Berühmtheiten-Tour

Radeln in und um München herum - Münchner Freiheit–Alt-Schwabing an der Haimhauser- und Feilitzschstraße–Schwabing West zwischen Herzog- und Franz-Joseph-Straße–Schellingstraße in der Maxvorstadt–Ludwigstraße, Hofgarten und Residenz–Maximilianstraße–Isar von Haidhausen bis Bogenhausen. Meist Radwege verfügbar, selten durch Stadtverkehr; teils muss wegen Einbahnstraße oder Fußgängerzone wenige Meter geschoben werden; kleine Steigung an den Isarauen (Autor: Antje Martin, Cornelia Landensperger, C. Dechant)
10 km
97 m
0.00 h
Alt-Schwabing Wir beginnen unsere Tour in Schwabing auf dem Platz der Münchner Freiheit, denn in seiner Mitte auf seinem Stammplatz vor dem Café Münchner Freiheit treffen wir Helmut Fischer. Der Schauspieler verkörperte in seinen Rollen den charmanten »Hallodri«. Der Durchbruch gelang ihm 1983 mit der zum Kult aufgestiegenen Serie »Monaco Franze – Der ewige Stenz«, in der er an der Seite von Ruth Maria Kubitschek, seinem »Spatzl«, den leichtlebigen Charmeur und Frauenliebling gab. 1997 starb Helmut Fischer an Krebs und fand auf dem Bogenhausener Friedhof St. Georg seine letzte Ruhe. An der Ecke des Cafés Münchner Freiheit fahren wir links in die Hesseloher Straße und bei der ersten Kreuzung in die Marktstraße. Dieser folgen wir bis zur Haimhauserstraße, in die wir links abbiegen. An der Ecke Haimhauser-/Occamstraße bleiben wir kurz stehen und sehen zur Hausnummer 8, einer typischen Schwabinger Kneipe. Hier traf sich in den 1950er- und 1960er-Jahren »Bei Gisela« die Prominenz von Leonard Bernstein, Franz-Josef Strauß über Kirk Douglas bis hin zu Erich Kästner. Und jeden Abend trat die Schwabinger Gisela in ihrem Restaurant auf die Bühne und sang. Zu ihren größten Hits gehörten »Der Nowak lässt mich nicht verkommen«, »Schwabinger Laterne« oder »Morgengrauen«. 1974 kehrte Gisela München für einige Jahre den Rücken, bis sie 1986 wieder eine »Schwabinger Gisela« eröffnete, dieses Mal aber in der Herzog-Heinrich-Straße. Sie sagt heute - »Schwabing existiert weiter, anders halt.« Auf der Haimhauserstraße radeln wir bis an die Ecke Ursulastraße, der Adresse der als politisches Kabarett von Dieter Hildebrandt und Sammy Drechsel gegründeten »Lach- und Schießgesellschaft«. Das erste Programm hatte am 12. Dezember 1956 Premiere, und bereits ab März 1957 wurde es in der ARD ausgestrahlt. Wir fahren die Haimhauserstraße bis zum Ende weiter, biegen dann rechts in die Biedersteiner- und bei der nächsten Kreuzung wieder rechts in die Feilitzschstraße ab. In der Feilitzschstraße 32 (heute ist hier das Restaurant »Seerose« untergebracht) lebte der Schriftsteller Thomas Mann, wo er 1900 den Roman »Die Buddenbrooks« fertig schrieb, für den er 1929 den Literaturnobelpreis erhielt. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten setzte dem Aufenthalt der Manns in München ein jähes Ende. Nach einem Auslandsbesuch im Jahre 1933 kehrte die Familie nicht mehr in ihr Haus (heute Thomas-Mann-Allee) in Bogenhausen zurück. Wir folgen der Feilitzschstraße weiter, bis links die Werneckstraße abbiegt. Da die Werneckstraße eine Einbahnstraße ist, müssen wir ein paar Meter schieben, bis wir durch das Tor hinter die große Mauer des Schlösschens blicken können, in dem der Maler Paul Klee, Mitglied der Künstlergruppe des Blauen Reiters, drei Jahre arbeitete. Insgesamt verbrachte er 17 Jahre in München. 