Abstecher zum Ammersee.

Kinsau – Apfeldorf – Rott – Dießen – Wessobrunn – Kinsau.
Schöne Tour durch den Forst Bayerdießen mit Höhepunkt am Ammersee. Zu Beginn der Tour nach Apfeldorf kräftiger Anstieg. (Autor: Tassilo Wengel)
12 km
120 m
5.00 h
Von Kinsau nach Dießen,
Von Kinsau zum Lech und nach Überqueren bis Apfeldorf, mäßiger Anstieg nach Riedhof, abwärts nach Rott und durch Waldgebiet bis Dießen fahren.
Wir starten unsere Tour in Kinsau und folgen der Apfeldorfer Straße zum Lech, der bei Klaft auf der anderen Seite eine reizvolle Kurve beschreibt. Hier überqueren wir den Lech und gelangen nach Apfeldorf. Bei der Kirche biegen wir nach rechts und müssen eine stärkere Steigung bewältigen. Nach dem Riedhof halten wir uns bei der Gabelung links und fahren nun abwärts nach Rott. Vor der Ortsmitte von Rott biegen wir nach links, halten uns an der Kirche rechts und radeln nun geradewegs auf der L 2055 durch ein schönes Waldgebiet – den Forst Bayerdießen – bis nach Dießen am Südwestende des Ammersees.
Von Dießen nach Wessobrunn.
Über St. Georgen nach Wengen fahren – durch den Forst Bayerdießen allmählich ansteigend nach Wessobrunn radeln.
Wir starten in Dießen am Marienmünster und radeln zunächst nach links aufwärts durch die kleine Straße Am Kirchsteig bis zu einem Bach. Dort folgen wir dem Wegweiser des Radwanderweges R 10 und kommen durch eine Allee – die von Kastanien bestanden ist – nach St. Georgen, einem Ortsteil von Dießen. An der Kirche vorbei folgen wir weiter dem Wegweiser R10 und gelangen zum schönen Dorfplatz von Wengen , wo um einen kleinen Weiher alte Bauernhäuser das Bild prägen.Wir setzen unsere Fahrt geradeaus fort und radeln am Ortsausgang von Wengen zwischen Wiesen auf einer Teerstraße dahin. Bei guter Sicht lassen sich die herrlichen Ausblicke auf das Wetterstein- und Karwendelgebirge genießen. Unser Weg führt uns auf dem König-Ludwig-Weg nun bei Viehhaus allmählich in den Fichtenwald des Staatsforstes Bayerdießen, von dessen Schatten begleitet wir abwärts zum Bachlauf Tiefengraben gelangen. An der Weggabelung halten wir uns rechts, überqueren den Tiefengraben und erreichen schließlich einen weiteren Bachlauf, den Kohlgraben. Dieser wird ebenfalls überquert, und in Kurven radeln wir nun aufwärts, kommen am Waldrand vorbei und können uns am Blick auf den Peißenberg und die Alpen erfreuen. Wir folgen dem Weg weiter durch den Staatsforst Bayerdießen und gewinnen auf asphaltiertem Weg zwischen Feldern und Wiesen immer mehr an Höhe. Für die Anstrengung werden wir durch immer schönere Aussichten belohnt, und bald taucht auch Wessobrunn mit seiner berühmten Benediktinerabtei auf.
Von Wessobrunn nach Kinsau.
Von Wessobrunn auf ansteigender Strecke nach Riedhof, abwärts nach Apfeldorf und nach Lechüberquerung nach Kinsau fahren.
Nach der Besichtigung folgen wir dem markierten Radwanderweg R 10 weiter Richtung Apfeldorf. Im Tal des Geiselmoosbaches entlang führt uns die Route zum Engelsrieder See, wo sich die Gelegenheit zum Baden anbietet. Es handelt sich umeinen idyllisch gelegenen Moorbadeweiher mit schönem Blick auf die Alpenkette. Am See lädt die Gaststätte Seehäusl zum Stärken ein, bevor wie die Radeltour fortsetzen. Zunächst radeln wir abwärts nach Apfeldorf, um auf bekanntem Weg über den Lech nach Kinsau zurückzufahren.

