Besuch im malerischen Wasserburg

Gegenpole dieser Tour sind die glanzvolle Rokokokirche in Rott und das mittelalterliche Wasserburg. Zuerst radeln wir durch die Auenlandschaft westlich des Inns, zurück geht es dann auf der Ostseite. (Autor: Armin Scheider)
34 km
295 m
4.00 h
Von Rott am Inn nach Wasserburg: Rott auf der Münchener Straße nach Norden verlassen, über Eich und Kronwinkl nach Attelfeld, weiter nach Roßhart und von dort hinauf nach Kornberg, jetzt in Nordostrichtung über Reisach, Gern und Gabersee nach Wasserburg. Hinaus geht es auf der Münchener und Haager Straße, bis nach 1 km ein Schild rechts Richtung Unterlohen/Eich weist. Durch bäuerliches Land radeln wir an diesen beiden Weilern vorbei, genießen danach schöne Ausblicke auf das Inntal und stoßen bald auf eine Straße an der Eichmühle. Wir biegen dort links und nach gut 200 m wieder rechts ab und passieren zunächst den Weiler Kronwinkl. Wenig später kreuzt man die Schienen, fährt links hinunter und nach Einmündung in ein Schottersträßchen rechts nach Attelfeld. Parkartig wirkt hier die Landschaft des Inntals mit ihren verstreuten Baumgruppen und bietet an klaren Tagen weite Aussicht bis zu den Alpen. An der ersten Querstraße in Attelfeld halten wir uns links, an der zweiten nach 300 m ebenfalls und kommen so an ein Schild, das uns rechts nach Bruck lenkt. Dort folgen wir im Weiteren den Schildern »Wasserburger Radrundweg«. Zunächst nehmen wir kurz nach Ortsende das rechts wegführende Sträßchen (Radschild), machen später an der Straße in Allmannsberg einen Rechts-links-Knick in Richtung Anzenberg und treffen nach diesem Weiler in Roßhart ein. Jetzt nehmen wir uns den letzten Teilabschnitt bis Wasserburg vor. Gegen Ortsende geht es dem Schild Richtung Edgarten/Attel (Schild etwas verdeckt!) nach, dann mit entsprechender Vorsicht über die B 15 und schließlich hinauf nach Kornberg. Auch diese letzte Strecke läuft durch freundliche Wiesenlandschaft, in der man gerne radelt. In Kornberg wenden wir uns nach links Richtung Au/Reisach und vertrauen uns jetzt in anmutiger Landschaft wieder dem Wasserburger Radschild an, das über Reisach und Gern an den Rand von Gabersee und hier auf einem Wiesenweg hoch zur großen Umgehungsstraße (B 304) führt. Kurz davor bringt uns ein Radweg rechts vor zur Münchener Straße, an der wir ein kurzes Stück entlangradeln, um dann die Seite zu wechseln und auf der Köbingerbergstraße (Schild Kreiskrankenhaus) fortzusetzen. So weicht man zumindest für kurze Zeit dem starken Verkehr auf der Einfallstraße aus. Nach einer Schiebestrecke (Einbahn!) münden wir allerdings wieder in die Münchener Straße, wo man die verkehrsreiche Route Auf der Burg und Schmidzeile ins Zentrum von Wasserburg (Bhf.) wählen kann oder den etwas ruhigeren Umweg über den Bahnhof. Von Wasserburg nach Rott: Ausfahrt im Wuhrbachtal zur Dirneckerstraße, jetzt nach Westen bis Oberhöhfelden, auf Südkurs gehen und über Kerschdorf und Altenhohenau bis Griesstätt, hinunter ins Inntal, über die B 15 und zurück nach Rott am Inn. Nach einem Rundgang geht es über die Innbrücke auf der Rosenheimer Straße hinaus und nach 400 m links in den Steinmühlweg (Richtung Badria). Er leitet uns nach einem Linksknick im Wuhrbachtal zur Dirnecker Straße. Entgegen den Radschildern biegen wir dort rechts ab, überqueren später die Straße Wasserburg–Eiselfing und biegen 1 km danach in Oberhöhfelden links nach Spielberg ab (Radschild Alz–Inn). Der folgende Abschnitt von 7 km bis Griesstätt ist Radelgenuss pur: reizvolle, örtlich parkähnliche Landschaft, stille Asphaltsträßchen und ein anhaltend prachtvolles Alpenpanorama, klares Wetter vorausgesetzt. Zuerst passiert man den Weiler Spielberg, dann kommt man nach Kerschdorf, wo man sich an das Schild Alz–Inn hält und am Ortsende rechts abdreht. Schließlich erreicht man Laiming, trifft danach auf die Straße Wasserburg–Griesstätt und nutzt den Radweg nach links. Knapp 500 m weiter läuft rechts ein Sträßchen hinunter bis Altenhohenau . Die dortige ehemalige Klosterkirche der Dominikanerinnen, die 1675 neu erbaut und 1774 barock umgestaltet wurde, enthält Deckenfresken von Matthäus Günther und drei Altäre von Ignaz Günther. In einem Glasschrein ist das Gnadenbild »Altenhohenauer Jesukind« zu sehen. Früher gab es in Altenhohenau auch den Hubertushof mit schönem Biergarten, der jedoch seit einiger Zeit geschlossen ist. Ob und wann er wieder geöffnet wird, ist ungewiss. Nach dem Kirchenbesuch fahren Sie dem Schild Alz – Inn nach auf einem Asphaltweg in lang gezogener Steigung hoch nach Griesstätt. Falls Sie ins Dorf wollen, radeln Sie durch die Straßenunterführung auf Höhe von Griesstätt und gelangen in das Ortszentrum. Falls nicht, lassen Sie die Straßenunterführung links liegen und radeln geradeaus weiter (u.a. Radrundweg Wasserburg) auf verkehrsfreiem Sträßchen hinunter zur Innbrücke. Wir überqueren sie auf dem Radweg, un-terqueren gleich danach die große Straße und gelangen an ein Schottersträßchen in den Inn-Auen. Die Radschilder dort zeigen alle nach Süden, wir aber nutzen den nach Westen abgehenden schmalen Auenweg und stoßen bald auf die B 15, die vorsichtig überquert werden muss. Drüben geht es dann auf dem neu angelegten Radweg für ca. 800 m nach Süden und dann rechts ab auf der ebenfalls neuen Zufahrtsstraße Richtung Rott. Nach der Bahnunterführung gelangt man links über den Bahnhof wieder hinauf in die Ortsmitte.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour34 km
Höhenunterschied295 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKlosterkirche in Rott am Inn.
