Auf den Hügeln über der Mangfall

insgesamt 4 km, davon 2 km Schiebestrecke. Viele kürzere Anstiege. Höhenunterschied - rund 180 m. Gefällstrecken gesamt 5 km. Verkehr: 200 m auf der B 472, sonst wenig oder kein Verkehr. Wege: Asphaltwege, bis auf 700 m Waldweg vor Hof in ausreichendem Zustand. (Autor: Armin Scheider)
29 km
180 m
3.00 h
Ausgangspunkt ist die Ortsmitte von Gmund. Man verläßt Gmund auf der Mangfallstraße, überquert eineinhalb Kilometer weiter die Mangfall nach links und radelt gleich rechts über Rainmühle hoch (350 Meter Steigung) zur Miesbacher Straße. Dort hält man sich rechts, kommt nach Festenbach und folgt am Ortsende dem links hochführenden Sträßchen Richtung Laffenthal, bis man auf die Bundesstraße 472 (Km 3,5) stößt. Leider müssen wir nach rechts 200 Meter lang auf die verkehrsreiche Straße, dann aber nimmt uns ein links in den Wald abgehendes Asphaltsträßchen auf. Es führt nach einem Kilometer an eine Querstraße, wo wir links Richtung Wall abbiegen. Nach kurzem Anstieg knickt die Straße nach Wall rechts ab, wir aber setzen unsere Fahrt hier geradeaus fort und gelangen zur Straße Bernloh – Wall. Dort geht es rechts vor zum Café Waldeck (Km 6,5) und dann links weiter Richtung Gotzing. Dieses Sträßchen verläuft durch Wiesen- und Ackerland und durch eine Senke hinüber zur Straße Einhaus – Gotzing (Km 8), wo wir rechts abbiegen. Nun beginnt ein besonders reizvoller Abschnitt in einem parkartigen Hochtal. Eine ausgesprochen angenehme Radlstrecke, die zudem völlig eben und verkehrsarm ist. Ziel dieses Abschnitts ist nach vier Kilometern das Gasthaus Gotzinger Trommel (Km 12), wo man sich auf der Terrasse für die nächste – steigungsintensivere – Etappe stärken kann. Erst aber geht es in rasanter Fahrt hinunter ins Mangfalltal. Und da muss man etwas aufpassen - genau einen Kilometer nach der Gotzinger Trommel – mitten in der Abfahrt – ein scharf rechts abgehendes Sträßchen, das uns in den Talgrund führt. Ab hier schlagen wir Südkurs ein, passieren die Anlage des Wasserwerks und radeln schließlich in reizvoller Flusslandschaft in das Tal hinein. Nach 700 Metern geht es über die Mangfall, nach weiteren 800 Metern rechts über die Schlierach (Km 15) und dann links weiter. 200 Meter nach der Brücke eine Gabel: Hier wählen wir den links hoch führenden Waldweg (Anstieg 700 m), der nach der Zufahrt Hof in ein Asphaltsträßchen übergeht und nun in anmutiger Parklandschaft mit schönen Ausblicken nach Süden führt. Passiert werden dabei die Gehöfte Walch, Kafflehen, Loferer und schließlich Krauthof (Km 17,5). Kurz nach Krauthof dann ein Wegedreieck, dort links und an der nächsten Gabel rechts (links nach Miesbach), danach müssen wir leider schon wieder einen Buckel hinauf und treffen dann bei guter Aussicht in Lichtenau ein. Nun noch eine kurze, relativ steile Abfahrt zur B 472 in Schweinthal (Km 20) hinunter, wo wir die Fahrt schräg rechts gegenüber fortsetzen. Das nach Süden führende Sträßchen ist in Richtung Thalhammer/Ratzenlehen ausgeschildert. Die Strecke steigt ständig leicht an (gut einen Kilometer) und bringt uns hinauf nach Oberhöger und von dort – links fortsetzend – zum Gieshof (Km 22). Ein erster Scheitelpunkt ist erreicht. Wir biegen bei herrlicher Aussicht an der Querstraße kurz nach dem Gieshof rechts ab und sind wenig später an der kleinen Kreuzung auf dem Giglberg (rechter Hand das Giglbergstüberl weiter unten). Nachdem wir uns am Panorama ergötzt