrere Gasthöfe und Privatquartiere. Camping: Traismauer: Freizeitgarten Koller, Donaustr. 56, Tel. 02783/7130
Tourismusbüro
Traismauer: Stadtgemeinde, Wiener Str. 8, Tel. 02783/8651, www.traismauer.at; Informationsstelle beim Schloss, Tel. 02783/8651.

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Michael Reimer, Wolfgang Taschner

Der Donau-Radweg

Der Donau-Radweg besticht mit reizvoller Landschaft, viel Kultur nicht nur in Wien oder Budapest und so viel Komfort, dass auch Kinder ihn gut bewältigen können.

Jetzt bestellen
Tags: 
Mehr zum Thema