7 geniale Backpacker Life-Hacks

Rucksack umschnallen und los geht's. Wer auf die Reise geht, kommt an einigen Schwierigkeiten nicht vorbei. Ich habe da ein paar praktische Tipps und Tricks, die Probleme lösen oder sogar gänzlich vermeiden. Hier geht es ohne Umwege zu den wichtigsten Life-Hacks.
 
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Wer sich auf einen langen Flug einstellt, der hat bestimmt schon einmal Erfahrung mit dem nervigen Jetlag gemacht. Eines der größten Probleme ergibt sich, wenn ich vollkommen ausgeruht und ausgeschlafen ins Flugzeug steige und Tausende Kilometer reise. Es wäre viel sinnvoller, vorher den eigenen Stoffwechsel auf Trab zu bringen und Sport zu treiben. Das macht den Körper müde und powert aus. Während der Reise bleibt genügend Zeit zu schlafen und so steige ich viel ausgeruhter aus dem Flugzeug. Das wirkt auch dem Jetlag entgegen.  

Richtig Schlafen auf der Hinreise 

Das erste Gebot auf der Hinreise ist ein ausgiebiger und gemütlicher Schlaf. Dafür brauche ich ein gutes Kissen. Das stützt den Nacken im Zug, im Auto, im Flieger ebenso wie im Bus. Nichts ist unangenehmer, als mit stechenden Nackenschmerzen aufzuwachen. 

Ich behandle meinen Schlafsack wie meinen Augapfel. So bin ich nicht darauf angewiesen, mich auf jede Matratze in einem abgelegenen und fragwürdigen Hostel zu packen. Mit dem Schlafsack habe ich mein eigenes Bett dabei. Geht es in eine besonders heiße Gegend, empfiehlt sich dafür ein Schlafsack aus Seide. Das Material ist nicht nur angenehm, sondern wirkt kühlend. 

Langeweile auf langen Flügen vermeiden 

Nichts ist nerviger, als ein Flug über Stunden ohne Unterhaltung. Wer Geld spart, den erwartet nicht gerade Full-Service. Wie wäre es mit einem portablen Bildschirm oder dem Tablet? Das wird nämlich ganz einfach zum Fernseher und findet in einer Plastikfolie zwischen der Tischhalterung und dem Sitz Halt. Eine ganze Staffel der Lieblingsserie macht einen stundenlangen Flug doch viel erträglicher, oder? 

Das Herzstück: Der passende Rucksack 

Der Dreh- und Angelpunkt bleibt der passende Rucksack. Hier finden alle meine Utensilien einen trockenen Platz. Die Profimodelle bieten unkomplizierte Möglichkeiten, für Ordnung zu sorgen. Das Rückenteil, das Gewicht, das Material und die Polsterung bilden die wichtigsten Kriterien. Im Prinzip erkenne ich bereits nach den ersten Schritten, ob ich mein Traummodell gefunden habe, das zu mir, meinem Körper und meinem Rücken passt. 

Nie wieder auslaufende Getränke und Kosmetikartikel 

Nichts ist unangenehmer als Milch, Joghurt oder Getränke, die sich im Rucksack breitmachen. Tetrapack-Milch ist tabu. Ich empfehle, die Milch in PE-Wasserflaschen oder in eine Kunststoffhülle umzufüllen. Nicht nur Getränke laufen aus, sondern auch Kosmetikartikel. Ich schlage einfach etwas Frischhaltefolie über die Öffnung und drehe den Verschluss auf die Tube. So bleiben Duschgel und Shampoo garantiert in der Verpackung. 

Die meisten Erfahrungen habe ich auf meinen Reisen gesammelt. Dabei ist es nicht verwerflich, den Rat erfahrener Backpacker anzunehmen. Schließlich treffe ich auf den Reisen neue Leute, die reichlich gute Tipps dabeihaben. 

Kleidung rollen und luftdicht verpacken 

Weniger ist mehr. Das gilt vor allen Dingen für Rucksacktouren. Wer schon einmal mit einem übervollen Rucksack die ersten Kilometer hinter sich gebracht hat, sortiert beim nächsten Mal strenger aus. Ein einfacher Trick sorgt im Handumdrehen für mehr Platz, indem ich meine Sachen rolle und nicht falte. Das spart Zeit, Nerven und sorgt für komfortable Platzverhältnisse.  

Ich fixiere die Rollen noch dazu mit jeweils einem Haargummi. So fallen sie nicht auseinander, wenn ich den Rucksack vollständig ausräumen muss. Zudem empfiehlt es sich, die Klamotten vorab zu sortieren und am besten in Plastikbeuteln zu trennen. Gerade wenn es zu einem Wasserschaden kommt, leidet nicht zwangsläufig mein Gepäck nicht darunter. 

Grundsätzlich ist ein ordentliches Trinksystem viel mehr wert als ein drittes Paar Jeans. In fast allen Ländern gibt es Waschsalons, in denen ich meine Wäsche regelmäßig säubern kann. So kommt auch wirklich nur das Nötigste mit auf die Reise, um den praktischen Utensilien den Vorzug zu geben. Finde ich einmal keinen Waschsalon in der Nähe, nutze ich eine Camping-Wäscheleine, Klammern ebenso wie eine geeignete Seife. 

Nie wieder Kabelsalat! 

Eines der größten Probleme bilden verworrene und verwickelte Kabel, die sich irgendwo auf dem Boden im Rucksack tummeln und einfach nicht auftauchen. Dabei ist es eigentlich ganz einfach möglich, diese zum Beispiel in einem Brillenetui oder in einem Federmäppchen unterzubringen. Das gilt natürlich auch für Ladekabel. 

Achtung: Wer Smartphone, Tablet, Netbook und Rasierer in anderen Ländern benutzen möchte, sollte sich mit Adaptern für ausländische Steckdosen ausstatten. Andernfalls bleibt es nicht nur dunkel, sondern auch der Reise-Kochtopf kalt. 

Wohin mit Kleinkram, Handtuch und Ersatzschuhen? 

Wo finden die Ersatzschuhe einen geeigneten Platz? In einer alten Duschhaube bleibt der Rest im Rucksack sauber. Das Innere der Schuhe bietet zudem die Möglichkeit, Kleinigkeiten aufzunehmen. Ab sofort wird garantiert nichts mehr dreckig. 

Auf Backpacking-Touren sind vor allen Dingen Kleinkram und Schmuck in Gefahr. Bereits in den ersten Tagen gehen Ohrringe, Ketten und Armbänder verloren. Das ist gar nicht notwendig. Ich nehme mir einfach eine Pillenbox und sortiere meine persönlichen Dinge. 

Eine ebenso zentrale Bedeutung hat das Handtuch. Das sollte nicht nur leicht sein, sondern auch sehr viel Flüssigkeit aufnehmen. Einige Reisehandbücher bringen sogar integrierte Taschen mit, um Wertsachen oder andere Kleinigkeiten unterzubringen. 

Gerade bei den ersten Versuchen bietet die eigene Umgebung waschechte Abenteuer und neue Erfahrungen, die Neues und Spannendes bereithalten. Einer der entscheidenden Life-Hacks ist der eigene Mut, die Tasche zu packen und aufzubrechen. Es geht einzig und allein darum, den Moment zu genießen, mit leichtem Gepäck zu reisen und die Erlebnisse in sich aufzusaugen. Du wirst sie nie wieder vergessen.
 
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