In der Hirschauer Bucht

Insgesamt knapp 4 km, davon 1 km Schiebestrecke. Hauptanstieg (600 m) vor Wipfing. Höhenunterschied - rund 130 m. Gefällstrecken 5 km. Verkehr: Bis auf einzelne kurze Abschnitte durchweg verkehrsarm oder -frei. Wege: 5 km gut befahrbare Schotterwege, sonst alles Asphaltstraßen. (Autor: Armin Scheider)
27 km
130 m
3.00 h
Ausgangspunkt ist der Bahnhof Bernhaupten. Man startet nach Süden Richtung Bergen, nutzt nach 150 Metern die parallele Bahnhofstraße (Fuß-/Fahrweg) und kommt 200 Meter nach der Einmündung in den Radweg der Kreisstraße an den Schlagbach. Davor befindet sich ein Schotterweg, auf dem wir bei herrlicher Aussicht nach rechts Richtung Rumgraben fahren. Am nächsten Asphaltsträßchen überquert man auf der Gegenseite den Steg über den Bergener Bach und radelt nun am Bach entlang nach Westen hinaus. Die nächsten Kilometer sind von außerordentlichem Reiz - sie bieten parkartige Heidelandschaft und ein glanzvolles Alpenpanorama, u. a. mit der gezackten Kampenwand: Genussradeln pur. Nach zwei Kilometern ein Quersträßchen, hier rechts über den Bach und gleich wieder links. Auf diesem Teerweg erreicht man nach kurzer Waldpassage den Ortsrand von Schneereut (Km 6): Hier zeigt sich erneut ein betörendes Panorama: die Chiemgauer Alpen in ganzer Breite – ein großartiges Landschaftsbild! 100 Meter weiter eine Gabel, dort links nach Fernbichl und ab da dem Schild Winkl-Grabenstätt folgen. Bei anhaltend schöner Aussicht sind wir wenig später in Stadeln (Km 7,5). Wir folgen vor dem Hof dem rechts abgehenden Feldweg Richtung Winkl, setzen den Weg an der Bahn mit prächtigem Rundblick nach Westen fort und überqueren bald darauf die Eisenbahnbrücke. 300 Meter weiter geht es dann links hinüber zur verkehrsreichen Grabenstätter Straße. Dort überqueren wir die sehr stark befahrene Autobahnbrücke, biegen am nachfolgenden Kreisverkehr rechts und 100 Meter danach links ab (Schild Chiemsee-Uferweg). So kommen wir zum Rothgraben-Damm, wo die Route auf den Chiemsee-Uferweg trifft und nach rechts weiterführt. Der Radweg entlang des Rothgrabens ist schön zu fahren und bietet Aussicht nach Osten. Er bringt uns schließlich nach Passieren einer kleinen Wegekreuzung direkt zum Gasthaus Hirschauer Bucht (Km 14). Liebhaber köstlicher Fischgerichte kennen die Adresse wahrscheinlich schon: Spezialität des Hauses sind nämlich Chiemseefische aus eigener Fischerei. Jetzt geht es vor zur Hauptstraße, auf dem Feldweg jenseits der Straße rechts weiter und nach 500 Metern links bis Hirschau (Km 15,5). Hier fahren wir geradewegs durch den Ort und an der Straßenkreuzung neben der kleinen Kapelle geradeaus Richtung Marwang. Es begleiten uns wieder schöne Gebirgsbilder, der Blick reicht bis zum Kaisermassiv. Dann folgt eine Gabel, an der wir rechts fahren. So kommen wir an den Rand von Marwang (Km 17,5). Jetzt auf der Alten Dorfstraße durch den Ort und am Ende an der Kreuzung weiter Richtung Hiensdorf. Einen Kilometer danach am Ortsende Hiensdorf die Rechtsabzweigung nach Mühlbach, die uns nach schöner Aussicht und genussvoller Abfahrt zu einer Querstraße führt: Dort links ab, und leider wieder bergauf – 600 Meter bis Wipfing. Von dort schließlich rechts nach Einharting (Km 21). Weiter geht es in einem stillen Hochtal über Geiselprechting nach Holzhausen (Km 22,5). Dort hält man sich an der Durchgangsstraße links, folgt gleich dem Sträßchen halbrechts hinunter und kommt so – zwar mit Autobahnlärm, aber auch mit Prachtaussicht auf den Chiemgau – an den Rand von Höring (Km 23,5). Hier eine Linksabzweigung (Gleisinger Straße), die leicht übersehen werden kann: Sie führt unter der Autobahn hindurch nach Süden zu einer Eisenbahnbrücke, nach der wir gleich links auf den Schotterweg Richtung Bergen abbiegen. Bei wunderschöner Bergsicht stößt man später auf ein Asphaltsträßchen und wendet sich nach links. Einen Steinwurf weiter können Sie einen Aussichtspunkt (Km 25,5) der Sonderklasse genießen: unten die Bilderbuchlandschaft des Bergener Mooses und dahinter die imposanten Chiemgauer Alpen. Die Reststrecke ist keine Affäre mehr: Wir radeln hoch nach Rumgraben und kehren auf aussichtsreicher Strecke nach Bernhaupten zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour27 km
Höhenunterschied130 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterSie radeln nahe dem Chiemsee durch das Bergener Moos zur naturgeschützten Hirschauer Bucht und dann zurück über die Hügel westlich von Traunstein. Unterwegs sind einige Steigungen zu überwinden, ansonsten aber findet man eine erbauliche Strecke vor. Höhepunkt ist dabei das Feuerwerk herrlicher Ausblicke auf die Mooslandschaft und die Chiemgauer Gebirgskette.
