In den Tälern von Altmühl und Urdonau

In den Orten etwas mehr Verkehr, vor allem in Eichstätt und Neuburg, sonst aber ist die gesamte Radstrecke so gut wie verkehrsfrei. (Autor: Armin Scheider)
51 km
20 m
4.00 h
Abschnitt Eichstätt–Dollnstein. Wir fahren zunächst vom Stadtbahnhof über die Spitalbrücke ins Stadtzentrum, wo wir uns den Attraktionen der Altstadt zuwenden können. Denn wir kehren ja nach Ende der Tour nicht mehr hierher zurück. Dann aber brechen wir auf. Auf Fischer- und Herzoggasse gelangt man zum Herzogsteg und radelt drüben am Ufer der Altmühl hinaus. Im Einzelnen beschreiben muss man den Weg nicht, denn er ist auf ganzer Länge zweifelsfrei ausgeschildert. Die Radschilder sind mit Ortsnamen oder einfach mit »Radwanderweg« beschriftet. So radeln wir an der Altmühl entlang in einem relativ ausladenden und bäuerlich geprägten Tal mit bewaldeten Hängen an der Seite und örtlich kleinen Felsformationen. Mancherorts wirkt die offene Auenlandschaft sogar parkartig. Nachdem Marienstein, Rebdorf, Wasserzell, Obereichstätt und Breitenfurt passiert sind, treffen wir in Dollnstein ein und verabschieden uns hier von der Altmühl.Abschnitt Dollnstein–Rennertshofen. Wellheimer Tal heißt die Senke, die wir in der nächsten Etappe durchlaufen, bekannt insofern, als das Tal in Urzeiten von der mächtigen Urdonau durchflossen wurde (siehe Wissenswertes). Ein erstes Schild mit Hinweis Wellheim steht am Marktplatz von Dollnstein. Diese Schilder bringen uns hinaus in ein ländliches Tal, das wohl eine Spur herber und einfacher ist als das Altmühltal, aber sonst ein ähnliches Bild abgibt. Die Gegend wirkt wie ausgestorben: kein Mensch, kein Laut an der Strecke. Radler und Wanderer sind viel seltener als an der Altmühl. Hier bietet sich eine ideale Gelegenheit, zu meditieren, also seinen Gedanken nachzuhängen oder aber seine Fantasie spielen zu lassen hinsichtlich Größe und Lauf der Urdonau. So ziehen wir – gelenkt von Radschildern – vorbei an den Dörfern Ried, Konstein und Wellheim, durchqueren später noch Hütting und landen schließlich am Ortsrand von Rennertshofen. Hier treffen wir auf ein erstes Schild Donauradwanderweg. Dieser wird nun unsere weitere Route bestimmen.Abschnitt Rennertshofen– Neuburg/Donau. Wir verlassen also das Wellheimer Tal und treten ein in die breite Niederung der Donau. Die Schilder Donauradwanderweg lenken uns zunächst durch Rennertshofen, anschließend durch Stepperg. Danach folgt die einzige anstrengende Steigung entlang einer Akazienallee, dann erreicht man mit Aussicht auf das Donautal das Dorf Riedensheim. Von dort geht es hinunter direkt an das Donauufer, freilich nur ein kurzes Stück, aber in ansprechender Auenlandschaft und mit schönen Ausblicken auf den stolzen Strom und weiter durch die Donauniederung nach Bittenbrunn, wo man im prämierten Gasthof Kirchbaur einkehren kann. Die letzten zwei Kilometer bis Neuburg bieten zwar schöne Ausblicke auf die Neuburger Altstadt, sind aber entlang der verkehrsreichen Staatsstraße kein wirkliches Radlvergnügen mehr. An der großen Ingolstädter Straße biegen wir rechts ab, überqueren die Donau und schieben über die Amalienstraße hoch in die Altstadt. Das Ziel ist erreicht!

Länge:

Gesamtlänge gut 1,6 km, davon ca. zwei Drittel stärker ansteigend.

Hauptanstieg (ca. 750 m) hinter Stepperg. Sonst nur vereinzelt kurze und leichte Steigungen.

Höhenunterschied: ca. 20 Hm.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour51 km
Höhenunterschied20 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktStadtbahnhof Eichstätt
TourencharakterWir radeln dort, wo einst die Urdonau ihren Lauf nahm: zunächst ein Stück im reizvollen Altmühltal, dann durch das Wellheimer Tal und schließlich im Donautal bis Neuburg an der Donau. Eine ausgedehnte Tour, die nur wenige Steigungen aufweist und auf ganzer Strecke sehr angenehm zu radeln ist. Auch Kunstfreunde kommen nicht zu kurz.
Hinweise
Freibäder: Eichstätt, Breitenfurt Wellheim, Neuburg/Donau
VerkehrsanbindungAutoanfahrt von München A 9 bis Ingolstadt Süd, dann B 13 bis Eichstätt. 110 km, Fahrzeit ca. 1:30 Std. Bahnverbindung Mehrmals täglich München–Ingolstadt (umsteigen)–Eichstätt Bahnhof (umsteigen)– Bahnhof Eichstätt Stadt. Fahrzeit ca. 2 Std. Fahrradmitnahme möglich. Rückfahrt von Neuburg/ Donau oder Ingolstadt.
GastronomieEichstätt Krone Biergarten, Mi. Ruhetag Café im Paradeis Terrasse, kein Ruhetag Dollnstein Zur Post Terrasse, Mo. Ruhetag Wasserzell Zum HirschenTerrasse / Biergarten, kein Ruhetag Bittenbrunn Kirchbaur Terrasse, Sa. und So. abends geschlossen Neuburg Zur Blauen Traube Terrasse, kein Ruhetag
Tourismusbüro
Eichstätt: Tel. 0 84 21/60 01-400 www.eichstaett.de; Neuburg/Donau: Tel. 0 84 31/55-240 / 241 www.neuburg-donau.de

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