Tour auf einen Blick.
km 0. Kinsau, über Apfeldorf nach Rott.
km 8. Rott, durch den Vilgertshofener Forst nach Dießen.
km 21. Dießen, durch den Forst Bayerdießen nach Wessobrunn.
km 32. Wessobrunn, auf dem König-Ludwig-Weg nach Kinsau.
km 46. Kinsau, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied120 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortKinsau.
AusgangspunktKinsau.
EndpunktKinsau.
TourencharakterDer Ammersee – viel besuchtes Freizeitparadies im bayerischen Voralpenland – ist der drittgrößte bayerische See mit einer Wasserfläche von 47 Quadratkilometern. Lohnendes Ziel also für einen Abstecher abseits der Romantischen Straße. Aber auch Wessobrunn ist einen Besuch wert.
Hinweise
Baden. Schwimmbad im Augustinum Dießen, Am Augustinerberg 1a; Strandbad Dießen, Jahnstraße 10.
KartentippADFC-Radtourenkarte Nr. 26, Oberbayern/München, Maßstab 1:50 000; Stadtplan von Augsburg, erhältlich bei der Tourist-Information Augsburg.
MarkierungenTeilweise König-Ludwig-Weg.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A 96 bis zur Abfahrt Landsberg am Lech-Nord, über Landsberg und Vilgertshofen nach Kinsau. Mit der Bahn bis Weilheim oder Landsberg; Weiterfahrt mit dem Bus.
GastronomieDießen. Restaurant Seefelder Hof, Alexander-Koester-Weg 6; Gasthof Drei Rosen, Schützenstraße 22. Wessobrunn: Gasthof zur Post, Zöpfstraße 2.
Verleih
Fahrradverleih. Eine Auswahl wichtiger Orte: Würzburg: Veloca, Landwehrstraße 13, Tel. 0931/126 27 Wertheim: Rösch, Spessartstraße 18, Tel. 09342/61 23 oder 382 70; Bahnhof, Tel. 09342/13 41 Bad Mergentheim: Fa. Fischer, Obere Mauergasse 61, Tel. 07931/77 63; Bahnhof, Tel. 07931/73 41 Weikersheim: Fahrradgeschäft Velo, Tel. 07934/297 Rothenburg: Fa. Herrmann, Geigerstraße, Tel. 09861/404 92; Rat und Tat, Bensenstraße 17, Tel. 09861/879 84 Dinkelsbühl: Tourist Service, Marktplatz, Tel. 09851/902 40 Nördlingen: Jet-Tankstelle, Auf der Kaiserwiese, Tel. 09081/801092; Zweirad Müller, Gewerbestraße 16, Tel. 09081/56 75; Radsport Böckle, Reimlinger Straße 19, Tel. 09081/801040 Donauwörth: Fa. Motorrad Sellmair, Dillinger Straße 53, Tel. 0906/56 80 Augsburg: Hauptbahnhof, Reisezentrum Schalter 6, täglich 6–20 Uhr, Tel. 0821/32 64 93 Landsberg: Fremdenverkehrsamt der Stadt Landsberg am Lech, Hauptplatz 1, Tel. 08191/128245-246 oder -268 Schongau: Wacht Sport-Service, Oskarvon-Miller-Straße 19, Tel. 08861/34 97 Füssen: Bahnhof, Tel. 08362/63 13; Radsport Zacherl, Rupprechtstraße 8 1/2, Tel. 08362/32 92; Jeti’s Mountainbike-Shop, Kemptener Straße 87, Tel. 08362/39712
Informationen
Dießen und der Ammersee. Erstmals 1039 durch die Grafen von »Diezzan« erwähnt, wurde 1132 ein Kloster gegründet, das bis 1803 die Geschicke des Ortes bestimmte. Aus dieser Zeit stammt auch die größte Sehenswürdigkeit des Ortes, die heutige Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Diese ehemalige Klosterkirche wird auch als Marienmünster bezeichnet. Es war der kunstsinnige Probst Herculan Karg, der zwischen 1728 und 1755 regierte und das Kloster zu einem Zentrum der Künste und Wissenschaften ausbaute. Zum Bau der Klosterkirche holte er Johann Michael Fischer, den größten Barockbaumeister Altbayerns, der die Kirche zwischen 1732 und 1739 errichtete. Die reiche Ausstattung schufen die Stuckateure Franz Xaver und Johann Michael Feichtmayr und die Deckengemälde stammen von Georg Bergmüller. Der Hochaltar zählt zu den größten Deutschlands und wurde von dem Franzosen François Cuvilliés entworfen. Daneben befindet sich die St.