1921 verließ er die Stadt und folgte dem Ruf zum Bauhaus nach Weimar. Weiter geht es auf der Feilitzschstraße, bis wir auf die Leopoldstraße stoßen. Zwischen Herzog- und Franz-Joseph-Straße An der großen Ampel überqueren wir die Leopold- und kommen in die Herzogstraße, der wir über drei Kreuzungen folgen, bis wir links in die Römer- und nach zwei Kreuzungen zur Kaiserstraße kommen. In diese biegen wir rechts ein und bleiben gleich vor dem ersten Haus auf der rechten Seite mit der Nummer 46 stehen. Hier lebte 1900/01 für einige Monate Lenin unter dem bürgerlichen Namen Meyer in einem bescheidenen Hinterhofzimmer und verfasste seine programmatischen Abhandlungen »Was tun?«. Wir folgen weiter der Römerstraße, bis diese die Hohenzollernstraße kreuzt, in die wir links abbiegen. In der Hausnummer 31a lebte 1920–30 der Schriftsteller und Vortragskünstler Joachim Ringelnatz mit seiner Frau. Über lange Zeit gab er seine Verse im Künstlerlokal des »Simplicissimus« – hier kommen wir später noch vorbei – zum Besten. Über die Hohenzollernstraße fahren wir wieder zurück in die Römerstraße und biegen gleich links in die Ainmillerstraße. In der Nummer 34 lebte 1918/19 im vierten Stock der Schriftsteller und Poet Rainer Maria Rilke. Sein Aufenthalt in München dauerte nicht lange, da er seine Wohnung dem Schriftsteller und Revolutionär Ernst Toller zur Verfügung gestellt hatte. Nachdem die Räterepublik, angeführt von Toller, schon nach wenigen Monaten gescheitert war, befand sich auch Rilke in Gefahr. Er verließ München und reiste in die Schweiz. Wir fahren wieder zurück in die Römer- und weiter auf die FranzJoseph-Straße. Wir überqueren sie und fädeln uns in den Radweg ein bis zur Hausnummer 13. Hier im Rückgebäude hatten die Geschwister Hans und Sophie Scholl von 1942 bis zu ihrem Tod im Februar 1943 eine Zwei-Zimmer-Wohnung. Die Geschwister, Widerstandskämpfer der Gruppe »Weiße Rose«, gingen für ihre Überzeugung in den Tod: »Der deutsche Name bleibt für immer geschändet, wenn nicht die deutsche Jugend aufsteht, rächt und sühnt ...« Die Maxvorstadt entlang der Schellingstraße Wir radeln die Franz-Joseph- bis zur Leopoldstraße weiter und biegen in diese rechts ab. Ihr folgen wir, bis sie schließlich am Siegestor in die Ludwigstraße übergeht, an der Ludwig-Maximilians-Universität vorbeiführt (hier können wir noch die in den Boden eingelassenen Flugblätter der Geschwister Scholl vor dem Haupteingang betrachten, die sie im Lichthof, in der großen Eingangshalle der Universität, verteilt hatten; s. Maxvorstadt-Tour, S. 23), bis rechts die Schellingstraße beginnt, der wir bis zur Türkenstraße folgen. An der Türkenstraße angekommen, fahren wir rechts bis zu der alten Schwabinger Kneipe »Alter Simpl«. 1903 von Kathi Kobus gegründet, wurde sie schnell zum Stammlokal der Schwabinger Bohème. Den Namen wählte sie in Anlehnung an die Satirezeitschrift »Simplicissimus«. Hier traf sich die Redaktion, und so durfte sie sogar die zähnefletschende Dogge von Th.Th. Heine als Aushängeschild für ihr Lokal nehmen. Im Inneren hängen noch immer die Fotos ihrer berühmten Gäste an den holzvertäfelten Wänden. Wir gehen wieder zurück zur Schellingstraße (wegen der Einbahnstraße müssen wir schieben) und biegen in diese rechts ab. Wo heute ein Neubau, die so genannten Schellinghöfe, steht, befand sich früher in der Nummer 39/41 die Redaktion des »Völkischen Beobachters«, des