Bhf. Schönhauser Allee – Hackescher Markt – Schlossplatz – Gend

Die Tour verläuft vorwiegend auf ruhigen, aber auch stärker befahrenen Asphaltstraßen sowie auf asphaltierten oder gepflasterten Radwegen. Vorsicht ist im Bereich von Straßenbahnen wie am Hackeschen Markt geboten. (Autor: Tassilo Wengel)
18 km
150 m
2.00 h
Zum Gendarmenmarkt: Vom Bahnhof Schönhauser Allee die Schönhauser Allee zum Kollwitzplatz. Über die Oranienburger Straße zum Hackeschen Markt mit den Hackeschen Höfen. Weiter zur Bodestraße (hier Besuch der Museumsinsel möglich). Zum Gendarmenmarkt. Wir starten am Bahnhof Schönhauser Allee und gelangen entlang der Trasse der U-Bahn, die hier als Hochbahn fährt, zur Kreuzung mit der Eberswalder Straße. Während die U-Bahn allmählich wieder in den Untergrund verschwindet, schwenken wir bei der Ampelkreuzung nach links in die Sredzkistraße und fahren bis zur Kollwitzstraße. Hier wenden wir uns nach rechts und gelangen auf dieser Straße zur Metzer Straße. Hier biegen wir nach rechts, überqueren die Schönhauser Allee beim U-Bahnhof Senefelder Platz und fahren auf dem Radweg neben der Schönhauser Allee bis zur Torstraße. Sie überqueren wir und biegen dann nach rechts in die Linienstraße. Die Linienstraße führt uns durch die Spandauer Vorstadt, einen der ältesten Berliner Stadtteile, zur Tucholskystraße und weiter zur Oranienburger Straße, der Hauptstraße der Spandauer Vorstadt. Hier bildete sich nach 1671 ein Schwerpunkt jüdischen Lebens, an das die Neue Synagoge erinnert. In der Pogromnacht verwüstet, wurde sie im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Nach umfangreicher Sanierung ist hier seit 1995 der Sitz der Stiftung Zentrum Judaicum mit Gebetsraum und Gaststätte. Wir folgen der Oranienburger Straße, die zur Burgstraße wird, und treffen dann auf die Bodestraße. Hier bietet sich ein Abstecher zur Museumsinsel (Info-Tel. 030/20905577) an. Die vom Wasser umschlossene Museumsinsel beherbergt fünf großartige Museumsbauten, die zwischen 1830 und 1930 entstanden. Als eines der ersten öffentlichen Museen Deutschlands wurde 1830 das Alte Museum mit dem Kupferstichkabinett sowie einer Sammlung Zeichnungen erbaut, zu dessen Entlastung 1843 mit dem Neuen Museum begonnen, das im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde. Als dritter Museumsbau entstand zwischen 1867 und 1876 die Nationalgalerie, die eine umfangreiche Sammlung europäischer und vor allem deutscher Malerei des 19. Jh. zeigt. Zwischen 1898 und 1904 wurde auf dreieckigem Grundriss das Kaiser-Friedrich-Museum errichtet. Bei der Wiedereröffnung in den Fünfzigerjahren wurde es in Bodemuseum umbenannt, nach Wilhelm von Bode, der ab 1906 Direktor der königlichen Museen war. Es präsentiert unter anderem das Ägyptische Museum mit einer umfangreichen Papyrussammlung, spätantike und byzantinische Kunst sowie das Münzkabinett. Bode war auch der Initiator für den letzten Bau auf der Museumsinsel, das Pergamonmuseum, das erst 1930 fertig gestellt wurde. Es beherbergt die Antikensammlung, das Museum für Islamische Kunst und das Vorderasiatische Museum. Wir fahren die Bodestraße zurück und treffen auf die Spandauer Straße. Links lohnt sich ein Abstecher zum Roten Rathaus , dem Fernsehturm und dem Alexanderplatz. Nach rechts gelangen wir auf der Rathausstraße zur »Wiege Berlins«, dem Nikolaiviertel mit der Nikolaikirche und dem Knoblauchhaus. Am besten, wir schieben das Fahrrad hier auf dem Kopfsteinpflaster und genießen die Atmosphäre dieser Idylle. Im Knoblauchhaus laden die »Historischen Weinstuben« zum Verweilen ein. Wenige Meter daneben ist die Gerichtslaube, seit 1270 als historisches Gebäude verschiedenartig genutzt und inzwischen ein Restaurant mit schönem Biergarten. Zurück zur Spandauer Straße überqueren wir auf der Rathausbrücke die Spree und kommen am Schlossplatz vorbei, wo zu DDR-Zeiten der Palast der Republik stand und irgendwann das Stadtschloss wieder erstehen soll. Über die Schleusenbrücke kommen wir zur Werderstraße. Rechts ist die Friedrichswerdersche Kirche, die das Schinkelmuseum beherbergt, an ihren zwei Türmen gut erkennbar. Nach der Oberwallstraße ist die St.