Ausflug nach Oberammergau

Insgesamt 2 km, davon das längste Stück beim Anstieg zur Romanshöhe (Schiebestrecke). Höhenunterschied ca. 150 m. Gefällstrecken auf ca. 4 km, sehr steil vom Berggasthof ins Tal. Verkehr - In den Orten verstärkt, sonst wenig oder kein Verkehr. Wege: Halb Asphalt, halb Schotter. Weg über die Romanshöhe stellenweise schmal und holprig. (Autor: Armin Scheider)
21 km
150 m
2.00 h
Ausgangspunkt ist das Kloster in Ettal. Wir starten auf der B 23 Richtung Oberammergau, nutzen nach 500 Metern den Radweg und fahren gut einen Kilometer entlang der Bundesstraße, biegen also nicht Richtung Linderhof ab. Dann führt der Radweg von der B 23 weg in die Ammerauen. Vor uns nun gut zwei Kilometer stets entlang der Ammer mit schönen Ausblicken, so auf den Kofel, den Oberammergauer Hausberg. Endpunkt dieser Etappe ist die Brücke an der Ludwigstraße in Oberammergau (Km 5). Dort steuern wir Kirche und Dorfplatz im Zentrum an. Danach folgt der Abstecher nach Unterammergau. Zuerst auf der Bahnhofstraße zur Ammerbrücke und direkt danach rechts auf den Uferweg. Zu Beginn weniger ansehnlich, zeigt sich dieser Weg später von seiner besten Seite - Parkartige Tallandschaft und herrliche Rückblicke auf die Ammerberge. Der Uferweg endet nach Bahnüberquerung an der B 23, wo gegenüber der Tränkweg zur Kirche in Unterammergau (Km 9) führt. Auf der Dorfstraße geht es rechts zum Dorfplatz, dem Wendepunkt der Tour. Jetzt fahren wir auf der Dorfstraße weiter zur B 23, überqueren die Ammerbrücke und schwenken sofort rechts ein. An dem kleinen Platz gehen drei Straßen ab, von denen wir die mittlere wählen: nämlich den Weiherweg mit Schild »Fußweg nach Oberammergau über Romanshöhe«. Um es vorweg zu sagen: Diese Strecke ist eigentlich eine Wanderroute, die nur deshalb in diese Tour eingebunden wird, weil der Höhenweg ein Panorama von ausnehmender Schönheit bietet: Ammertal, Oberammergau und Ammerberge aus der Vogelperspektive! Wichtig dabei: Schieben Sie Ihr Rad überall dort, wo der Weg es erfordert oder Spaziergänger wandern. Fußgänger und Naturschutz haben absoluten Vorrang! Wir radeln nun auf Weiher- und Feuchtenrainweg hinaus. Unterwegs läßt man bei teilweise steilem Anstieg die Rechts- und Linksabzweigungen liegen, erreicht bei schöner Aussicht nach ungefähr zwei Kilometern den Scheitelpunkt und trifft nach weiteren 700 Metern auf einen anderen Forstweg, der zum Berggasthaus Romanshöhe (Km 12,5) mit seiner Aussichtsterrasse hinabführt. Von dort geht es dann 800 Meter meist steil und auf losem Schotter hinunter ins Tal (unbedingt schieben!) und geradewegs nach Oberammergau (Km 15) hinein. Die Ausfahrt erfolgt am Westufer der Ammer auf Reisach- bzw. Malensteinweg nach Süden. 600 Meter nach Unterqueren der Straßenbrücke (B 23) verläßt die Route das Ammerufer und folgt der Straße Richtung Graswang (Radweg). Dann zweigt nach knapp zwei Kilometern links ein Schotterweg (Km 18) mit Radschild Richtung Graswang/Linderhof ab und führt an einem Bach entlang zu einer Brücke, an der es geradeaus weiter Richtung Ettal zur Ettaler Mühle geht. Dort angekommen, folgen wir gegenüber der Straße dem Asphaltweg, der uns in einem Bogen zur B 23 bringt. Rechts kehrt man dann nach Ettal zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour21 km
Höhenunterschied150 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterOberammergau – das steht für landschaftlichen Reiz und alpenländische Atmosphäre! Man radelt von Ettal an der Ammer entlang in den für seine Passionsspiele weltbekannten Ort und fährt dann noch eine Schleife über Unterammergau. Von dort geht es – als kurze Fußwanderung – über die Romanshöhe mit ihrer herrlichen Aussicht zurück.
