Intelligente Uhren

Sport und Gesundheit – so helfen Pulsuhren und Activity Tracker

Der Markt von Pulsuhren und Activity-Trackern wächst an. Die Branche hat erkannt, dass Gesundheit und Wohlbefinden für viele Menschen an Bedeutung gewinnt. Pulsuhren und Activity-Tracker motivieren dazu, mehr Bewegung im Alltag einzubauen. Gesundheitsbewusste Menschen beschäftigen sich mehr und mehr mit den Vorzügen, die die intelligenten Uhren mit sich bringen.
 
Fitness gehört inzwischen zum Lifestyle. © pixabay.com © Lazare (CC0 Public Domain)
Fitness gehört inzwischen zum Lifestyle.

Mit der Pulsuhr die Belastungsgrenze im Auge behalten

Wenn das Herz im richtigen Takt schlägt, kann es mehr leisten und schenkt außerdem ein gutes Körpergefühl. Prof. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln nennt auf ingo-froboese.de die Faustregel: „Wer pro Woche 40 Treppenetagen zu Fuß läuft, bewegt sich ausreichend, um das Herz gesund zu halten.“ Doch nicht jeder hat im Alltag die Möglichkeit und sucht nach Alternativen.

Wer eine Pulsuhr sein Eigen nennt, hat meist schon den ersten Schritt Richtung „gesünder leben getan“. Ob Gewichtsabnahme, Regulierung des Herz-Kreislauf-Systems, Training auf eine Traumtour mit dem Rennrad oder der schlichte Wunsch, mehr Aktivität in den Alltag einzubauen, es gibt viele gute Gründe, sich eine Pulsuhr anzuschaffen. D

Die wenigsten Hobbysportler wissen jedoch, welche sportliche Belastung am sinnvollsten ist, um ein individuelles Trainingsziel zu erreichen. Eine Pulsuhr hilft dabei, die eigenen Ziele realistisch zu definieren und sie zu erreichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Anfänger, ein Gelegenheitssportler oder ein leistungsorientierter Freizeitsportler eine solche Uhr benutzt.

Falsche Belastung führt zu Leistungseinbrüchen beim Sport

Wer schon einmal mit hochrotem Kopf und gequälten Gesichtsausdruck nahe dem Kollaps bei sommerlichen Temperaturen gejoggt ist, weiß, wie es sich anfühlt, falsch zu trainieren. Es ist weder gesund noch sinnvoll, die eigenen Grenzen unkontrolliert zu überschreiten. Das Gegenteil ist der Fall. Auch Ulrich Kraft rät in der Apotheken Umschau, den Organismus vor Überlastungen zu schützen.

Eine Pulsuhr hilft dabei, die Herzfrequenz im Idealbereich zu halten. Smarte Uhren mit Activity-Tracker sind in der Lage, die Trainingsbelastungen beim Laufen, Radfahren oder beim Kraft-Ausdauertraining zu messen und die aufgezeichneten Daten auszuwerten. Die Pulsuhr kontrolliert die Herzfrequenz und gibt ein Signal, wenn der Sportler eine zu hohe oder eine zu niedrige Herzfrequenz hat.

Video: Interview mit Dr. Heinz Krappinger zur Herzgesundheit beim Sport

Optimales Training mit den vier Herzfrequenz-Zonen

Um ein Training zielsicher zu steuern, ist das Grundwissen über die klassischen Belastungsstufen erforderlich. Die Belastungsstufen ergeben sich beim ausdauerorientierten Training über die Herzfrequenz-Zonen. Diese richten sich nach der maximalen Herzfrequenz (MHF). Die Einheit wird in Herzschläge pro Minute notiert. Die MHF gibt Auskunft darüber, wie schnell ein Herz bei Maximalbelastung schlagen kann.

Wer regelmäßig trainiert, kann trotz zunehmenden Alters die maximal erreichbare Herzfrequenz verbessern. Als Grundlage dient ein Belastungs-EKG beim Hausarzt. Er kann die Herzfrequenz-Zonen für ein gesundes Training ermitteln. Auf dieser Grundlage lassen sich in Trainingspläne Belastungsgrenzen festlegen und Trainingsziele kontrolliert erreichen.