Parteiorgans der NSDAP, die die Zeitung im Jahre 1920 erworben hatte. Ihre Hauptaufgabe war die Verbreitung der NS-Ideologie und die Vermittlung von Informationen an die Parteimitglieder. Adolf Hitler war seit 1921 Vorsitzender der Partei und verfügte somit auch über sämtliche Anteile des Verlags. Nach dem Krieg wurde hier in den gleichen Räumen und mit den gleichen Druckmaschinen von der amerikanischen Besatzungsmacht »Die Neue Zeitung« für die deutsche Bevölkerung herausgegeben. Ihr Feuilleton-Redakteur war Erich Kästner. Schräg gegenüber verbrachte der CSU-Politiker Franz-Josef Strauß viele Jahre seines Lebens, erst in der Nummer 49, dann im Haus 44. Als eines der wenigen Kinder aus dem kleinbürgerlichen Milieu – sein Vater besaß eine Metzgerei – besuchte der hochbegabte Knabe das renommierte Max-Gymnasium, studierte und gehörte sogar zu den ausgewählten Stipendiaten des Maximilianeums (s. Highlights-Tour, S. 10). Der charismatische Politiker ist als polarisierende Persönlichkeit der Bundesrepublik (Verteidigungs- und Finanzminister) und Bayerns (Ministerpräsident) in die Geschichtsbücher eingegangen. Fahren wir die Schellingstraße weiter bis zur Kreuzung Barer Straße, so sehen wir gleich an der Ecke den guten alten »Schellingsalon«. Wir nehmen die Schellingstraße wieder zurück bis zur Ludwigskirche und biegen hier rechts in Richtung Odeonsplatz ab (s. Maxvorstadt-Tour, S. 22). Auf die Ludwigstraße 13 sei noch hingewiesen, denn hier kam Elisabeth Amalie Eugenie in Bayern, spätere Kaiserin von Österreich und als Sisi durch die Filme mit Romy Schneider unvergesslich geworden, im Jahre 1837 zur Welt. Zwischen Residenz und Maximilianstraße Am Odeonsplatz überqueren wir an der Ampel die Briennerstraße und fahren nach links in Richtung Hofgarten. Wir fahren durch das Hofgartentor in die Anlage und radeln gerade durch, lassen rechts von uns die Residenz liegen, bis wir vor uns die Bayerische Staatskanzlei sehen, ein Gebäude aus Stahl und Glas mit einem historischen Kern (s. Highlights-Tour, S. 11). Sie ist Amtssitz des bayerischen Ministerpräsidenten, seit 1993 des CSU-Politikers Edmund Stoiber. Wir fahren an der Ecke Hofgarten, die Residenz ist rechts von uns, kommen auf die Alfons-Goppel-Straße, der wir ein paar Meter Richtung Residenz folgen, bis wir, vorbei an den Schranken, in den Apothekenhof der Residenz gelangen (s. Highlights-Tour, S. 10). Hier lebte schon als Achtjähriger der Chemiker und Hygieniker Max von Pettenkofer bei seinem Onkel Franz Xaver, der als Hofapotheker eine Dienstwohnung in der Residenz hatte. Pettenkofer folgte der Laufbahn seines Onkels, wurde bereits 1865 der erste Professor für Hygiene in Deutschland und erwarb sich als Begründer der Hygieneforschung großes Ansehen. Im Kampf gegen die Cholera beseitigte er die katastrophalen hygienischen Zustände in der Innenstadt, indem er eine Kanalisation anlegen und einen Zentralschlachthof bauen ließ. Wir verlassen die Residenz wieder, fahren zurück auf die Alfons-Goppel-Straße, biegen rechts ein und folgen ihr bis zur Maximilianstraße. Hier radeln wir links weiter bis zur Hausnummer 14, wo der Modezar Rudolph Moshammer seine Boutique hatte. Fahren wir die Maximilianstraße stadtauswärts weiter, sehen wir kurz vor der Kreuzung in der Hausnummer 31 auf der linken Seite das »Café Roma«, eines der Lokale der Schauspielerin Iris Berben, ein »Gran Café«, das