Radrennsport als Hobby - Vorbereitungstipps für die persönliche Radrenntour

Radfahren ist beliebt. Wie die tz berichtet, ist der Verkauf von Fahrrädern europaweit in der jüngsten Vergangenheit stark angestiegen. Dabei belassen es nicht alle Käufer dabei mit dem Zweirad zur Fahrrad oder zur Arbeit zu fahren. Auch der Radrennsport als Hobby und damit Rennräder selbst gewinnen an Bedeutung abseits der Welt des professionellen Sports.
 
Radrennen ist nicht nur etwas für Profis - auch Hobbyfahrer kämpfen immer wieder gegen die Uhr. © stux4042 (CCO-Lizenz)/pixabay.com
Radrennen ist nicht nur etwas für Profis - auch Hobbyfahrer kämpfen immer wieder gegen die Uhr.
Möglichkeiten zum sportlichen Fahren gegen die Uhr gibt es nicht nur in der eigenen Region. Wer möchte, kann Urlaub und Sport verbinden und seine persönliche Radrenntour absolvieren. Diese sollte allerdings gut vorbereitet sein. Schließlich haben die meisten Menschen nicht unbegrenzt Urlaub im Jahr zur Verfügung. Wenn sich dann herausstellt, dass die ausgewählten Routen nicht für das Rennrad geeignet sind oder das eigene Equipment seinen Dienst nicht ausreichend erfüllt, ist die Enttäuschung groß.

Wo lassen sich entsprechende Routen finden


Auch Hobbyfahrer kämpfen gegen die Uhr. (©stux4042 (CCO-Lizenz)/pixabay.com)
Zentral für den Spaß am Radfahren ist, dass möglichst wenige Autofahrer dabei stören. Deshalb bevorzugen die meisten Fahrer Strecken mit wenig Verkehr. Allerdings haben es Rennradfahrer hier schwerer als Sportler, die mit dem Mountainbike unterwegs sind. Schließlich ist ihr Untersatz nicht für holprige Bergwege geeignet.

Dennoch gibt es im In- und Ausland eine große Auswahl an landschaftlich schönen Strecken, die ideal für Rennradtouren sind, zum Beispiel die folgenden:
  • Das Allgäu ist vor allem für bayerische Idylle bekannt. In dieser reizvollen Umgebung finden Rennradfahrer eine ganze Reihe an lohnenswerten Strecken rund um Füssen. Hoch hinauf geht es dabei auch, zum Beispiel zum beliebten Gaichtpass.
  • Wer seinen Urlaub in der Eifel verbringen möchte, findet eine große Auswahl an Rennradstrecken rund um den Nürburgring.
  • Doch lieber ins Ausland? Dann bietet sich Korsika an. Hier sind ohne weiteres mehrere hundert Kilometer lange Touren durch das Hinterland und an der Küste entlang möglich – inklusive malerischen Buchten, kleiner Städtchen und viel mediterranem Flair.
  • Auch die Insel Mallorca ist bei Radfahrern wegen ihrer faszinierenden Landschaft beliebt. Schon im Frühjahr tummeln sich hier die Zweiräder auf den Straßen.

Vorteilhaft an Zielen, die bei Rennradfahrern beliebt sind, ist unter anderem, dass sich hier im Ernstfall schnell Fahrradverleihs, Reparaturwerkstätten und ähnliche Einrichtungen auftreiben lassen. Dafür muss man sich an Orten wie Marokko die Schönheit der Landschaft mit vielen anderen Radfahrern teilen.

Welche Maßnahmen zur Vorbereitung sind wichtig?

Mit der Streckenauswahl ist es nicht getan. Damit der Urlaub mit dem Rennrad ein Erfolg wird, sind noch weitere Vorbereitungen notwendig. Das Hauptaugenmerk gilt dabei zunächst dem Rad selbst. Dieses sollte gut in Schuss sein und am besten noch einmal ausgiebig gewartet werden. Wer ein neues Fahrrad braucht, kann sich im Internet über aktuelle Angebote erkundigen. So zeigt das Sortiment von Fahrrad.de, dass durchaus je nach Modell über 30 Prozent eingespart werden können. Denn ein gutes Rennrad hat seinen Preis.

