Wohnmobil-Urlaub in den USA: Der Wilde Westen lässt grüßen

Auf keine andere Art lassen sich die Weiten der USA besser erkunden als mit einem Wohnmobil. Ein Camper bedeutet absolute Unabhängigkeit, unzählige Campingplätze laden zur Rast ein – und man spart sich die Kosten für Hotels. Unser Tipp: Unternehmen Sie eine Rundreise entlang geschichtsträchtiger Schauplätze des Wilden Westens.
 
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Auf den Spuren von Legenden wie Jesse James und Buffalo Bill

In Missouri reisen Sie auf den Spuren von Jesse James, hier lebte und starb der legendäre Bandit. Besuchen Sie die Familienfarm in der Nähe von Kearney, wo James aufwuchs und beerdigt wurde. Fahren Sie dann weiter zu seinem langjährigen Wohnort St. Joseph, wo ihn die Ford-Brüder im Jahre 1882 erschossen. Im Süden Missouris können Sie die Meramec Caverns entdecken, wo James sich nach seinen Banküberfällen versteckte. Auch das Jesse-James-Museum ist nicht weit entfernt. 

Führt Ihre Reise nach Wyoming, sollten Sie das Buffalo Bill Historical Center in der Stadt Cody nicht auslassen. Es ist das größte, dem Wilden Westen gewidmete Museum der Welt. Doch der Superlative nicht genug, Cody ist außerdem Welt-Rodeo-Hauptstadt! Hier gibt es tolle Shows am laufenden Band zu sehen. Südlich von Missouri liegt der US-Bundesstaat Oklahoma. Hier können Sie Schauspiellegende John Wayne in die Augen blicken – oder zumindest der riesigen Bronzestatue, die ihm gewidmet ist. Das dazugehörige Museum in Oklahoma City zeigt Tausende Kunstwerke der nordamerikanischen Ureinwohner und Cowboys. 

Filmreife Kulisse – die Iverson Movie Ranch

Wer im südlichen Kalifornien unterwegs ist, kann mit seinem Wohnmobil nicht nur wunderbare Küstenpanoramen genießen und an atemberaubenden Stränden entspannen. Es lohnt sich auch ein Abstecher auf die Iverson Movie Ranch: Sie liegt 40 Kilometer nordwestlich von Hollywood und gilt als einer der meist genutzten Drehorte der Filmgeschichte. Auf dem 200 Hektar großen Gelände drehte zum Beispiel der große Regisseur John Ford seine frühen Westernfilme

Rancher für ein paar Tage – und reiten wie ein Cowboy

Der Vorteil am Urlaub mit einem Wohnmobil: Sie sind Ihr eigener Herr. Warum sollte man da nicht einmal einen mehrtägigen Aufenthalt auf einer Ranch einlegen? In Texas und Arizona gibt es dazu zahlreiche Möglichkeiten. Auf manchen Ranches können Sie leben und arbeiten wie einst die Cowboys. Sie treiben Viehherden zusammen und helfen, die Rinder mit Brandzeichen zu versehen. Andere Ranches sind stärker auf den Spaßfaktor ausgelegt. Hier können Sie Reitausflüge unternehmen und sich im Westernreiten schulen lassen. Optimal für Familien ist zum Beispiel die Tanque Verde Ranch in Tucson, Arizona. Die Besitzer bieten Reitkurse für alle Altersklassen an, dazu stehen Aktivitäten wie Mountainbiking, geführte Wandertouren, Tennis und Schwimmen auf dem Programm. Wer Glück hat, kann zudem Coyoten und Luchse in freier Wildbahn erspähen. 

Kultur und Geschichte der Ureinwohner Amerikas entdecken

Nirgendwo sonst lässt sich so viel über die Ureinwohner Amerikas lernen wie im Indianerreservat Navajo Nation, dem größten in den USA. Das Gebiet lässt sich nur eingeschränkt selbst erkunden, am besten heftet man sich an die Fersen eines Bewohners. Viele Einheimische bieten geführte Touren an – ideal, um die Sitten und Gebräuche der Navajos, ihre Webtechniken, Ruinen und Felsskulpturen zu entdecken. Auf den Spuren der Sioux wandeln Sie in North und South Dakota, Wyoming und Montana. Der große Sioux-Krieg war einer der bekanntesten Indianerkriege in der Geschichte der USA, viele seiner Schauplätze befinden sich jedoch in entlegenen Gebieten. Doch auch hierhin führen organisierte Touren. 

Übrigens: Wenn Sie Ihre Fernreise mit dem Wohnmobil buchen, sollten Sie auch eine Reiseversicherung abschließen – sonst können Sie bei einem kurzfristigen Rücktritt etwa wegen Krankheit auf den Kosten sitzen bleiben.
 
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