Übersicht der vier Herzfrequenz-Zonen

Zone 1: 50% bis 60% der MHF In Zone 1 trainieren Einsteiger und Wiedereinsteiger. Die Gefahr der Überlastung ist nicht gegeben, denn der Körper gewöhnt sich langsam an den moderaten Sport. Ziel des Trainings ist die Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems. Wer eine MHF von 200 Schlägen pro Minute hat, trainiert also anfangs mit 100-120 Schlägen pro Minute.
Zone 2: 60% bis 70% der MHF Zone 2 ist die Fettverbrennungszone. Bildlich gesprochen handelt es sich hierbei um ein Tempo, bei dem Jogger sich ohne Probleme noch unterhalten können. Bei einer Belastungsdauer von rund 30 Minuten ist die Verbrennung der Fettreserven besonders effektiv.
Zone 3: 70% bis 80% der MHF Zone 3 ist für die Steigerung der Ausdauer geeignet. Es handelt sich hierbei um die anaerobe Zone. Bei einer MHF von 200 Schlägen pro Minute liegt die aerobe Zone zwischen 140 und 160 Schlägen pro Minute. Das Trainingstempo liegt im mittleren Bereich.
Zone 4: 80% bis 90% der MHF Zone 4 ist die sogenannte Schwellenzone. Leistungsorientierte Sportler, die sich auf einen Wettkampf vorbereiten, setzen sich als Trainingsziel, die anaerobe Schwelle nach oben zu verschieben. Das gelingt mit dem Training in Zone 4.

Welche Pulsuhr ist die richtige?

Lauftraining ist für Jung und Alt, Männer und Frauen geeignet.

In Abhängigkeit von der Aktivität und dem geplanten Trainingsziel, kommen unterschiedliche Pulsuhren und Activity-Tracker infrage.

Ob Wandern, Radfahren, Laufen oder Mountainbiken, die Firmen Fitbit und Bodymedia gehören zu den Pionieren der Fitnessuhren und haben Produkte für die Nutzung bei Standartsportarten im Sortiment.

Das Angebot ist inzwischen sehr breit. Garmin, Polar und Jawbone mischen ebenfalls auf dem Markt der Fitnessuhren mit.

Für alle, die mehr wissen wollen, zeigt Pulsuhr.org die Testsieger im Vergleich.

 

Beliebte Hersteller: Top 3

Polar

Der Hersteller Polar präsentiert ein breites Angebot unterschiedlicher Herzfrequenz-Messgeräte und GPS -Sportuhren. Die Produkte sind für Radfahrer, Langstreckenläufer und andere Sportler geeignet. Es gibt Fitness-Trecker, die besonders modernes Design mitbringen, doch auch Armbanduhren mit großem Display und gut ablesbaren Werten (Herzfrequenz, Schrittzahl, Strecke und Zeit) sind im Angebot. Kombiniert mit mobilen Apps ist Polar eine gute Wahl für Hobbysportler und Profisportler.

Fitbit

Fitbit liefert ebenfalls Fitnessuhren nebst Zubehör. Unterteilt nach Alltagssportlern, Fitnessfreunden und ambitionierten Sportlern gibt es einfache bis recht umfangreich ausgestattete Pulsuhren. Außerdem sind Fitness Apps fürs Handy zu haben. Die Fitnesstracker sind farbenfroh und modisch, in der Regel aus wasserabweisendem Kunststoff gefertigt. Sie zielen rein optisch in erster Linie auf ein jüngeres Publikum, allerdings gibt es auch neutral designte Varianten.

Jawbone

Jawbone fällt aufgrund der Optik aus dem Rahmen, die die angebotenen Fitnesstracker haben. Sie machen eher den Eindruck von Schmuckstücken. Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, dass es sich um ein Fitnessarmband handelt. Neben Aktivitäts-Tracking, Schlafaufzeichnungen, Essensprotokoll und dem Smart Coach für mehr Aktivität und Gesundheit im Leben, zählt zum Beispiel der Jawbone UP move™ die Schritte und überwacht im Prinzip das gesamte Aktivitäts- und Ernährungsverhalten. Dieser Hersteller zählt in erster Linie auf die Fitness im Alltag ab, ist jedoch auch für Hobbysportler geeignet.

FOTOS: pixabay.com © Lazare (CC0 Public Domain); pixabay.com © Ben_Kerckx (CC0 Public Domain)
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