Hinweise
Der Chiemseeraum dient Vögeln als Rastplatz bei ihrem Zug in andere Gefilde (u. a. Silberreiher, Fischadler, Watvögel), aber auch als Überwinterungsregion (Entenarten, Taucher, Säger, Kormoran, Seeadler und Möwenarten). Insgesamt gibt es am Chiemsee rund 80 bis 100 Brutvogelarten. Verhalten in Naturschutzgebieten Das Gesetz gibt jedem das Recht, sich in freier Natur zu erholen und die Schönheit der Landschaft zu genießen. Jeder hat aber auch die Pflicht, mit der Natur schonend umzugehen. Das gilt in besonderer Weise für Naturschutzgebiete. Dort müssen sich Wanderer und Radler an bestimmte Regeln halten - ® Niemals die Wege verlassen! Konsequent die Ausschilderung beachten. ® Hunde an der Leine führen! ® Niemals Tiere aufscheuchen. Pflanzen nicht mutwillig abreißen, auch wenn sie nicht ausdrücklich geschützt sind! ® Feuer verboten, Lärm vermeiden! ® Keinen Unrat zurücklassen!
KartentippTopografische Karte »Chiemsee und Umgebung«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Salzburg bis Bergen, dann nach Bernhaupten. Bahn: München–Bergen/ Obb. stündlich Direkt-verbindung.
GastronomieBernhaupten - Hotel Emerhof, Mo Ruhetag, Terrasse. Hirschauer Bucht: Gaststätte Hirschauer Bucht, Do Ruhetag, Terrasse.
Tipps
Wen es auch auf dieser Tour nach einem Museum gelüstet, der fahre nach Grabenstätt zum Römermuseum Multerer (Tel. - 0 86 61/10 30 oder 242; Voranmeldung), einer privaten Sammlung von Funden aus der Römerzeit rund um Grabenstätt. Darunter Mosaikfußböden, Münzen sowie Arbeitsgeräte und Gebrauchsgegenstände.
Verleih
In Bergen.
Informationen
Bernhaupten - Kirche St. Jakobus mit Bauteilen aus dem 12. und 15. Jh. Im Innern schöne Einzelstücke; bemalte Scharniertafeln (1475), Schnitzfiguren (um 1500) und ein barocker Kruzifixus. ® Einharting: Kirche St. Margaretha (15. Jh.): Neben einer geschnitzten Kreuzigungsgruppe (17. Jh.) enthält sie auch beachtliche Reste spätmittelalterlicher Fresken im Chor. Naturkundlich sind vor allem folgende Gebiete von großem Interesse: ® Bergener Moos: Wasserreiches Moorgebiet westlich von Bergen. Wunderschöne Landschaft mit den dahinter aufragenden Chiemgauer Bergen. Das Gebiet steht unter Naturschutz und beheimatet viele seltene oder bedrohte Tier- und Pflanzenarten (z. B. Großer Brachvogel, Wachtelkönig und Bekassine und bei Pflanzen u. a. viele Orchideen- und Enzianarten). ® Achenmündung: Natürliches Binnendelta, in Deutschland einmalig. Gilt als herausragende naturkundliche Attraktion. Das Gebiet steht unter Naturschutz und darf zu keiner Zeit des Jahres betreten werden. Delta-Bildung durch die Tiroler Ache (Quelle bei Kitzbühl, Länge 73 km, Gefälle 520 Höhenmeter). An der Achenmündung unterscheidet man mehrere Lebensräume, den Auwald, Kies- und Sandbänke, Röhricht und Streuwiesen, jeder von ihnen mit eigener Flora und Fauna. So kann man z. B. auf den farbenprächtigen Streuwiesen die Sibirische Schwertlilie, die Sumpfdotterblume, die Trollblume, den Lungenenzian und diverse Orchideenarten sehen (Daten und Fakten aus Lohmann: »Chiemsee-Naturführer«, Prien 1987; derzeit vergriffen).
Tourismusbüro
Bergen/Bernhaupten Tel. 086 62 / 83 21 Grabenstätt Tel. 086 61 / 98 87 31
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