„Cykeltur“ - Die schönsten Radtouren in Dänemark

Dänemark zählt zu den beliebtesten Reiseländern, wenn es um einen Urlaub mit dem Rad geht. Immerhin gilt das Land, das nördlich von Flensburg beginnt, als besonders radfahrerfreundlich und überzeugt mit seiner vielfältigen Natur. Wer Dänemark per Zweirad erkunden möchte, wählt aus zahllosen Routen und Touren, die das ganze Land und seine Inseln durchziehen. Durchaus schwer kann es da fallen, die echten Highlights zu finden. Die folgenden Touren bieten einige Inspiration und führen Reisende an einige der schönsten Orte Dänemarks.
 
Radfahren am Strand – Ein besonderes Erlebnis auf Dänemarks Inseln. © Bjonsson (CC0-Lizenz)/pixabay.com
Radfahren am Strand – Ein besonderes Erlebnis auf Dänemarks Inseln.

Fanø, Rømø und Møn – Drei Inseln mit dem Rad entdecken  

Die drei Inseln Fanø, Rømø und Møn haben eines gemeinsam: Hier radeln Urlauber stets dicht entlang der Küste und genießen den angenehmen Wind. Während Fanø und Rømø Radfahrer an die Nordsee entführen, liegt Møn auf der Ostseite des Landes der Radfahrer.  

Nach Fanø zu gelangen, ist für Radtouristen leicht. Von Esbjerg am Festland aus dauert es nur knapp zwölf Minuten, bis die Fähre auf der kleinen Insel anlegt. Haben Urlauber hier wieder festen Boden unter den Füßen, beginnt mit der Panoramaroute 404 „Luft unter den Flügeln“ eine der schönsten Routen der Insel. Sie ist rund 26 Kilometer lang und als Rundkurs angelegt. Daher ist eine Rückkehr an den Fährhafen ohne Umwege möglich. Die Route führt Radfahrer vom Hafen aus einmal um die Insel und lässt kleine Ausflüge in gemütliche Dörfchen zu. Nicht vorbei kommen Urlauber hier an der Stadt Nordby, die mit ihrer großen Einkaufsstraße zu einer längeren Rast einlädt. Weiter geht es auf Fanø zum beeindruckend breiten Sandstrand, auf dem sogar gefahren werden kann. Auch mit Kindern macht diese Route Spaß, denn kurz vor der Rückkehr an den Ausgangspunkt bietet ein Waldspielplatz ausreichend Raum zum Entspannen und Verweilen.

Wer die Insel Rømø mit dem Rad erkunden möchte, findet ebenfalls eine Panoramaroute vor. Sie trägt nicht nur die Nummer 402, sondern auch den spannenden Namen „Der Kapitän und der Wal“. Auf einer Länge von knapp 29 Kilometern, ebenfalls als Rundweg angelegt, führt die Tour vorbei malerischer Ausblick über den Norden der Insel. Weiter geht es auf Rømø durch ein weitläufiges Strandwiesen-Gebiet bis nach Lakolk, wo die Einsamkeit der Natur ein abruptes Ende nimmt. Wer genug vom städtischen Trubel hat, macht einen kleinen Ausflug zum Strand von Lakolk und genießt den direkten Blick auf die Nordsee. Der Vorteil einer Radtour auf Rømø ist, dass die Insel nicht per Fähre erreicht werden muss. Ein rund 9,2 Kilometer langer Damm verbindet Skærbæk am Festland mit Rømø und kann problemlos mit dem Auto genutzt werden.


Møns Klint bietet Radfahrern einen wahrhaft majestätischen Ausblick. Foto: Manfred Zimmer (CC0-Lizenz)/pixabay.com)