haben, radeln wir 600 Meter in Südrichtung hinunter bis zur Zufahrt nach Waldhof (Km 23). Dieser Rechtsabzweigung folgen wir, durchqueren den Weiler und konzentrieren uns nun trotz schöner Weitsicht auf die folgende Abfahrt, die einen Kilometer lang und ziemlich steil ist. Man passiert das Grund-Gehöft, gelangt in einen Bachgrund und nach kurzem Gegenanstieg nach Schmerold. Danach wieder eine kurze Steigung, dann ist man im hoch gelegenen Weiler Berg (Km 25). Kurz nach den Gebäuden ein Quersträßchen, dort geht es nun bei schöner Aussicht wieder rechts hinunter (700 Meter) ins Mangfalltal – für heute der letzte markante Buckel. An der Gabel im Tal bleiben wir links und kommen so auf das Sträßchen, das uns an der Mangfall entlang nach Gmund zurückbringt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour29 km
Höhenunterschied180 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDas Hügelgelände nördlich des Tegernsees ist noch ein Geheimtip, was anmutige Voralpenlandschaft bei gleichzeitig stiller Abgeschiedenheit betrifft. Man radelt in Hochtälern und in den Mangfallauen und wird stellenweise von herrlichen Gebirgsbildern begleitet, vor allem auf dem Giglberg. Aber wie gesagt - Es ist eine Hügellandschaft, und das Auf und Ab kann ganz schön Kräfte kosten!
Hinweise
Von der Weggabel vor Lichtenau aus ist ein Abstecher nach Miesbach möglich (etwa fünf Kilometer Umweg). Die Altstadt ist denkmalgeschützt. Miesbach ist Zentrum von Märkten und Wiege der Trachtenbewegung. Sehenswert sind die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt* und das Heimatmuseum. Wer nicht bereits unterwegs eingekehrt ist, fährt nach der Tour von Gmund aus einen Kilometer weiter zum Gut Kaltenbrunn, wo man auf der Terrasse bei herrlichem See- und Bergblick die Tour noch einmal Revue passieren lassen kann. Oder man erholt sich im Strandbad mit nicht minder schöner Aussicht.
KartentippTopografische Karte »Mangfallgebirge«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Salzburg bis Holzkirchen, dann B 318 bis Gmund. Bahn: München-Gmund stündl. Direktverbindung.
GastronomieGmund - Gut Kaltenbrunn, Mo Ruhetag, Aussichtsterrasse und Biergarten. Wall: Café Waldeck, Mo und Di Ruhetage, Terrasse. Gotzing: Gotzinger Trommel, Mo und Di Ruhetage, Garten. Giglberg: Giglbergstüberl, Mi Ruhetag, Terrasse.
Tipps
Wie wär's mit einem Kurzbesuch in Tegernsee, dessen Kloster bereits 746 gegründet wurde? Man könnte sich Klosterkirche, Herzogliches Schloss sowie Heimatmuseum oder Olaf-Gulbransson-Museum ansehen und den Besuch im Herzoglichen Bräustüberl ausklingen lassen. Hinfahren kann man mit der Bahn, mit dem Schiff, oder per Radl (Radweg entlang der B 307). Die einfache Entfernung von Gmund beträgt etwa fünf Kilometer.
Verleih
Gmund.
Informationen
Gmund - Kirche St. Ägidius* (s. vorhergehende Tour) ® Gotzing: Kirche St. Jakobus d. Ä., spätgotisch, 1761 barockisiert, mit zartem Stuck, Deckengemälden und einem Rokokohochaltar. ® Mangfalltal: Die Mangfall bildet den nördlichen Abfluß des Tegernsees, verläuft zunächst rund 20 km lang in Nordrichtung, um dann am Mangfallknie abrupt nach Südosten abzudrehen und nach weiteren 30 km in Rosenheim in den Inn zu münden. Im Mangfalltal schöne Flussbilder und reizvolle Auenlandschaft, meist naturbelassen und manchmal wildromantisch. Der Fluss wird nur stellenweise berührt.
Tourismusbüro
Gmund Tel. 080 22 / 75 05 27
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