Attraktionen im Westen der Stadt

Eine abwechslungsreiche Tour durch die Westhälfte Münchens. (Autor: Armin Scheider)
32 km
35 m
3.00 h
Vom Marienplatz zum Olympiapark: Vom Marienplatz zuerst zum Odeonsplatz, dort links abbiegen und zum Königsplatz radeln, nun wieder Nordkurs einschlagen und durch Schwabing zum Luitpoldpark fahren, hier erfolgt ein Linksknick, dann Einfahrt in den Olympiapark. Die erste Kurzetappe läuft durch Diener- und Residenzstraße, biegt am Odeonsplatz links in die verkehrsreiche Briennerstraße ein und erreicht bald darauf in gerader Linie den Königsplatz. Während am Karolinenplatz davor der 29 m hohe Obelisk auffällt, der den gefallenen bayerischen Soldaten des Russlandfeldzugs 1812 gewidmet ist, sind am Königsplatz drei Bauten von Interesse: in der Mitte der klassizistische Torbau Propyläen (1862) von Leo von Klenze und an den Seiten die beiden Museen Glyptothek (Klenze, 1830) und Staatliche Antikensammlung, die zusammen als reichstes Museum antiker Skulptur- und Vasenkunst in Deutschland gelten. Der folgende Abschnitt verläuft durch Schwabing , den wohl bekanntesten Stadtteil Münchens. Das einst gerühmte Künstlerviertel hat freilich trotz zahlreicher Straßencafés, Boutiquen, Theater und Diskotheken nicht mehr die Ausstrahlung früherer Jahre. Am Königsplatz schwenken wir nach Norden ein (Radschild Harthof) und gelangen über Luisen- und Tengstraße zum Hohenzollernplatz, einen der wichtigsten Plätze Schwabings. Auf seiner Nordseite setzen wir über Erich-Kästner- und Angererstraße zur Karl-Theodor-Straße fort, wo wir gegenüber in den Luitpoldpark, eine kleine, aber feine Grünanlage, einfahren; wird der Park in Nordrichtung durchquert, stößt man an der U-Bahn-Station Petuelring auf die Schleißheimer Straße, überquert sie und erreicht auf der Birnauer Straße den Olympiapark . Er war Schauplatz der Olympischen Spiele 1972 und beeindruckt vor allem durch das kühne Olympiastadion mit seinem weltberühmten Zeltdach, den 290 m hohen Olympiaturm und die parkartige Gestaltung des Areals. Ein wunderbarer Blick bietet sich vom Olympiaberg.Vom Olympiapark zur Blutenburg: Nach Durchfahren des Parks geht es am Nymphenburg-Biedersteiner-Kanal entlang zum Schloss Nymphenburg, dort weiter zum Hirschgarten, jetzt in Westrichtung an der Schlossmauer entlang erneut zum Nymphenburger Kanal und wenig später durch Grünanlagen zur Blutenburg. Nachdem der Olympiapark durchquert ist, radeln wir (u. a. Richtung Laim) geradlinig zur großen Menzinger Straße, und zwar zunächst auf dem Willi-Gebhardt-Ufer entlang des Olympiasees, dann – nach Unterquerung der Landshuter Allee – auf der Hohenlohestraße sowie entlang des Nymphenburg-Biedersteiner-Kanals. An der Dantestraße erfolgt der Uferwechsel. An der Menzinger Straße schieben wir 200 m nach links zur Ludwig-Ferdinand-Brücke, wo wir die große Straße überqueren. Dort befindet sich auch die Einfahrt zum Schloss Nymphenburg. Die Glanzpunkte des zwischen 1664 und 1730 erbauten und umgestalteten Schlosses sind die berühmte Schönheitsgalerie König Ludwigs I., das Marstallmuseum, eine Porzellansammlung im Hauptschloss sowie die Porzellanmanufaktur in einem Rondellbau; nicht zu vergessen die drei Lustschlösschen Amalienburg, Badenburg und Pagodenburg im Schlosspark.Ob Schlossbesichtigung oder nicht, fortgesetzt wird auf der Notburgastraße zum Romanplatz und an dessen Südseite auf der Guntherstraße zum Hirschgarten. Im 18. Jh. ein Jägerhaus, ist er heute Bayerns größter Biergarten, in dem sich an Sommerabenden bis zu 8000 Besucher versammeln. Trotz dieser Superlative hat er sich eine familiäre Atmosphäre bewahrt. Wir schieben im Garten an den Buden vorbei, halten uns an der nächsten Querstraße rechts und stoßen auf die Winfriedstraße. Ihr folgen wir nach links bis zur Wotanstraße, überqueren diese und fahren entlang der Schlossmauer nach Westen. Dann, nach 600 m, kommt ein Radschild Richtung Blutenburg, das die weitere Route bestimmt. Es geht noch ein Stück an der Schlossmauer entlang, dann durch eine Unterführung und weiter zur Paul-Gerhardt-Allee. Dort radeln wir rechts weiter, bis ein Blutenburg-Schild wieder nach links ableitet. Auf diesem Weg durch Grünanlagen gelangt man direkt zum Schloss Blutenburg, das schon ab 1425 von bayerischen Herzögen als Lust- und Jagdschloss genutzt wurde und heute u. a. die Internationale Jugendbibliothek beherbergt. Stimmungsvoll ist vor allem der Innenraum der spätgotischen Schlosskirche, in dem u. a. Altar-Tafelbilder von Jan Polack (1491) und zwölf Apostelfiguren an den Wänden beeindrucken.Von der Blutenburg zum Westpark: Im Zuge der Würm nach Süden bis zum Stadtpark Pasing, danach auf Ostkurs über Weinberger-, Siberdistel- und Senftenauerstraße zur Autobahn A 96, an der Fürstenrieder Straße über die