Von der Nordsee an die Ostsee geht es bei einer Rundtour auf der Insel Møn. Die rund 18 Kilometer lange Panoramaroute 421 ist jedoch nichts für Freunde flacher Gebiete, denn hier geht es durchaus steil bergauf. Dass diese Tour den Beinamen „Auf dem Gipfel der Welt“ trägt, unterstreicht das und liefert einen ersten Hinweis darauf, dass auf Møn traumhafte Ausblicke warten. Wer mit dem Rad nach Møn gelangen möchte, nutzt am besten die kleine Fähre „Ida“, die zwischen Stubbekøbing und der Insel fährt. Die eigentliche Tour beginnt dann am Campingplatz Møns Klint und führt weiter durch den Park Liselund. Der Park alleine ist bereits eine Reise wert, denn hier gibt es einige Seen und Bäche sowie historische Denkmäler zu bewundern. Erste Ausblicke über die Insel verspricht im weiteren Verlauf Sømarkdyssen rund neunzig Meter über dem Meer. Dass damit jedoch nicht nicht der Höhepunkt der Radtour erreicht ist, zeig sich nach einer Fahrt durch den Wald Klinteskoven. Dann nämlich erreichen Reisende Møns Klint mit atemberaubenden Kreidefelsen und der steil abfallenden Küste, wobei der Dronningestolen als höchster Punkt ganze 128 Meter oberhalb der Ostsee thront. Der Rest der Tour führt dann wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Große Routen für ausdauernde Radurlauber  

Etwa 0,57 Millionen Deutsche unternahmen 2016 eine Reise mit dem Rad. Dies geht aus einer Statistik hervor und beweist, dass das Zweirad längst mehr als nur ein einfaches Mittel zum Überwinden kurzer Strecken ist. Wer sich in Dänemark nicht mit kleinen Rundwegen zufriedengeben und mehrtägige Touren unternehmen möchte, sollte sich erneut zwischen Nord- und Ostseeseite entscheiden. Hier nämlich verlaufen die beiden Wege  
  • „Nordseeküstenroute“ 
  • und „Ostseeküstenroute“,  
die jede für sich traumhafte Ausblicke und die vollständige Erkundung der jeweiligen Landesseite ermöglichen.


Fischerboote machen den Strand von Klitmøller zu einem romantischen Plätzchen. Foto: Bjonsson (CC0-Lizenz)/pixabay.com

Die Nordseeküstenroute beginnt im Süden des Landes bei Rudbøl und endet erst 560 Kilometer später in Skagen, der nördlichsten Stadt Dänemarks. Auf dieser Route braucht es nicht nur Durchhaltevermögen, sondern auch eine solide Bereifung, da mitunter Kieswege befahren werden müssen. Dafür punktet die Route entlang der dänischen Westküste mit kaum Steigungen und neun speziellen Radfahrer-Rastplätzen. Zu den Highlights der Nordseeküstenroute gehört zweifellos eine Rast in Hvide Sande zwischen Nordsee und Ringkøbing Fjord. Hier ist das Wasser so nah wie an kaum einer anderen Stelle in Dänemark. Etwas weiter nördlich liegt mit  Klitmøller ein weiterer Ort, der einerseits an die Nordsee und andererseits an den Nationalpark Thy grenzt. In Klitmøller genießen Radreisende den Charme eines kleinen Fischerdorfes und können sich am Strand inmitten der dort liegenden Fischerboote erholen. Ein Bummel entlang der Strandpromenade und die Stärkung in einem Fischrestaurant liefern genügend Energie für die nächste Etappe.


In Grenaa zeigt sich die Ostsee von ihrer wilden Seite. Foto: Jetiveri (CC0-Lizenz)/pixabay.com

Wer die Ostseeküstenroute befahren möchte, startet in Sønderborg. Von hier aus durchfahren Radurlauber die Landschaft bis nach Hulsig im Norden und legen dabei ganze 650 Kilometer zurück. Entlang der Route liegen zahlreiche malerische Fjordstädtchen wie Frederikshavn und Grenaa. Es lohnt sich, schon vorab ein wenig zu trainieren, denn im Vergleich zur Nordseeküstenroute ist die Tour entlang der Ostsee etwas hügeliger. Auch ist es sinnvoll, zwischendurch genügend Stopps einzuplanen. Wer schon vorab Ferienhäuser bucht, sollte auf eine entsprechende Ausstattung achten. Fahrradfreundliche Ferienhäuser bei dansk.de verfügen beispielsweise über eine abschließbare Unterstellmöglichkeit und Werkzeug.  

Selbstverständlich hat Dänemark noch weit mehr zu bieten als die drei genannten Inselrundwege sowie Nord- und Ostseeküstenroute. Mit seinem 3.500 Kilometer umfassenden Routennetz ist das Land bestens vorbereitet auf Radurlauber jeder Herkunft und Kondition. Bei der Suche nach Touren kann auch die Übersicht von Outdooractive helfen, denn hier sind die einzelnen Routen mit einem Schwierigkeitsgrad versehen. 
 
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