TourencharakterGegenpole dieser Tour sind die glanzvolle Rokokokirche in Rott und das mittelalterliche Wasserburg. Zuerst radeln wir durch die Auenlandschaft westlich des Inns, zurück geht es dann auf der Ostseite. Auch dort gefällige Landschaft, nun aber mit hinreißender Alpensicht.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wander- und Bikekarte 1:50.000, Nr. 181, Rosenheim, Bad Aibling, Wasserburg am Inn.
MarkierungenKeine einheitliche und durchgehende Markierung. Schilder an der Strecke werden ggf. im Text angesprochen.
VerkehrsanbindungMit dem Auto über B 304/B15 oder über Glonn/Aßling. Bahnanfahrt von München über Rosenheim nach Rott.
GastronomieRott a.I.: Stechl mit Biergarten (Di Ruhetag). Wasserburg: Huberwirt am Kellerberg (Fr Ruhetag); Paulanerstuben mit Terrasse; Café Alte Schranne im Rathaus (Mo Ruhetag). Griesstätt: Zum Jägerwirt.
Tipps
Baden in den Freibädern in Rott am Inn und Gern/Gabersee, Badria in Wasserburg. Kirche hin, Museum her. Nach anstrengendem Radeln ist ein Sprung ins kühle Wasser immer noch das Schönste. Dazu bietet das Badria reichlich Gelegenheit. Ein großes beheiztes Freibecken, ein überdachter Pool, die größte Doppelwasserrutsche in Deutschland sowie diverse Sport- und Spieleinrichtungen werden Sie für die Rückfahrt nach Rott wieder fit machen! Höhepunkte der Tour: Die Pfarrkirche St. Marinus und Anianus in Rott, ehemalige Abteikirche, gilt als eine der schönsten Rokokokirchen Bayerns. Errichtet 1763 von Johann Michael Fischer, ragen aus der glanzvollen Innenausstattung (Altäre, Stuckierung) vor allem die Schnitzfiguren von Ignaz Günther heraus, so die beiden Bauernheiligen Isidor und Notburga sowie der Kardinal Damiani, über dem ein Putto mit Kardinalshut schwebt. Wasserburg hat eine gut erhaltene Altstadt mit reizvollem Ortsbild. Schöne Fassaden alter Patrizierhäuser. Beachtenswert vor allem das Alte Rathaus von 1459 mit Brothaus und Kornschranne unten sowie Ratsstube und Tanzhaus im Obergeschoss. Gegenüber das Kernhaus (heute Amtsgericht) mit Rokokofassade von Johann Baptist Zimmermann. In der Jakobskirche steht eine der schönsten geschnitzten Kanzeln Süddeutschlands (1635). Die Burg, 1526 zum herzoglichen Schloss umgebaut, besteht aus Hauptbau mit Satteldach und Treppengiebeln, Zehentstadel (ehemaliger Getreidekasten) und Burgkapelle. Sehenswert auch das Brucktor und der Rote Turm. Im Heimathaus (Di–So 13–17Uhr) finden Sie eine der besten Sammlungen alter Bauernmöbel in Oberbayern. Originell sind die anderenWasserburger Museen: Das Erste Imaginäre Museum (Di–So 13–17Uhr), weltweit einmalig, zeigt Nachbildungen von Gemälden aller Kunstepochen. Das Wegmachermuseum (Mo–Do 8–11.30 und 13–15Uhr, Fr 8–11.30 Uhr) präsentiert einschlägige Sammlungen und Geräte. Einen herrlichen Blick aufWasserburg bietet die Aussichtskanzel »Zur schönen Aussicht« oberhalb der Stadt.
Tourismusbüro
Tourismusverband München-Oberbayern e.V., Tel.: 089/82 92 18-0, E-Mail: touristinfo@oberbayern.de, www.oberbayern.de; Gemeinde Rott am Inn: Tel.: 08039/90 68-0, www.rottinn.de; Verkehrsamt Wasserburg: Tel.: 08071/105-19, www.wasserburg.de

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