Berge und Buckelwiesen – von Mittenwald nach Krün

Eine Tour für größere Kinder inmitten der imposanten Bergkulisse des Karwendels. Sie beginnt im leichten Auf und Ab, dazwischen eine Erholungsphase in Krün und dann erfolgt ein längerer Anstieg auf die Höhenstraße, der aber zu schaffen ist. Etwas Kondition und sicheres Bergabfahren sind erforderlich. (Autor: Lisa Bahnmüller)
Mittenwald – Krün – Hochstraße – Schmalsee – Mittenwald.
Vom Bahnhofsplatz in Mittenwald radeln wir rechts in die Dammkarstraße und überqueren die Bahn. Wir folgen nicht der Vorfahrtstraße, sondern bleiben weiter in der Dammkarstraße. Nach 400 m biegen wir rechts ab über eine Brücke, die uns zuerst über einen Bach und dann über die Isar bringt. Unmittelbar nach der Brücke folgen wir links dem Schild »Isarradweg«. Der Weg mündet bei einer Gärtnerei in eine Teerstraße. Wir radeln auf der Straße in Sichtkontakt mit der Isar, dann geht es bei den Bundeswehrkasernen und dem Muli-Denkmal der Gebirgsjäger wieder rechts auf den »Isarradweg«. Zwischen Militärsperrgebieten radeln wir unter der Autoschnellstraße hindurch und biegen danach links, parallel zur Autostraße auf den geschotterten Radweg ein. Im leichten Auf und Ab begleitet uns zunächst noch der Lärm vorbeirasender Autos. Aber bald schon geht es einsam und still die Isar entlang. Bei 4,8km überqueren wir einen Bach und folgen dem Radwegschild nur noch bis zur Autostraße. Hier wählen wir den Teerweg ganz rechts, leicht bergauf, mit dem grünen Wanderschild »Krün«. Bei 5,0km ist das einsam gelegene Almhaus unser nächster Wegweiser. Hier fahren wir rechts auf die geschotterte Straße. 500 m später an der Kreuzung wählen wir links den leichteren Weg bergab. Nun wird es hügelig, aber die Anstiege sind überschaubar und der autofreie Weg lässt uns die Landschaft genießen. Bald rollen wir abwärts, an Almwiesen vorbei, auf den Isarstausee und Krün zu. Immer auf dem Schotterweg rumpeln wir über einige Weideroste und erreichen bei 9,0km die Brücke nach Krün. Über die Isar halten wir geradewegs leicht bergauf auf den Kirchturm zu. Wir überqueren den träge fließenden Isarkanal und radeln zwischen Grillstube und Gästeinformation die Straße entlang. Bei 9,8km überqueren wir die Hauptstraße und folgen dem Schild »Barmsee«. Am Ortsrand beginnt ein Radweg. An einer Telefonzelle, bei 10,5km biegen wir links in die Straße ein und folgen nun dem Schild »Hochstraße/Tonihof«. Die Straße teilt sich vor einer Unterführung. Wir halten uns links, in den Land- und Forstweg, unter der Autoschnellstraße hindurch. Nun steigt die Straße für ein kurzes Stück steil an. Die idyllische Kapelle Maria Rast kommt als Verschnaufpause wie gerufen. Sie ist ein beliebtes Fotomotiv und als Picknickplatz bestens geeignet. Noch haben wir aber nicht alles geschafft. Bis zum Tonihof wird unser Weg dem Namen »Höhenstraße« gerecht. Nicht steil, aber stetig steigt er an. Für den Kraftaufwand entschädigt uns die phantastische Sicht über die Buckelwiesen auf die imposanten Felswände des Karwendels und des Wettersteingebirges. Hier blühen vom Frühjahr bis zum Sommer die Bergblumenwiesen. Bei 14,0km sind wir unterhalb des Hotels Tonihof und rollen schon bergab. An der Wegkreuzung bleiben wir etwas rechts, weiter den Berg hinab. Nach der Eisenbahnunterführung geht es links dem Schild »Gröblalm« nach. Wir passieren den Schmalsee und treffen auf eine Autostraße, in die wir für ein kurzes Stück links einbiegen. Am Schild »Kranzberg Wandergebiet« verlassen wir die Straße und wählen sofort links den kleinen geschotterten Weg (Schild »Sonnleiten«). Es geht bergab. Wir halten uns jetzt an das Wanderwegschild »Mittenwald« und überqueren durch zwei Drehkreuze die Eisenbahn. Nun wird der Weg steil und schmal, wir schieben die restlichen Meter zur Autostraße. Unten angekommen radeln wir rechts. Erneut rechts in die Goethestraße, dann sind wir wieder in Mittenwald. In der Höhe der evangelischen Kirche halten wir uns etwas links über ein Brücklein. Gleich nach der Brücke führt rechts ein schmaler Pfad auf die »Ortsmitte« zu. Der Weg trifft auf eine Autostraße, die uns in Fahrtrichtung in den Ortskern führt. Zum Finale folgen wir nach der Ortsbesichtigung den Schildern »Karwendelbahn« zurück zum Bahnhof (19,5km).