schnell zu einem beliebten Treffpunkt in der Münchner Innenstadt wurde. Gegenüber in der Nummer 32 hatte der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen eine Wohnung, in der er während seiner MünchenAufenthalte in den Jahren 1885 bis 1891 mehrmals für einige Monate lebte. Die erste deutsche Inszenierung seines Stücks »Nora« fand im Jahre 1880 im Residenztheater statt, und das Stück »Hedda Gabler« erlebte 1891 sogar die Uraufführung im Hoftheater. Ein paar Häuser weiter in der Hausnummer 43 wohnte der Schriftsteller und Regisseur Bertolt Brecht für kurze Zeit bei der Tante eines Freundes. Er war an der Münchner Universität als Medizinstudent eingeschrieben, hatte aber schon den Traum einer schriftstellerischen Karriere vor Augen. Durch die Vermittlung seines Förderers Lion Feuchtwanger, ebenfalls Schriftsteller, wurde Brechts Debütstück »Trommeln in der Nacht« in München uraufgeführt. Im Jahre 1922 stand die Komödie auf dem Spielplan der Kammerspiele, gleich in Brechts Nachbarschaft, in der Maximilianstraße 28 (s. Highlights-Tour, S. 10). Da Brecht das zunehmend faschistische Klima in München missfiel, zog er im Jahre 1924 nach Berlin. Rechts der Isar in Haidhausen und in Bogenhausen Wir folgen weiter der Maximilianstraße, überqueren die Steinsdorfstraße, fahren über die Maximiliansbrücke und die Isar rund ums Maximilianeum. Oben an der ersten Ampel angekommen, biegen wir links in die Maria-Theresia-Straße. Wir radeln bis zur Hausnummer 11. Hier verlebte Wilhelm Conrad Röntgen die letzten Jahre seines Lebens (1919–23). Als Röntgen 1890 als Professor für Experimentalphysik nach München gerufen wurde, war er bereits weltbekannt. Fünf Jahre zuvor hatte er in Würzburg bei Experimenten Strahlen von großer Durchdringungskraft entdeckt, die er X-Strahlen nannte und für die er 1901 den ersten Nobelpreis für Physik erhielt. Wir fahren die Maria-Theresia-Straße weiter bis zum Europaplatz, von wo aus wir einen Blick auf den Friedensengel erhaschen können (s. Highlights, S. 11). Hier biegen wir rechts in die Prinzregentenstraße und stehen vor der Jugendstilvilla des Malerfürsten Franz von Stuck mit der Hausnummer 60. Als Sohn eines Dorfmüllers besuchte er zunächst die Kunstgewerbeschule und dann die Kunstakademie in München. Mit seinen Werken »Die Sünde«, »Altar der Sünde« sowie seiner Villa zählt er zu den Hauptvertretern des Münchner Jugendstils. Ein Stück weiter in der Hausnummer 73 sehen wir das Restaurant von Michael Käfer. Hier können wir die Straße an der Ampel überqueren. Was in den 1930er-Jahren mit einem »Kolonialwarengeschäft mit Wein, Likör und Flaschenbier« unter Paul und Elsa Käfer begann, war der Anfang eines Münchner Familienunternehmens. Heute ist die Firma Käfer in Sachen Feinkost und Delikatessen eine der ersten Adressen der Stadt. Wir fahren die Prinzregentenstraße wieder zurück Richtung Friedensengel, überqueren die Ismaninger Straße und kommen erneut an den Europaplatz, wo wir rechts in die Möhlstraße einbiegen. Dieser folgen wir bis zur Nummer 23, denn hier wohnte Georg Theodor Pschorr, ein Urenkel des Begründers des Münchner Brauerei-Imperiums. Die Mitglieder der Familie Pschorr waren hoch angesehene Münchner Bürger und nicht nur im Brauereigeschäft tätig. Eine von Georg Theodors Tanten, Josephine Pschorr, war die Mutter des Münchner Komponisten Richard Strauss. Wir folgen weiter der