Autobahn und links Einfahrt in den Westpark. Zunächst geht es ein Stückchen zurück und dann rechts ab auf Südkurs (Radschild Pasing). Vor uns liegt eine verkehrsarme Strecke, die durch gepflegte Grünanlagen und gehobene Wohnviertel nahe der Würm führt. Sie macht an der Theodor-Storm-Straße einen kurzen Rechts-links-Knick und richtet sich jetzt nach dem Radschild Stadtpark und Westpark. Wichtig ist, auf diese Schilder zu achten, denn es folgen einige komplizierte Richtungsänderungen, deren Beschreibung im Einzelnen zu weit führen würde. So geht es also unter den Gleisanlagen in Pasing (Bhf.) hindurch und nach einigen Knicks durch den Pasinger Stadtpark. Wenig später eine Linksabzweigung (Hugo-Fey-Weg) mit Radschild Westpark, das nun unsere Route bestimmt. Sie verläuft zur Planegger- und nach rechts zur Weinbergerstraße, die wir – links abbiegend – für 800 m nutzen, um dann auf die Silberdistelstraße einzuschwenken, ein verkehrsfreies und angenehm zu radelndes Sträßchen, das uns zur Senftenauerstraße bringt. Dem Schild Westpark nach biegen wir links ab, stoßen am Ende der Straße auf die tiefer liegende Autobahn A 96 und radeln diesseitig links vor zur Fürstenrieder Straße. Wenn die Autobahnbrücke überquert ist, geht es gleich links zum Eingang des Westparks an der Westendstraße. Entstanden ist der Park 1983 anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung. Er misst rund 60 ha und zeigt sich als reizvolle Parklandschaft mit Weihern, Spielplätzen und mehreren Gaststätten. Zu seinen Attraktionen zählen ein Ostasien-Ensemble mit einer glanzvollen thailändischen Sala inmitten eines Teichs und einer fein gearbeiteten nepalesischen Holzpagode, aber auch ein Bayernwaldhaus. Die Fahrt durch den Park richtet sich zunächst nach dem Schild Sardenhaus/-garten und führt, wenn das Sardenhaus passiert ist, im Ostteil des Parks an das Südufer eines künstlichen Sees. Vom Westpark zum Marienplatz Vom Südufer des Sees im Westpark Richtung Theresienwiese aufbrechen, über Ortlerstraße zur Margaretenkirche, jetzt in Nordrichtung zur Bavariabrücke und über die Theresienwiese zurück zum Marienplatz. Genau gegenüber dem Seerestaurant Rosengarten führt ein Radschild Richtung Starnberg/Forstenried nach rechts an einem Kugelmonument und der Gaststätte Nestroy vorbei zur Nestroystraße, wo 50 m rechts versetzt ein Schild Theresienwiese die neue Richtung der Route angibt. Sie führt durch die Ortlerstraße und über die Hansastraße hinweg durch eine Unterführung zur Kirche St. Margaret. Die Schilder zur Theresienwiese lenken uns nun nach links und im Weiteren durch Daumillerweg und Lipowskystraße zur Bavariabrücke. Dort geht es rechts auf einem Radweg direkt auf die Theresienwiese . Sie ist als Schauplatz des alljährlichen Oktoberfestes einer der bekanntesten Plätze in München und in aller Welt. Einziger Schmuckbau des weiten Areals ist die Ruhmeshalle als Gedenkstätte für »ausgezeichnete« Bayern. Davor steht die mit Sockel gut 27 m hohe Figur der Bavaria, der Schutzpatronin der Bayern. Auf der Ostseite des Platzes verläuft der Bavariaring, von dem etwa in der Mitte die Beethovenstraße abgeht. Auf ihr und in Verlängerung auf der Nußbaumstraße kommt man zum Sendlinger-Tor-Platz und von dort auf dem Oberanger, vorbei am Münchner Stadtmuseum, zum Marienplatz (Bhf.) zurück. Besichtigungen rund um den Marienplatz siehe Tour 1.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Höhenunterschied35 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMarienplatz München, dort auch Endpunkt der Tour.
TourencharakterEine abwechslungsreiche Tour durch die Westhälfte Münchens. Wichtige Stationen sind der Olympiapark sowie Schloss Nymphenburg und die Blutenburg. Darüber hinaus viel Grün, schöne Radwege und ein großer Biergarten.
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan von München; zusätzlich topografische Karte 1:100.000 »München und Umgebung« des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation Bayern.
MarkierungenKeine einheitliche und durchgehende Markierung. Schilder an der Strecke werden ggf. im Text angesprochen.
VerkehrsanbindungMit Auto nicht empfehlenswert. Der Marienplatz kann mit allen S-Bahnen sowie der U3/U6 erreicht werden. Von dort auch Rückfahrt.
GastronomieDiverse Restaurants und Cafés rund um den Marienplatz. Unterwegs empfehlenswerte Einkehr in der Schlossschänke Blutenburg mit Garten, im Hirschgarten (Biergarten) und im Rosengarten im Westpark mit Garten.
Tipps
Baden im Freibad Georgenschwaige (Nordteil Luitpoldpark); Dantebad (Dantestraße); Westbad (nahe Weinbergerstr. Pasing).
Tourismusbüro
Touristikamt München, Sendlinger Str, 1, Tel.: 089/23 39 65 00, E-Mail: tourismus@muenchen.de, www.muenchen-tourist.de

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