Fast genauso wichtig wie das Rad selbst ist auf längeren Touren geeignete Kleidung. Dabei sollte es sich in jedem Fall um spezielle Rennradkleidung handeln. Wichtig ist nicht nur, dass diese optisch gefällt, sondern auch, dass sie genug kleine Taschen für Riegel, Brille etc. bietet und vor allem gut sitzt – weder zu eng noch zu locker. Letzteres ist auch bei der Auswahl des Fahrradhelms zu berücksichtigen. Dass dieser zur Grundausstattung gehört, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Auch auf ein Reparatur-Kit, ausreichend Flüssigkeit und eine Sonnenbrille sollten Fahrer bei Touren nicht verzichten. Wer ein Ziel im Ausland ausgewählt hat, macht sich am besten, bevor er aufbricht, mit den Bestimmungen und Gegebenheiten im Zielland vertraut. Allein Eigenheiten bei der Beschilderung können Radfahrer vor Schwierigkeiten stellen.
 
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   Ein gutes Rennrad ist die halbe Miete! (©moerschy (CCO-Lizenz)/pixabay.com )

Noch einmal eine kleine Checkliste für die Vorbereitung:
  • Fahrrad warten oder Neues kaufen
  • Rennradkleidung und Helm mitnehmen
  • Reparatur-Kit, Sonnenbrille und ausreichend Flüssigkeit
  • Informationen über Zielland einholen
Übrigens ist es auch zentral für das Gelingen von Fahrradtouren, das eigene Rad richtig einzustellen.​

Pensum an die eigene Leistungsfähigkeit anpassen

Viele Sportler tendieren dazu, es zu übertreiben. Das ist im Radsport genauso gefährlich wie beim Laufen oder im Fitnessstudio. Im schlimmsten Fall können Überbelastungen zu Verletzungen führen oder sogar dazu, dass ein Fahrer mitten während einer Tour zusammenbricht. Vor allem Kinder, ältere Menschen und Einsteiger sollten in dieser Beziehung vorsichtig sein. Vor einer ersten größeren Tour ist auf jeden Fall ein gezieltes Training wichtig. Dabei wird das Pensum wie in allen Sportarten langsam gesteigert. Trainingspläne für Rennrad-Einsteiger findet man in großer Anzahl im Internet. Zusätzlich sollten leidenschaftliche Fahrer vor allem ihren Rücken durch Gymnastik oder Training im Fitnessstudio stärken. Wer lieber auf Heimtraining setzt, findet auch dazu viele wertvolle Tipps und Übungen im Netz.

Ältere Einsteiger oder Wiedereinsteiger sollten zudem auf den anfänglichen Gang zum Arzt nicht verzichten. Dieser kann nicht nur feststellen, ob die eigene körperliche Verfassung gut genug für eine Rennradtour ist. Er kann auch wichtige Tipps dazu geben, welches Pensum man am besten nicht überschreitet.

Letztlich spielt die persönliche Einstellung eine wichtige Rolle. Bei Rennradtouren achtet man zwar gerne auf die Zeit. Trotzdem ist es wichtig, sich nicht zu sehr auf eine hohe Geschwindigkeit zu fokussieren und immer dazu bereit zu sein, notfalls einen Gang zurückzuschalten. Schließlich stehen im Urlaub keine olympischen Medaillen in Aussicht.

Fahrradtouren können neue Blickwinkel eröffnen

Wer schon häufiger längere Touren mit dem Rad unternommen hat, weiß, dass sich dadurch ganz neue Perspektiven ergeben. Ein Urlaub mit dem Rennrad ist ideal, um Entspannung und Sport miteinander zu verbinden. Davon profitieren die eigene Gesundheit und die Umwelt gleichermaßen. Zugleich lernt man so oft ganz andere Ecken kennen, als wenn man mit dem Auto unterwegs ist oder seine Zeit in Luxushotels verbringt. Dies alles funktioniert aber nur mit der richtigen Vorbereitung. Auf diese zu verzichten, heißt ein hohes Risiko einzugehen, dass der Urlaub zur Enttäuschung wird.
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