Welches Rad für welche Tour – ein kleiner Ratgeber

Das Fahrrad ist nach wie vor ein beliebtes Fortbewegungsmittel und wird sogar immer beliebter, wie aktuelle Statistiken zeigen. Somit besitzen laut BMVI ca. 80% der Haushalte in Deutschland ein Fahrrad. Europaweit steigt der Verkauf von Fahrrädern kontinuierlich an, etwa 40 Prozent der Deutschen nutzen den Drahtesel sogar täglich – um in die Arbeit zu fahren, den Einkauf zu erledigen oder aus Sport- und Freizeitgründen.
 
Fahrradtouren können sehr individuelle Anforderungen mit sich bringen. Aus diesem Grund sollte das Fahrrad entsprechend gewählt werden. © pixabay.com/moerschy
Fahrradtouren können sehr individuelle Anforderungen mit sich bringen. Aus diesem Grund sollte das Fahrrad entsprechend gewählt werden.
Dabei unterscheiden sich Rad und Touren teils erheblich voneinander, denn für jeden Sport- und Freizeitspaß gibt es eigene Strecken und passend darauf abgestimmte Fahrrad-Typen:
  • Das Tourenrad eignet sich für gemütliche Outdoor-Touren im Stadtverkehr und ländlichen Umgebungen.
  • Das Mountainbike dient für anspruchsvolle Gelände- und Bergtouren in heimischer Umgebung oder im Urlaub.
  • Das Rennrad wurde speziell für sportliche Zwecke auf dem Straßen-Asphalt konzipiert.
Die Ansprüche an das Fahrrad hängen also von der gewählten Strecke ab und sollen den Radler unterstützen; und dies nicht nur bezogen auf die Leistungsfähigkeit, sondern auch auf die körperliche Gesundheit und den Komfort. In diesem Artikel sollen deshalb die einzelnen Fahrradtypen und die möglichen Touren genauer vorgestellt werden.

Gemütliche Radtouren entspannt genießen

Ob im Stadtverkehr oder auf dem Land, für den Ausflug auf dem Fahrrad gibt es vielerorts eine flächendeckende Fahrrad-Infrastruktur. Gemeint sind die Radwege, die sich überall in Deutschland durch Städte, Örtchen und beliebte Landschaftsumgebungen ziehen. Mit dem einfachen Drahtesel kann von gemütlicher Rad-Tour aber nicht die Rede sein, denn Klapprad und Co. eignen sich höchstens für kurze Strecken; etwa für den Arbeitsweg.

Nein, gemütliche Radl-Touren werden in der Regel mit einem Tourenrad gemacht, oft auch als Trekking-Bike bekannt. Hierbei handelt es sich um ein komfortables Fahrrad, das:
  • stabil und sehr bequem ist
  • mit einer komfortablen Federung, bequemen Sattel und Lenker ausgestattet ist
  • hohes Gewicht tragen kann und
  • starke Bremsen besitzt
Das Tourenrad ist ein vielseitig nutzbarer Begleiter für alle, die es mal sportlich und mal gemütlich wollen. Denn das Touren- oder Trekking-Bike passt sich an die unterschiedlichsten Gegebenheiten optimal an: Vom Asphalt über bergiges Gelände bis hin zum groben Feld- und Wiesenweg hält das Tourenrad den Anforderungen stand.  Denn genau das sind die Touren, die mit diesem Fahrrad gemacht werden.

Welche Aspekte sind für Rad und Tour zu beachten?

Tourenrad:
  1. Die richtige Rahmengröße, damit der Nutzer optimal sitzt
  2. Eine gute Federung schont den Rücken
  3. Solide Reifen für guten Gripp auf jeder Straße
  4. Sicherheits-Standards wie Licht, Bremsen und Reflektoren
Radtour:
  1. Die Strecke vorab planen und Gegebenheiten wie Länge oder Steigungen prüfen & abwägen
  2. An ausreichend Proviant denken, je nach Tour
  3. Flickzeug für eventuelle Reifenpannen mitnehmen
  4. Ausreichend Zeit für die Tour einplanen und vorab auch Wetterverhältnisse prüfen
Je nach Strecke gibt es unterschiedliche Aspekte zu beachten, denn während die Radl-Tour, die aus der Stadt in ländliche Gegenden führt, meist auf komfortablen Wegen ohne große Steigungen problemlos bewältigt werden kann, gibt es auch sportlichere Touren, die eine gute Kondition voraussetzen. Unter www.das-radhaus.de/cube werden die verschiedenen Fahrradtypen am Beispiel der Marke Cube aufgezeigt, die zu den robustesten zählen.