-Hedwig-Kathedrale an ihrer Kuppel zu erkennen, bevor wir auf dem Radfahrstreifen bis zum Gendarmenmarkt gelangen. Er gilt als schönster Platz Berlins und ist mit dem Französischen Dom, dem Konzerthaus Berlin (Schauspielhaus) und dem Deutschen Dom von einem prachtvollen Ensemble klassizistischer Baukunst umrahmt. Vom Gendarmenmarkt zum Tiergarten: Auf der Charlottenstraße über die Straße Unter den Linden nach Norden bis Georgenstraße. Über die Spree geht es über die Ziegelstraße zur Friedrichstraße. Richtung Westen zur Luisenstraße und zum Pariser Platz. Durch das Brandenburger Tor am Spreebogen entlang in den Tiergarten. Den Gendarmenmarkt verlassen wir auf der Charlottenstraße und gelangen zur Straße Unter den Linden. Sie führt direkt zum Brandenburger Tor. Wir unternehmen aber einen kleinen Umweg über die Friedrichstraße: Bei der Georgenstraße schwenken wir nach rechts und gelangen über die Geschwister-Scholl-Straße und Tucholskystraße zur Ziegelstraße. Hier wenden wir uns nach links und treffen auf die Friedrichstraße. An dieser Stelle biegen wir nach rechts, kommen zum neuen Bau des traditionsreichen Friedrichstadtpalastes mit seiner interessanten Fassadengestaltung und schwenken dann in die Reinhardtstraße. Bei der Albrechtstraße biegen wir nach rechts und folgen dann der Schumannstraße nach links, wobei wir am Deutschen Theater vorbei auf die Luisenstraße treffen. Hier biegen wir nach links und radeln geradezu zum Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor. Berlins berühmtestes Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt wird von der Quadriga, einem von vier Pferden gezogenen Streitwagen mit der Siegesgöttin, gekrönt. Hinter dem Tor geht es nach rechts zum Reichstag , dem Sitz des Deutschen Bundestages. Unser Weg führt an der Spree entlang, am Paul-Löbe-Haus und dem Bundeskanzleramt vorbei zum großen Biergarten am Haus der Kulturen der Welt. Über die John-Foster-Dulles-Allee kommen wir zur Lutherbrücke an der Paulstraße beim Schloss Bellevue , dem Amtssitz des Bundespräsidenten. Nach der Brücke wenden wir uns nach links, radeln am rechten Ufer der Spree entlang zur Kirchstraße, schwenken nach links und überqueren die Moabitbrücke und gelangen auf dem Radweg zur Altonaer Straße. Hier schwenken wir nach links und kommen zum Großen Stern im Tiergarten . Die 220 Hektar große Grünfläche des Tiergartens lädt zum Bummeln und Faulenzen ein. Von Alleen und Schlängelwegen durchzogen, prägen schöne alte Baumbestände mit Liegewiesen, Wasserläufen, Teichen und Seen dazwischen das Bild. Maßgeblich ist dieses Bild Peter Joseph Lenné zu verdanken, der ab 1818 die Gestaltung im englischen Landschaftsstil vornahm. Ab 1850 wurden außerdem zahlreiche Denkmäler von Königen, Fürsten und Dichtern aufgestellt, die die 16 Statuen antiker Helden rund um den Großen Stern ergänzten. Der Tiergarten ist mehr als eine Parkanlage. Regierungsviertel, Schloss Bellevue mit Sitz des Bundespräsidenten, Potsdamer Platz und Zoologischer Garten sind nur einige herausragende Orte. Der Große Stern mit der Siegessäule ist das Zentrum des Tiergartens, auf das fünf Straßenzüge einmünden. Von der Aussichtsplattform der Siegessäule bietet sich ein großartiger Blick über den Tiergarten mit der schnurgerade verlaufenden Straße des 17. Juni. Vom Tiergarten zum Zoo: Vom großen Stern zur Bellevueallee. Nach rechts über Kemperplatz und Bellevuestraße zum Potsdamer Platz. Zurück zur Bellevueallee und nach links in den Ahornsteig. Auf dem Großen Weg zur Gaststätte »Schleusenkrug« und zum Zoo. Den Großen Stern verlassen wir über die Große Sternallee und steuern die Bellevueallee an. Hier wenden wir uns nach rechts und nehmen Kurs auf den Potsdamer Platz, den wir über Kemperplatz und Bellevuestraße erreichen. Beim S-Bahnhof Potsdamer Platz schwenken wir nach rechts in die Alte Potsdamer Straße und kommen zu den Bauten, die das Gesicht des Platzes prägen, wie Sony-Center, Daimler-City und Beisheim Center. Vom Potsdamer Platz fahren wir zurück zur Bellevueallee und schwenken beim Ahornsteig nach links. Auf dem Großen Weg kommen wir an Wasserflächen und Liegewiesen vorbei und können den Tiergarten auf eigene Faust kennenlernen. Vorsicht ist beim Überqueren der stark befahrenen Hofjägerallee angebracht. Fast an der Straße des 17. Juni angekommen, schwenken wir nach links und steuern auf zwei Brücken über den Landwehrkanal zu, die wir bei der Gaststätte »Schleusenkrug« hinter uns gelassen haben. Nun radeln wir parallel zur S-Bahn zum Haupteingang des Zoos und zum Bahnhof Zoologischer Garten.