Möhlstraße, überqueren die Siebertstraße und biegen dann links in die Höchlstraße ein, wo unser vorletzter Besuch dem Ingenieur und Erfinder Rudolph Diesel gilt, der mit seiner Familie ab 1901 in der Hausnummer 2 lebte. Zurück auf der Möhlstraße fahren wir weiter, bis wir links in die Neuberghauserstraße abbiegen. Auf dem alten Bogenhausener Friedhof (s. In-Viertel-Tour, S. 46) beenden wir die Tour bei dem Schauspieler Walter Sedlmayr, der hier begraben liegt. Nach vielen unbedeutenden und ungeliebten Rollen gelang Sedlmayr im Alter von 40 Jahren als »Theodor Hirneis« endlich der Durchbruch. Was dann folgte, war die beispiellose Karriere eines vom Volk geliebten »Grantlers«. Im Juli 1990 wurde er ermordet und hier beigesetzt. In den nah gelegenen Isarauen können wir nun in Ruhe nochmals Revue passieren, welche illustren Persönlichkeiten aus der Münchner Gegenwart und Vergangenheit wir heute alles getroffen haben.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied97 m
Dauer0.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMünchner Freiheit (U3/U6)
EndpunktNeuberghauserstraße; von hier rechts in die Möhl- und links in die Hompeschstraße, rechts in die Ismaninger Straße stadteinwärts bis Max-Weber-Platz (U4/U5)
TourencharakterSchon immer war die bayerische Landeshauptstadt ein Zentrum für Kultur und Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Für viele Größen wurde die Stadt zu einer bedeutenden Lebensstation oder gar zur Wahlheimat. Auf dieser Tour werden wir eine Auswahl an Münchner Persönlichkeiten besuchen – an ihrem Wohnort, ihrem Arbeitsplatz oder da, wo sie sich amüsiert oder ihre letzte Ruhe gefunden haben.
Beste Jahreszeit
Informationen
Der Schellingsalon 1872 von Herrn Silvester Mehr im Stil eines Wiener Kaffeehauses gegründet und nach wie vor im Besitz derselben Familie, ist der Schellingsalon in München ein Begriff und ein beliebter Treffpunkt für alte und junge Schwabinger und viele Studenten des In- und Auslandes. In seiner über 125-jährigen Geschichte sind im Schellingsalon viele namhafte Persönlichkeiten ein- und ausgegangen - Politiker wie Lenin, Heuss oder Strauß, Schriftsteller wie Brecht, Ibsen oder Rilke, Maler wie Kandinsky oder Marc. Und auch der junge Hitler soll hier verkehrt haben, bis er eines Tages Hausverbot erhielt. Der Münchner Modezar Rudolph Moshammer war besonders durch sein exzentrisches Auftreten mit seiner kleinen Yorkshire-Hündin Daisy bekannt. Sein Geschäft hatte einen Namen in der Modeszene, die Münchner Schickeria und die High Society zählten zu seiner Kundschaft. Neben all dem Glamour war Moshammer aber auch als Wohltäter bekannt. Er gründete die Stiftung »Licht für Obdachlose« und unterstützte die Obdachlosenzeitung »BISS«. Im Januar 2005 wurde er ermordet. Auf dem Ostfriedhof wurde er in einem Mausoleum neben seiner Mutter beigesetzt. Der Erfinder Als Rudolph Diesel 1895 nach München zog, hatte er sich schon einen Namen als Ingenieur gemacht. 1892 meldete er beim Kaiserlichen Patentamt zu Berlin ein Patent auf eine »neue rationelle Wärmekraftmaschine« an. Ein Jahr später entwickelte er bei der Maschinenfabrik Augsburg, aus der später die Firma MAN AG werden sollte, den Dieselmotor. Rudolph Diesel stammte aus ärmlichen Verhältnissen, machte aber mit seiner Erfindung ein Vermögen und war seitdem international anerkannt.

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