-Stephans-Kirche, die aus einer ehemaligen Klosterstallung zu einer romanisch wirkenden Kirche umgebaut wurde. Ebenfalls von Franz Xaver und Johann Michael Feichtmayr stammt die Rokokoausstattung der ehemaligen Pfarrkirche St. Georgen, einem gotischen Bau, dessen Gründung bis auf das Jahr 816 zurückgehen soll. In Dießen lohnt sich wahrlich ein längerer Aufenthalt, denn zahlreich sind die Ausflugsmöglichkeiten rund um den Ammersee. Mit den Linienschiffen gelangt man zu schönen Orten wie Utting im Norden und Herrsching auf der anderen Seeseite. Auch ein Ausflug zum Kloster Andechs ist zu empfehlen. Wessobrunn. Der Legende nach soll Herzog Tassilo III. im Jahre 753, als er mit seinem Begleiter Wezzo in dieser Gegend auf Jagd war, im Traum drei Quellen gesehen haben. Als sein Begleiter Wezzo wirklich auf drei Quellen stieß, soll der Herzog das Kloster gegründet haben. Da er aber damals erst zwölf Jahre alt war, ist eine Klostergründung durch ihn unwahrscheinlich. Auf jeden Fall war er bis zu seiner Absetzung im Jahre 788 durch Karl den Großen Förderer des Klosters, das dann karolingisches Reichskloster war. Von der gesamten Klosteranlage ist nur etwa ein Drittel erhalten. Dazu gehört auch das Wahrzeichen von Wessobrunn, der Graue Herzog, ein romanischer Glockenturm beim Kloster. Das Kloster Wessobrunn war eines der ehrwürdigsten und ältesten Altbayerns und wuchs insbesondere im 17. Jahrhundert zu einem großen Komplex mit prachtvoller Ausstattung. Durch die Säkularisation sind von diesem weiträumigen Kloster nur noch Fragmente übrig geblieben, die einen kleinen Eindruck von der einstigen Schönheit vermitteln. Am eindrucksvollsten zeigt das der Deckenstuck im Tassilosaal, der Festsaal des Gästetraktes, zu dem man durch ein prächtiges Stuckmarmorportal gelangt. Es ist vor allem ein Werk Johann Schmuzers, der hier mit seinen Mitarbeitern um 1685 tätig war. Eine Spiegeldecke wird von Eichen-, Lorbeer- und Weinlaubgewinden umrahmt, feine Akanthusranken überziehen die Flächen und zahlreiche Tiere springen durch diese weit verzweigte Rankenwelt, aus der stellenweise kleine Figuren lugen. Einziger Sakralbau, der in Wessobrunn erhalten blieb, ist die Pfarrkirche St. Johannes Baptist, ein heller Rokokoraum mit zahlreichen Fresken. Ein kostbarer Schatz ist das Gnadenbild der Mutter der Schönen Liebe von 1706. Außerdem ist Wessobrunn der Fundort des etwa 1000 Jahre alten und damit ältesten Textes in deutscher Sprache, der als das »Wessobrunner Gebet« in die Geschichte einging. Die Wessobrunner Stuckateure genossen nicht nur im bayerischen Raum großes Ansehen, wo man z.B. in Rottenbuch, Steingaden und Oberammergau Hauptwerke findet. Ihren Arbeiten begegnet man im gesamten Europa. Sehr bekannt sind die Werke der Familie Schmuzer aus Wessobrunn, die man in vielen Kirchen bestaunen kann.
Unterkunft
Kinsau. Islandpferde-Ferienhof Lechtal, Herzogstraße 19–30, Tel. 08869/254 oder 08869/912342; Schilcherhof mit Schlosswirtschaft (nur Ferienwohnungen), Herzogstraße 3, Tel. 08869/91 28 41.
Tourismusbüro
Tourist Information Schongau, Münzstraße 1–3, 86956 Schongau, Tel. 08861/214-181.