km 0 U- und S-Bhf. Schönhauser Allee, Start über die Schönhauser Allee - km 2 Kollwitzplatz, weiter nach Süden zur Oranienburger Straße - km 5 Bodestraße, evtl. Abstecher zur Museumsinsel - km 7 Gendarmenmarkt, wir überqueren die Spree - km 11 Pariser Platz mit Brandenburger Tor - km 13 Schloss Bellevue, Kurs Siegessäule - km 17 Potsdamer Platz, Genussradeln im Tiergarten - km 20 Bahnhof Zoologischer Garten, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied150 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktU- und S-Bahnhof Schönhauser Allee.
EndpunktBahnhof Zoologischer Garten (kurz: Bahnhof Zoo).
TourencharakterDie Mitte von Berlin wird von zahlreichen historischen, aber auch modernen Bauten geprägt, die vor allem in den letzten Jahren das Bild der Stadt verändert haben. Dazu bieten gepflegte Parkanlagen, Restaurants und Cafés immer wieder Gelegenheit zum Entspannen und Genießen.
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan von Berlin; zusätzlich ADFC-Regionalkarte Berlin und Umgebung, 1:75000.
MarkierungenWegweiser.
VerkehrsanbindungAnreise mit dem Auto nicht empfehlenswert. Mit den S-Bahn-Linien S41 und S42 sowie der U-Bahn-Linie U2. Für die Rückfahrt am Bahnhof Zoo halten die S-Bahn-Linien S5, S7, S9 und S75, die U-Bahn-Linien U2 und U9 sowie die Regionalbahnen RE1, RE2, RE7 und RE14.
GastronomieZahlreiche schöne Restaurants und Cafés an der Strecke. Am Hackeschen Markt die Hackeschen Höfe; am Gendarmenmarkt empfiehlt sich Fassbaender&Rausch Chocolatiers mit Schokoladenrestaurant; im Nikolaiviertel die Gaststätten Zum Nussbaum, Am Nussbaum 3 sowie Historische Weinstuben im Knoblauchhaus. Die älteste und traditionsreichste Gaststätte in Berlin ist Zur letzten Instanz, Waisenstr. 14–16.
Tipps
Baden: Kinderbad Monbijou, Oranienburger Str. 78. Berliner Museen abseits der Museumsinsel: Botanisches Museum und Botanischer Garten: Königin-Luise-Str. 6–8, Dahlem, Tel. 030/83850100, Di–So 10–17 Uhr, Botanischer Garten im Sommer bis 21 Uhr; Deutsches Historisches Museum im Zeughaus: Unter den Linden 1–2, Mitte, Tel. 030/203040, tägl. 10–18 Uhr; Deutsches Technikmuseum: Trebbiner Str. 9, Kreuzberg, Tel. 030/902540, Di–Fr 9–17.30 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr, Do bis 20 Uhr; Hugenottenmuseum: Gendarmenmarkt, Mitte, Tel. 030/2291760, Di–Sa 12–17 Uhr, So 11–17 Uhr; Jüdisches Museum: Lindenstr. 9–14, Kreuzberg, Tel. 030/25993305, tägl. 10–20 Uhr, Mo bis 22 Uhr; Kunstbibliothek (SMPK): Matthäikirchplatz 6, Tiergarten, Tel. 030/2662029, Bibliothek Mo 14–20 Uhr, Di–Fr 9–20 Uhr; Ausstellung Di–Fr 9–17 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr; Märkisches Museum (Stadtmuseum Berlin): Am Köllnischen Park 5, Mitte, Tel. 030/308660, Di–So 10–18 Uhr; Museum für Naturkunde: Invalidenstr. 43, Mitte, Tel. 030/20938542, Di–Fr 9.30–17 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr; Museumsdorf Düppel: Freilichtmuseum, Clauertstr. 11, Zehlendorf, Tel. 030/ 8023310; Schinkelmuseum (Friedrichswerdersche Kirche): Werderstr., Mitte, Tel. 030/ 2081323, tägl. 10–18 Uhr; Schloss Charlottenburg: Luisenplatz, Charlottenburg, Tel. 030/320911, Di–So 10–18 Uhr; Schloss Tegel (Humboldtschlösschen): Adelheidallee 19–21, Tel. 030/4343156, Mai–Sept. Mo 10–12 und 15–17 Uhr; Zitadelle Spandau: Am Juliusturm, Spandau, Tel. 030/3549440, tägl. 10–17 Uhr.
Unterkunft
Buchung über Tel. 030/250025, Fax 030/25002424, www.berlin-tourist-information.de
Tourismusbüro
Berlin Tourismus Marketing GmbH, Am Karlsbad 11, 10785 Berlin, Tel. 030/25 00 25, www.berlin-tourismus-information.de
Tags: 
Mehr zum Thema