Wissenswertes.
Mittenwald: Der Ort ist ein bedeutendes europäisches Geigenbauzentrum. Matthias Klotz, dem das Denkmal vor der Kirche gewidmet ist, gilt als Begründer dieser Tradition in Mittenwald. Er verließ 1664 mit nur elf Jahren seine Heimat, um im fernen Italien und in Tirol das Geigenbauhandwerk zu erlernen. Als er zurückkehrte, brachte er die Kunstfertigkeit anderen Familien bei. Diese Tradition blieb bis heute erhalten, die begehrten Instrumente werden in die ganze Welt verschickt. Im Heimatmuseum sind viele Instrumente ausgestellt. Man kann Geigenbauern bei ihrer Arbeit zusehen. Das eigentliche Zentrum von Mittenwald ist der Obermarkt. Ein kleiner Bach läuft mitten durch die Fußgängerzone. Fast wie auf einer italienischen Piazza ist sie Anziehungspunkt für Jung und Alt. Mittenwald ist, neben Oberammergau, bekannt für seine bunten Lüftlmalereien. Rund um den Obermarkt stehen die meisten bemalten Häuser. Selbst die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist außen reich verziert.
Krün: Die Kirche St. Sebastian in Krün ist bezaubernd ganz im Stile des Rokoko gehalten.

kindgerecht ; Gute Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen-Personen-Nahverkehr(Bus/Bahn)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied282 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMittenwald - Bahnhof, hier gibt es Parkplätze.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterEine abwechslungsreiche und bekannte Tour inmitten der mächtigen Alpenkulisse des Werdenfelser Landes. Viele Radler scheuen aber die Höhenstraße, deren Motto »ohne Schweiß kein Preis« sie zum anstrengendsten Teil der Tour zu machen scheint. Grundlos, wie wir meinen, denn der Anstieg ist überschaubar und die Ausblicke von dort, weit über die Buckelwiesen auf schroffe felsige Berggipfel, zählen zu den schönsten Oberbayerns.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr. 6, Walchensee, 1 - 50000.
VerkehrsanbindungMit dem Auto - auf der Garmischer Autobahn A 95, am Autobahnende weiter auf der B23 von Garmisch nach Mittenwald. Der Bahnhof ist direkt im Ortszentrum. Mit der Bahn: von München über Garmisch nach Mittenwald.
GastronomieMittenwald - viele Möglichkeiten. Krün: Gasthof Schöttlkarspitz.
Tipps
Alle fünf Jahre, das nächste Mal 2007, findet in Mittenwald der »Bozener Markt« statt, ein mittelalterliches Spektakel mit Schaubuden, Verkaufsständen, Rittern, Landsknechten und viel Musik. Der Mittenwalder Almabtrieb im September ist noch kein überlaufenes Volksspektakel. Über 300 Schafe und 150 geschmückte Rinder ziehen am Ende des Sommers durch den Obermarkt. Das nicht ganz ernst zu nehmende Wolpertinger-Museum in Mittenwald zeigt die größte Sammlung dieser extrem scheuen und legendär urbayrischen Geschöpfe.
Informationen
Mittenwald - Hallenbad mit Freibad, Liegewiese, Rutsche und Grillplätzen. Krün: Freibad am Grubsee oder Badestellen am Barmsee, entlang der Isar viele Möglichkeiten.
Tourismusbüro
Kurdirektion Mittenwald, Tel.: 08823/33981.
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