Hinweise
Sollten Sie nicht an der Romanshöhe interessiert sein, fahren Sie vom Dorfplatz Unterammergau aus auf dem gleichem Wege nach Oberammergau zurück, auf dem sie gekommen sind, also an der Ammer entlang. Oberammergau gehört zu den schönsten Alpendörfern Oberbayerns. Zwei Dinge haben es über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht - Das Schnitzhandwerk (Herrgottsschnitzer) und besonders die Passionsspiele. Sie finden seit 1634 als Dank für die glimpflich verlaufene Pestepidemie alle zehn Jahre statt und werden nur von einheimischen Laienspielern aufgeführt. Die nächsten Spiele finden 2010 statt.
KartentippTopografische Karte »Pfaffenwinkel, Staffelsee«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Garmisch und B 2 bis Oberau, dann auf B 23 nach Ettal. Bahn: ! München–Oberau stündlich Direktverbindung. " München–Oberammergau stündlich über Murnau. Nach Ettal keine Zugverbindung.
GastronomieEttal - Restaurant-Café Blaue Gams, kein Ruhetag, Terrasse. Ettaler Mühle, kein Ruhetag, Biergarten. Oberammergau: Gasthaus zum Stern, Mi Ruhetag, Biergarten. Hotel Böld, kein Ruhetag, Terrasse. Hotel Alte Post, kein Ruhetag, Terrasse. Unterammergau: Gasthof zum Stern, Di Ruhetag. Landgasthof »Forelle«, Mo Ruhetag, Garten. Romanshöhe: Berggasthof Romanshöhe, Mo Ruhetag, Aussichtsterrasse.
Tipps
Die Freizeitanlage WellenBerg in Oberammergau gehört zu den oberbayerischen Erlebnisbädern. Im Angebot u. a. Europas einziges Rundwellenbad (25 ° C), außerdem ein Naturwasserbecken mit frischem Quellwasser der Ammergauer Berge sowie zwei Riesenrutschen (120 und 60 Meter lang). Ein Badevergnügen der Sonderklasse!
Verleih
In Oberammergau.
Informationen
Ettal - Herzstück des Ortes ist heute noch das von Kaiser Ludwig dem Bayern 1330 gegründete Kloster. Im Mittelpunkt der Anlage die Klosterkirche St. Maria*, deren Rundsaal über einer freitragenden Kuppel zu den prachtvollsten Rokokoschöpfungen Bayerns zählt (1745). Die barocke Umgestaltung begann 1709 unter Enrico Zuccalli und wurde nach dem großen Brand 1744 von Joseph Schmuzer fortgesetzt. Sehenswert besonders das riesige Kuppelfresko mit mehr als 400 Figuren von Johann Jakob Zeiller, die elegante Stuckdekoration, u. a. von Franz Xaver Schmuzer, sowie der klassizistische Chorraum mit dem Hochaltar. In der Altarnische das von Kaiser Ludwig gestiftete Gnadenbild, eine Muttergottesfigur aus weißem Marmor. Seitenaltäre und Kanzel im Hauptraum stammen aus der Werkstatt von Johann Baptist Straub. ® Oberammergau: Sehenswert im Ort sind u. a.: Kirche St. Peter und Paul*, neuerbaut 1742 von Joseph Schmuzer. Auffallend besonders die Deckengemälde von Matthäus Günther, die Altaranlage von Franz Xaver Schmädl und der zarte Stuck, ausgeführt von Familie Schmuzer. Im Heimatmuseum (derzeit Umbau, Wiedereröffnung Sommer 2004) vor allem Schnitzwerke, so als Glanzstück eine Weihnachtskrippe mit 200 Figuren sowie eine umfassende Sammlung an Hinterglasbildern. Viele Häuser im Ort mit Wandgemälden, sogenannten Lüftlmalereien, die bedeutendsten von Franz Zwinck, wie z. B. am Pilatushaus. ® Unterammergau: Im Ort noch ausgeprägt der unverfälschte Dorfcharakter. Beachtenswert sind einige alte Häuser mit schönen Lüftlmalereien von Franz Zwinck sowie die Kirche St. Nikolaus* von 1709 mit schöner Altaranlage und Schnitzfiguren, u. a. von Schmädl. ® Weidmoos: Ein kleines Moorgebiet westlich der Ettaler Mühle, das sich zu fast allen Jahreszeiten in schönem Blumenschmuck zeigt. Zu sehen sind im Frühjahr und Sommer u. a. Orchideen, Gelber Enzian, Sibirische Schwertlilie und das König-Karls-Zepter, letzteres sonst nur noch im hohen Norden zu finden.
Tourismusbüro
Ettal Tel. 088 22 / 35 34 Oberammergau Tel. 088 22 / 92 31-0
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