Die Outdoor-Tour mit dem Mountainbike

Outdoor-Touren führen über Stock und Stein. Der Clou sind möglichst starke Steigungen, unwegsames Gelände und anspruchsvolle Pistenabschnitte, die dem Radsportler gehörigen Spaß und ein ultimatives Naturerlebnis bieten. Hier ist also ein robustes und dem Gelände angepasstes Mountainbike mit stabilen Rädern und starken Profilen, die selbst auf schlammigen Untergrund Halt bieten, besonders wichtig.

Die Touren sind grundsätzlich sehr anspruchsvoll und verlangen dem Radler viel ab, ungeübte sollten daher von typischen Mountainbike-Strecken absehen oder sich an diese nur in Begleitung von Profis heranwagen. Denn, was auf den ersten Blick so harmlos aussieht, kann in Wirklichkeit sogar richtig gefährlich werden, denn die Touren:
  • führen über unbefestigte Wege im Gelände
  • zeichnen sich durch teils extreme Steigungen und steile Gefälle aus
  • führen durch schlammigen und rutschigen Untergrund in Wäldern, Morasten & Co.
  • durch staubig-trockenes Gelände mit steinhartem Untergrund
Teilweise müssen auch kleine und größere Flüsse überquert und steiniges Gelände in den Bergen überwunden werden.  Die Ansprüche an Bike und Radler sind aus diesem Grund auch extrem hoch. Zumal diese Touren in hohem Tempo absolviert werden.

Sport-Touren mit dem Rennrad

In krassem Gegensatz zur Outdoor-Tour mit dem Mountainbike steht die Sport-Tour mit dem Rennrad. Auch hier steht die körperliche Fitness im Vordergrund, verlangt allerdings andere Disziplinen vom Radler, als die Gelände-Tour.

Rennradler sind auf Schnelligkeit und Ausdauer spezialisiert und nutzen für das Erreichen von Zeit-oder Kilometer-Zielen ausschließlich Räder mit besonders leichtem Rahmen und ohne jeglichen Ballast wie Klingel, Standard-Licht oder Schutzbleche. Sie sind zwar für die Straße zugelassen, dürfen allerdings nur bei Tageslicht oder mit zumindest elektrischem Lichtaufsatz gefahren werden.

Auch die Bereifung dieser Rad-Modelle ist besonders, denn sie sind extrem schmal und sorgen gemeinsam mit den anderen Merkmalen eines Rennrades für einen geringen Luftwiderstand und die benötigte Leichtigkeit.

Auf welchen Strecken können Rennräder genutzt werden?

Untergrund:
  • Dürfen ausschließlich auf glattem, sauberen Untergrund gefahren werden
  • Ausgebaute Radwege oder auf der Straße
Hintergrund:
  • Rennrad-Strecken sind Langstrecken von vielen Kilometern
  • Für den Profisport
  • Dauern oft mehrere Stunden (Tagestouren)
Ein „Alltags-Rad“ ist das Rennrad also nicht. Es eignet sich daher auch nicht als Verkehrsmittel, sondern dient tatsächlich nur als Sportgerät, wie auch der Blick in die unterschiedlichen Fahrrad-Typen zeigt.


Welches Farrad passt zu welcher art von Radtour? Es gibt mitunter große Unterschiede! © pixabay.com/markusspiske

Gerade im Sommer bietet das Radl viel Abwechslung: Mit der Familie einen Ausflug auf „zwei Reifen“ machen, das Tourenrad aus dem Keller holen und gemütlich die Landschaft erkunden oder mit Mountainbike und Rennrad den sportlichen Aktivitäten nachgehen – das Rad macht all dies möglich. Je nach Ausrichtung gilt es aber, den richtigen Fahrrad-Typen für die richtige Tour zu nehmen.So taugt das Touren-Rad für fast alle Zwecke und erweist sich als Multitalent für Radfahrer mit verschiedensten Interessen. Das Rennrad hingegen kann ausschließlich als Trainingsgerät auf ebenen Straßen genutzt werden und das Mountainbike ist zwar für Berg- und Outdoor-Touren gedacht, aber ebenfalls „straßentauglich“.
 
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